05.11.2026 • News

8 Jahre Innovationspartnerschaft

Die München Klinik (MüK) zieht zum erfolgreichen Abschluss ihrer Innovationspartnerschaft mit Philips Bilanz: Über acht Jahre wurden mehr als 200 bildgebende Systeme erneuert – mit einem Projektvolumen von 50 Millionen Euro.

Die gesamte 1,5-Tesla-MRT-Flotte mit fünf Geräten an den Standorten...
Die gesamte 1,5-Tesla-MRT-Flotte mit fünf Geräten an den Standorten Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach und Schwabing ist mit der versiegelten BlueSeal-Technologie ausgestattet und arbeitet damit heliumarm und zukunftssicher.
© München Klinik / Philips

Die im Rahmen der Ausschreibung definierte Kostenobergrenze wurde um rund 11 Mio. € netto unterschritten. Gleichzeitig modernisierte die München Klinik mehr als 200 Systeme und reduzierte das durchschnittliche Alter ihrer bildgebenden Großgeräte um rund fünf bis sechs Jahre. Als zentrales Ergebnis arbeitet die gesamte 1,5-Tesla-MRT-Flotte mit fünf Geräten an den Standorten Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach und Schwabing mit der versiegelten BlueSeal-Technologie. Damit verbindet die Partnerschaft technologische Modernisierung mit einem konkreten Ziel: Diagnostik in München verlässlich, standortübergreifend und verantwortungsvoll weiterzuentwickeln. Die München Klinik verfügt über einen der modernsten medizintechnischen Geräteparks in der Landeshauptstadt - und setzt Maßstäbe in der Versorgung.

Helium als kritischer Rohstoff - die MüK macht sich unabhängig

Herkömmliche MRT-Geräte benötigen rund 1.500 Liter flüssiges Helium für den Betrieb - und verlieren davon jährlich erhebliche Mengen, die kostspielig nachgekauft werden müssen. Die EU stuft Helium seit 2023 als kritischen Rohstoff ein; Europa ist zu 94 % auf Importe angewiesen. Die neuen BlueSeal-Systeme kommen mit weniger als 0,5 % der bisherigen Heliummenge aus und müssen über ihre gesamte Lebensdauer nie nachgefüllt werden. Das macht die Diagnostik der München Klinik unabhängig von einem unsicheren Markt und schützt gleichzeitig die Umwelt.

Versorgungssicherheit für München

Als Teil der kritischen Infrastruktur trägt die München Klinik Verantwortung für eine durchgehend verfügbare Versorgung. Die neue Technologie reduziert heliumbedingte Betriebsunterbrechungen um bis zu 70 %. Herkömmliche MRT-Magnete bergen das Risiko eines Quench - eines plötzlichen Heliumverlusts, der ein Gerät über Wochen lahmlegen und teure Reparaturen verursachen kann. Bei der versiegelten BlueSeal-Technologie ist dieses Risiko praktisch ausgeschlossen. Das bedeutet mehr Planungssicherheit für Patienten und zuweisende Praxen.

Messbarer Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen

Im Vergleich zu konventionellen MRTs spart die München Klinik pro System rund 5,1 Tonnen CO₂ über zehn Jahre ein - so viel, wie etwa 150 Bäume in einem Jahr aufnehmen. Multipliziert mit fünf Systemen ergibt das einen konkreten, messbaren Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen der München Klinik. Zusätzlich senken energiesparende Scan-Modi den Stromverbrauch im laufenden Betrieb.

KI-gestützte CT-Bildgebung ergänzt das Spektrum

Mit Philips Precise Image steht der München Klinik zusätzlich eine KI-gestützte Rekonstruktionssoftware für die CT-Bildgebung zur Verfügung. Sie kann – abhängig von Untersuchungsprotokoll, klinischer Fragestellung, Patientengröße und anatomischer Region – zu einer geringeren Strahlendosis die Bildqualität verbessern und die Erkennbarkeit relevanter anatomischer Strukturen unterstützen. Referenzprotokolle werden in weniger als einer Minute rekonstruiert. Die medizinische Bewertung der Aufnahmen bleibt Aufgabe der Radiologen.

Cyberresilienz und Softwarepflege als dauerhafte Aufgabe

Mit der zunehmenden Digitalisierung gewinnt auch die Cyberresilienz medizinischer Systeme an Bedeutung. Die München Klinik hat deshalb definierte Geräteparks und Monitoring-Systeme in ein strukturiertes Software- und Sicherheitsmanagement eingebunden.

Regelmäßige Software- und Sicherheitsupdates helfen dabei, Systeme aktuell zu halten, technische Risiken zu reduzieren und eine verlässliche Verfügbarkeit im Klinikalltag zu unterstützen.

Modernste Ausstattung als Arbeitgeberargument

Die umfassende Modernisierung der medizintechnischen Infrastruktur der München Klinik ist Teil des Zukunftskonzeptes MüK20++ und folgt dem Leitgedanken „Medizin führt“. Standardisierte, identische Geräte an allen vier Standorten ermöglichen einheitliche Protokolle, reibungslose Vertretungsregelungen und eine Versorgungsqualität auf höchstem Niveau - unabhängig davon, an welchem Standort Patienten behandelt werden. Das stärkt auch die Attraktivität der München Klinik als großen Arbeitgeber in der Region. Für Ärzte, Radiologen und MTRA bedeutet das: modernste Arbeitsplätze, intuitive Bedienbarkeit und mehr Zeit für das Wesentliche - die Patienten.

8 Jahre Innovationspartnerschaft - Bilanz und Ausblick

Seit 2018 hat die München Klinik und Philips eine Innovationspartnerschaft für die diagnostische Medizintechnik verbunden. Über eine Laufzeit von acht Jahren wurden mehr als 200 bildgebende Systeme erneuert - bei einem Gesamtvolumen von 50 Millionen Euro. Die Zusammenarbeit beider Partner reicht jedoch bereits über den vereinbarten Umfang und Zeitraum hinaus. Ein weiteres strategisches Projekt war die erfolgreiche Digitalisierung der Pathologie an allen Standorten. Mit ihr schafft die München Klinik die Grundlage für eine ortsunabhängige Befundung und eine engere Zusammenarbeit zwischen den Fachdisziplinen. Dies kann Abläufe in Diagnostik und Therapieplanung unterstützen und Patientinnen und Patienten zugutekommen und unterstützt damit eine effiziente Befundung sowie eine zeitnahe, interdisziplinär abgestimmte Therapieplanung.

Geplant ist weiter die Harmonisierung der gesamten Patientenüberwachung sowie eine einheitliche RIS/PACS-Struktur über alle Standorte. Für die Anwender bedeutet das standardisierte Systeme und Prozesse, weniger Medienbrüche und eine standortübergreifend konsistente Arbeitsumgebung. Dadurch sollen Abläufe vereinfacht, relevante Informationen schneller verfügbar und die Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen weiter verbessert werden. Patienten profitieren von einer stärker vernetzten Diagnostik und Überwachung, konsistenteren Befund- und Versorgungsprozessen sowie davon, dass relevante Informationen standortübergreifend zur Verfügung stehen können.

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