Einheitlich, vernetzt, zukunftsweisend
02.04.2025
- Die Johanniter haben früh auf die Systeme von Dedalus HealthCare gesetzt und sie koordiniert in allen Akut- und Fachkliniken des Verbundes eingeführt.
Heute profitieren Ärzte, Pflegekräfte und Patienten von einheitlichen Abläufen und einem hohen Grad der Digitalisierung.
Seit 2015 verfolgen die Johanniter einen holistischen Systemansatz. „Diese einheitliche Struktur haben wir mit allen damals im Verbund vorhandenen Krankenhäusern beschlossen. Nach einem intensiven Auswahlverfahren ist die Entscheidung auf ORBIS gefallen. Für den Rollout in allen Einrichtungen haben wir einen Blueprint definiert“, erläutert Heike Schröder, Lead Manager Portfolio Strategy bei der Johanniter HealthCare-IT Solutions GmbH. Damit sind rund 80 Prozent des Krankenhaus-Informationssystems (KIS) vorkonfiguriert. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: Synergieeffekte zwischen den Johanniter-Krankenhäusern, einheitliche Bedienoberfläche und -philosophie, schneller und reibungsloser Rollout sowie Erleichterungen, beispielsweise in der Stammdatenpflege. Heute ist ORBIS flächendeckend als patientenführendes System im Einsatz, ergänzt durch einzelne Spezialanwendungen sowie das Enterprise-Content-Managementsystem HYDMedia, die Business-Intelligence-Lösung TIP HCe und DeepUnity in der Radiologie.
„Mit dem holistischen System können wir unseren Patienten eine durchgängige Versorgung bieten. Ziel der Digitalisierungsstrategie ist ein einheitlicher Datenpool, also ein Health-Data-Management, in dem alle Patientendaten zeit- und ortsunabhängig aufgerufen werden können. Diese Datenbasis schaffen wir mit ORBIS und HYDMedia“, so Patrick Lenzen, Lead Manager Project Management bei der Johanniter HealthCare-IT Solutions GmbH. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass das KIS interoperabel ist, um die sektorenübergreifende Datenerfassung und -verfügbarkeit zu gewährleisten – auch mobil.
Reibungsloser Rollout nach Blueprint
Um einen reibungslosen Rollout von ORBIS auf alle Einrichtungen zu gewährleisten, haben die Johanniter 2015 zusammen mit Dedalus HealthCare den „Johanniter-ORBISBluePrint“ definiert und zwei Jahre später im Ev. Krankenhaus Bethesda Mönchengladbach erstmals umgesetzt. In dem Verfahren wurden initial bestimmte Workflows moduliert, Inhalte von Katalogen und Formularen definiert sowie Abläufe zur Implementierung festgelegt. Damit ist sichergestellt, dass am Ende alle Einrichtungen übergreifend einheitlich arbeiten. „Selbstverständlich bleibt Raum für notwendige individuelle Anpassungen“, betont Lenzen.
Im Zuge dieses Vorgehens hat sich die enge Zusammenarbeit zwischen den Johannitern und beteiligten Unternehmen durchaus bewährt. „Dedalus HealthCare ist dabei für uns nicht nur ein reiner Softwarelieferant, sondern ein strategischer Partner für die Digitalisierung der Einrichtungen“, betont Lenzen den Wert des IT-Anbieters für die Johanniter. „Dabei bringt unser Partner nicht nur seine technische Expertise ein, sondern auch ein tiefgehendes Verständnis für unsere Anforderungen an eine moderne Gesundheits-IT. Wir profitieren von einer partnerschaftlichen, vertrauensvollen und zukunftsorientierten Zusammenarbeit“, ergänzt Schröder.
U gehört die Zukunft
Aktuell stecken die Johanniter in der Umstellung auf die neue Technologieplattform ORBIS U Pflege. „Im ersten Schritt haben wir zusammen mit den Pflegedienstleitungen der einzelnen Einrichtungen einen einheitlichen Prozess beschlossen. Mit der neuen Stationsansicht, den Assessments und der Pflegeplanung können die Pflegekräfte weitere Bereiche ihrer Tätigkeiten digital und somit auch im Sinne der Patienten abbilden. Mit der Einführung der Patient Chart ist nun auch der ärztliche Dienst gefolgt. Damit verbunden haben wir ORBIS Medication eingeführt“, beschreibt Ines Vogel, Head of Application Management, den Prozess.
Als großen Vorteil sieht sie, dass die Applikationen über Berufsgruppen hinweg ineinandergreifen. „Sobald ein Arzt etwas anordnet, sehen es die Pflegekräfte in ihren Arbeitslisten. Somit ist das Zusammenspiel zwischen diesen beiden Berufsgruppen wesentlich strukturierter und effizienter als vorher. Niemand muss mehr Informationen nachlaufen“, beschreibt Vogel die Vorteile von ORBIS U.
„Der Schritt in die U-Welt ist ein weiterer hin zum papierlosen Arbeiten. Das heißt aber auch, dass die Pflegekräfte ihre Dokumentationen neu denken müssen. Das unterstützt ORBIS allerdings sehr gut“, so Vogel.