LeanHospital: Krankenhäuser bauen keine Autos – oder warum Patienten auf kein Fließband passen

23.09.2026 - 24.09.2026

Schloss Schwetzingen bei Mannheim

Die Zukunft des Krankenhauses entscheidet sich nicht am Budget, sondern am System

Der Ruf nach mehr Personal gehört inzwischen zum festen Bestandteil gesundheitspolitischer Debatten. Gleichzeitig stehen Krankenhäuser unter einem wachsenden wirtschaftlichen Druck. Die Krankenhausreform, steigende Qualitätsanforderungen, Fachkräftemangel und eine zunehmende Bürokratisierung verlangen von Führungskräften Antworten, die weit über klassische Sparprogramme hinausgehen.

Möglicherweise wird eine zentrale Ursache vieler Probleme übersehen.

Häufig verbringen Mitarbeitende in Krankenhäusern einen erheblichen Teil ihres Arbeitstages mit Tätigkeiten, die keinen unmittelbaren Mehrwert für Patienten schaffen. Sie suchen Informationen, telefonieren hinter Befunden her, warten auf Entscheidungen, gleichen Medienbrüche aus oder kompensieren organisatorische Defizite durch persönliches Engagement. 

Das eigentliche Problem ist oft eine Überlastung durch organisatorische Komplexität und fehlende Prozessstabilität. Das Problem ist also weniger ein Mangel an Einsatzbereitschaft.

Genau diesen Zusammenhang greift der Eröffnungsvortrag „Lean Hospital oder die Flucht aus dem Chaos“ auf dem 2. Kongress LeanHospital 2026 am 23. und 24. September in Schwetzingen bei Mannheim auf. Die zentrale These: Das tägliche Chaos erzeugt permanent neue Arbeit, ohne den Nutzen für Patienten zu erhöhen.

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