IT & Kommunikation

Welt-Delir-Tag am 12. März: Wenn Künstliche Intelligenz Leben retten hilft

13.03.2025 - Ein Delir kommt oft schleichend. Erst wirkt ein Patient oder eine Patientin ein wenig verwirrt, dann wird er oder sie unruhig, halluziniert vielleicht – und plötzlich ist die Situation ernst.

Besonders ältere und schwerkranke Menschen sind betroffen, doch oft wird die Gefahr erst erkannt, wenn es schon zu spät ist. Aber was, wenn es eine Möglichkeit gäbe, viel früher zu reagieren? Genau hier kommt die neue KI-gestützte Software „clinalytix Medical AI“ ins Spiel, die das Evangelische Klinikum Niederrhein jetzt nutzt. Sie beobachtet in Echtzeit die Patientendaten, erkennt gefährliche Entwicklungen und warnt das medizinische Team, bevor sich ein kritischer Zustand wie ein Delir oder eine Sepsis verschlimmert. „Unsere Ärzt*innen sind hochqualifiziert und erfahren, aber sie können nicht rund um die Uhr jede kleinste Veränderung in den Vitalwerten oder Laborergebnissen bemerken“, erklärt Dr. Andreas Sander, Medizinischer Geschäftsführer im Evangelischen Klinikum Niederrhein. „Hier unterstützt uns die KI: Sie wertet kontinuierlich alle relevanten Daten aus und gibt rechtzeitig einen Hinweis, wenn sich ein Problem abzeichnet.“ Die Software agiert wie ein zusätzliches, wachsames Auge, das niemals müde wird. Sie analysiert Vitalwerte, Medikamentenpläne, Laborergebnisse und frühere Behandlungen der Patient*innen. Auf Basis dieser Daten kann sie Risiken frühzeitig erkennen und dem medizinischen Personal präzise Hinweise geben – bevor sich eine Verschlechterung einstellt.

Künstliche Intelligenz als wachsames Auge - mehr als nur Delir-Erkennung

Und die Software kann noch mehr: Neben Delir erkennt sie auch andere ernsthafte Gesundheitsrisiken wie akutes Nierenversagen, eine beginnende Lungenentzündung oder Thrombosen. Besonders in stressigen Krankenhausalltagssituationen kann das den entscheidenden Unterschied machen. Das Besondere an der KI? Sie ist keine unverständliche „Blackbox“, sondern zeigt genau, welche Daten zu ihrer Analyse geführt haben. Das bedeutet, dass die Ärzt*innen die Hinweise nicht nur erhalten, sondern auch nachvollziehen können. Diese Transparenz ermöglicht noch fundiertere, informierte Entscheidungen – mit einem zusätzlichen, intelligenten Assistenten an ihrer Seite. „Für unsere Patient*innen bedeutet das weniger Leid, weniger Komplikationen und eine schnellere Genesung“, betont Sander.“ 

Ein unbehandeltes Delir kann langfristige Folgen haben – von längeren Krankenhausaufenthalten bis hin zu bleibenden kognitiven Einschränkungen. Gerade deswegen ist es so wichtig, diese Erkrankung nicht nur zu behandeln, sondern idealerweise zu verhindern. Hier setzt die KI an: Sie bietet Ärzt*innen ein weiteres Werkzeug, um schnell und effektiv auf sich anbahnende Probleme zu reagieren. Die Einführung dieser Technologie ist Teil einer größeren Digitalisierungs-Offensive im Evangelischen Klinikum Niederrhein. Möglich wird dies durch Fördermittel aus dem Krankenhauszukunftsgesetz. „Gute Medizin basiert auf Wissen, Erfahrung und Menschlichkeit“, sagt Sander. „Die KI nimmt den Ärzt*innen die Entscheidungen nicht ab, aber sie hilft, noch präziser und schneller zu reagieren.“

Zum Welt-Delir-Tag setzt das Evangelische Klinikum Niederrhein damit ein Zeichen: Moderne Technik kann Ärzt*innen  dabei unterstützen, Patient*innen noch besser zu schützen – bevor ein Risiko zur Gefahr wird.

Kontakt

Evangelisches Klinikum Niederrhein

Fahrner Str. 133
47169 Duisburg
Deutschland

0203/508-1508

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