09.10.2026 • Produkte

KI-gestützte Anwendung erkennt Kapazitätenengpässe im Voraus

CareIntellect for Operations kombiniert unternehmenseigene KI-Modelle von GE HealthCare mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der Steuerung von Krankenhausabläufen.

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GE HealthCare hat CareIntellect for Operations vorgestellt. Die neue KI-gestützte Software-as-a-Service-Anwendung (SaaS) soll Krankenhäuser und Klinikverbünde dabei unterstützen, Kapazitätsengpässe bis zu 72 Stunden im Voraus zu erkennen. Dafür bietet sie Übersichten auf Stations-, Abteilungs- und standortübergreifender Ebene.

CareIntellect for Operations analysiert Hunderte patientenbezogene und betriebliche Datenpunkte, darunter Bettenverfügbarkeit, Verzögerungen im Patient*innenfluss, Personalsituation, Wartezeiten und Daten aus weiteren unterstützenden Bereichen. Die daraus gewonnenen Informationen bilden die Grundlage für die Prognose von Kapazitätsengpässen und die Priorisierung operativer Maßnahmen.

Operative Engpässe frühzeitig erkennen

Krankenhäuser stehen vor steigender Nachfrage, Fachkräftemangel und wachsenden Kosten. In den USA stieg die Zahl stationärer Behandlungen 2025 um 5,3 Prozent. Gesundheitssysteme müssen damit mehr Patient*innen versorgen, während viele Einrichtungen bereits an oder nahe ihrer Kapazitätsgrenze arbeiten.

Gleichzeitig fehlt häufig ein vorausschauender Überblick über den Krankenhausbetrieb. Führungskräfte verbringen zum Teil mehrere Stunden täglich damit, Daten aus unterschiedlichen Systemen zusammenzuführen und auszuwerten. In einigen Einrichtungen werden operative Entwicklungen weiterhin manuell dokumentiert und Probleme manuell eskaliert. Selbst wenn ein aktuelles Lagebild vorliegt, muss anschließend entschieden werden, mit welchen Maßnahmen sich abzeichnende Engpässe begrenzen lassen, bevor sie größere Auswirkungen auf den gesamten Betrieb haben. Solche ineffizienten Abläufe können klinische Teams zusätzlich belasten, den Zugang zur Versorgung einschränken und eine schnelle und qualitativ hochwertige Versorgung erschweren.

Um Ressourcenengpässe frühzeitig zu erkennen und vorausschauend zu steuern, nutzt CareIntellect for Operations zwei unternehmenseigene KI-Modelle von GE HealthCare. Das Modell „Pressure Forecast“ verbindet historische Betriebsdaten mit Echtzeitinformationen aus der elektronischen Patientenakte und weiteren Ressourcenmanagementsystemen. Es prognostiziert mögliche Engpässe in Krankenhäusern, Abteilungen und Stationen bis zu 72 Stunden im Voraus. Berücksichtigt werden unter anderem Belegung, Personalsituation, Wartezeiten in der Notaufnahme, einschließlich Verzögerungen bei der stationären Aufnahme, Therapiebereiche, Aufwach- und Nachsorgebereiche sowie eingehende Verlegungen.

Das Modell „Estimated Day of Discharge“ analysiert longitudinale Patientendaten und prognostiziert, wann einzelne Patient*innen voraussichtlich entlassen werden können. Die Einschätzungen werden stündlich aktualisiert, sobald neue Informationen verfügbar sind. Auf dieser Basis priorisiert die Anwendung operative Arbeitsabläufe und empfiehlt Maßnahmen, um Belastungen des Systems zu reduzieren und Auswirkungen auf Versorgungskapazität, Zugang und Versorgungsqualität zu begrenzen.

Erste Implementierung bei Queen’s und Duke Health

The Queen’s Health Systems und Duke Health werden CareIntellect for Operations als erste Einrichtungen im Rahmen der klinischen Evaluation einsetzen. Die Rückmeldungen aus dem klinischen und operativen Alltag fließen in die Weiterentwicklung ein.

In die Entwicklung fließen zudem mehr als 20 Jahre Erfahrung von GE HealthCare in der Steuerung von Krankenhausabläufen. Dazu zählen Erkenntnisse aus der Command Center-Software, die weltweit in nahezu 500 Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen eingesetzt wird. Nutzer der Command Center-Software haben unter anderem Kosteneinsparungen von bis zu 20 Millionen US-Dollar im ersten Jahr, eine Verkürzung der Verweildauer um mehr als einen Tag sowie zusätzliche Kapazitäten für bis zu 19.000 Patientinnen und Patienten pro Jahr berichtet.

„Die Verbesserung des Zugangs zur Versorgung für die Menschen in unseren Gemeinden gehört zu unseren wichtigsten Prioritäten. Dafür müssen wir auch unsere Abläufe bestmöglich organisieren“, sagt Alex Wroe, Chief Operating Officer am The Queen’s Medical Center. „Wir haben bereits erlebt, wie Software für das Betriebsmanagement dazu beitragen kann, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen und Ressourcen besser einzusetzen. Mit CareIntellect for Operations wollen wir den nächsten Schritt gehen: weg von der reinen Reaktion auf Kapazitätsengpässe hin zu einer vorausschauenden Planung, damit Betten, Teams und Ressourcen dort verfügbar sind, wo Patientinnen und Patienten sie benötigen.“

„Nachfrage und Kapazitäten in unserem gesamten System koordiniert und planbar zu steuern, ist entscheidend für eine hochwertige Versorgung“, sagt Katie Flanagan, Associate Vice President Patient Flow and Care Coordination bei Duke Health. „CareIntellect for Operations baut auf unserer dreijährigen Zusammenarbeit mit GE HealthCare auf und gibt unseren Teams einen Ausblick auf die kommenden drei Tage. So können sie schneller von der Analyse zum Handeln übergehen, zum Nutzen unserer Patientinnen und Patienten.“

Gemeinsame Plattform für klinische und operative Anwendungen

Als Teil der CareIntellect-Familie klinischer und operativer Anwendungen von GE HealthCare basiert CareIntellect for Operations auf einer gemeinsamen Cloud-First-Infrastruktur. CareIntellect-Anwendungen können dadurch schneller und sicherer integriert werden, ohne für jede einzelne Anwendung einen separaten, zeit- und kostenintensiven Integrationsprozess durchführen zu müssen.

Die Anwendung läuft auf Amazon Web Services (AWS) und ist direkt über GE HealthCare sowie über den AWS Marketplace erhältlich.

„Krankenhäuser und Klinikverbünde müssen frühzeitig erkennen können, wo Engpässe entstehen und welche Maßnahmen sinnvoll sind“, sagt Dr. Taha Kass-Hout, Global Chief Science and Technology Officer bei GE HealthCare.

„CareIntellect for Operations führt patientenbezogene und operative Informationen zusammen und ermöglicht einen Ausblick auf mögliche Engpässe in den kommenden 72 Stunden. So können Teams früher reagieren. KI im Krankenhausbetrieb muss verständliche Prognosen liefern, in bestehende Arbeitsabläufe integrierte Handlungsempfehlungen geben und dort verlässlich sein, wo Entscheidungen getroffen werden. Genau dafür wurde diese Lösung entwickelt.“

Mit der Lösung baut GE HealthCare sein Portfolio KI-gestützter SaaS-Anwendungen weiter aus. Diese sollen Krankenhäuser und Klinikverbünde dabei unterstützen, Kapazitäten und Versorgungsabläufe besser zu steuern. Seit 2023 hat GE HealthCare mehr als 5,1 Milliarden US-Dollar in Forschung, Entwicklung und Innovation investiert, um die Versorgung weiterzuentwickeln, klinische Teams zu unterstützen und Abläufe zu vereinfachen.

Anbieter

GE Healthcare Europe GmbH

Munzinger Str. 5
79111 Freiburg
Deutschland

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