Adaptive Bestrahlung: weniger Sitzungen, mehr Präzision
Brainlab Technologien für Patientenpositionierung und -überwachung machen Echtzeit-Radiochirurgie möglich.

Für eine erfolgreiche Strahlentherapie zählt Präzision bei jedem Schritt. Denn: Jede Abweichung führt im weiteren Verlauf der Behandlungskette potenziell zu Ungenauigkeiten. Beginnt eine Behandlung zum Beispiel mit einer fehlerhaften Bildfusion, ziehen sich die Folgen durch alle nachfolgenden Prozessschritte – und beeinträchtigen unter Umständen das Patientenergebnis. Daher muss jeder Schritt so akkurat wie möglich ausgeführt werden.
Viele Krankenhäuser setzen bei Standardindikationen auf die Basisausstattung ihres Linearbeschleunigers – eine pragmatische Entscheidung, die für viele Anwendungen ausreicht.
Es gibt jedoch Indikationen, die eine höhere Präzision erfordern als andere. Wo etwa bei der Bestrahlung der Brust meist ein konventionelles Vorgehen genügt, ist bei Hirntumoren in der Regel eine stereotaktische Behandlung nötig. Überall, wo ein steiler Dosisgradient vorliegt, ist größtmögliche Genauigkeit gefragt. Nur so lässt sich sicherstellen, dass auch kleine Zielvolumina erreicht werden und gesundes Gewebe geschont wird. In solchen Fällen gilt: Gut genug ist eben nicht gut genug.

„Mit dem Elekta Evo, der Software und Positionierungstechnik von Brainlab sowie unserer klinischen Expertise setzen wir neue Maßstäbe in der Hochpräzisionsbestrahlung“, sagt Prof. Hendrik Wolff, Leiter der Strahlentherapie der Radiologie München.
Für bestimmte Indikationen wie das Prostatakarzinom sind dadurch oft deutlich weniger Sitzungen erforderlich. Dies eröffnet Bestrahlungszentren wie der Radiologie München neue Möglichkeiten, personalisierte Therapiekonzepte wirtschaftlich und effizient in den Versorgungsalltag einzubinden. „Statt sechs Wochen dauert die Therapie jetzt teilweise nur noch wenige Tage. Wo wir vorher für eine Hirnmetastase fünf Bestrahlungen gebraucht haben, genügt jetzt eine. Dieser Unterschied ist gravierend – für uns, aber natürlich vor allem für die Patient:innen“, erklärt Prof. Wolff.
Die Vorpositionierung der Patienten erfolgt nun markerlos über das Oberflächensystem, wodurch sichtbare Hautmarkierungen und Pflaster weitgehend entfallen. „Früher bedeutete Strahlentherapie oft wochenlange sichtbare Markierungen, Hautreizungen und Einschränkungen im Alltag. Heute erfolgt die Positionierung intuitiv und wird dadurch komfortabler. Das spüren Patient:innen und Behandlungsteam deutlich“, so Prof. Wolff. Darüber hinaus erweitert die adaptive, bildgestützte Planung das Spektrum behandelbarer Indikationen. In der Radiologie München werden inzwischen zusätzliche radiochirurgische Anwendungen unter anderem für Hirn-, Lungen-, Leber-, Knochen- und Nierentumoren durchgeführt.

„Neu hinzugewonnen haben wir zum Beispiel die Möglichkeit, Akustikusneurinome zu bestrahlen. Zudem haben wir die Regime umgestellt: Viele stereotaktische Radiochirurgien, die wir früher – wenn überhaupt – fraktioniert durchgeführt haben, können wir heute in einer Sitzung abschließen“, erklärt Prof. Wolff.
Die Radiologie München zeigt, wie hochpräzise, adaptive Technologien das Spektrum der Strahlentherapie erweitern – und helfen, die Lebensqualität der Patient:innen langfristig zu steigern.
Lösungen für die Radioonkologie
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