DGNI Pflege- und Therapiepreis für Neuro-Intensivstation Erlangen
Die Neuro-Intensivstation des Uniklinikums Erlangen erhielt den DGNI Pflege- und Therapiepreis für die erfolgreiche Einführung und nachhaltige Umsetzung der „Familienzentrierten Pflege”.

Das Team entwickelte seit 2023 ein umfassendes Konzept, das Angehörige als zentrale Ressource in den Pflegeprozess einbindet. Jacqueline McFarland, Erlangen, nahm den DGNI Pflege- und Therapiepreis bei der feierlichen Preisverleihung entgegen. Im Interview gibt sie aktuelle Einblicke.
Das Team der Neuro-Intensivstation des Uniklinikums Erlangen entwickelte seit 2023 ein umfassendes Konzept, das Angehörige als zentrale Ressource in den Pflegeprozess einbindet. Dazu gehören unter anderem offene Besuchszeiten, strukturierte Angehörigengespräche, proaktive Telefonate, die Einbindung in pflegerische Maßnahmen, der Besuch von Kindern auf der Intensivstation sowie eine pflegerische präoperative Visite.
Frau McFarland, was bedeutet es für Sie und Ihre Arbeit, mit dem DGNI Pflege- und Therapiepreis ausgezeichnet worden zu sein?
McFarland: Für die Etablierung dieses Projektes wurde ein hoher Aufwand betrieben und sehr viel Zeit investiert. Die Umsetzung bedeutete für unsere Kolleginnen und Kollegen viel Veränderung. Gemeinsam haben wir es geschafft, dass unser Konzept heute eine selbstverständliche Haltung geworden ist. Dies zeigt nicht nur einen starken Team-Zusammenhalt, sondern auch, dass die Idee und deren Verwirklichung, Familien in den Mittelpunkt zu stellen, eine wertvolle Ressource ist und letztendlich allen zugutekommt. Den Patienten und Patientinnen, Ihren An- und Zugehörigen und allen am therapeutischen Prozess beteiligten Berufsgruppen. Ich bin einfach wahnsinnig stolz darauf, ein Teil dieses engagierten Teams zu sein. An dieser Stelle möchte mich auch bei unseren Stationsleitungen und ehemaligen stellvertretenden Stationsleiter für deren Unterstützung und organisatorische Arbeit bedanken. Zudem hat es mich sehr gefreut, dass durch diesen Preis unser Engagement auch über das eigene berufliche Umfeld der Neurointensivstation am UK-Erlangen hinaus, gesehen und wertgeschätzt wird.
Wie wird es nach dem Erfolg für Sie weitergehen?
McFarland: Es laufen parallel bereits ein paar Projekte, die voraussichtlich in diesem Jahr vervollständigt werden können. Mal sehen, vielleicht kann ich da auf der ANIM 2027 ein bisschen mehr darüber erzählen.
Haben Sie schon Vorstellungen oder Ideen, wie Sie das Preisgeld nutzen möchten?
McFarland: Wir planen derzeit eine Optimierung unseres Angehörigen-Bereichs und haben hier bereits einige Ansätze, bei denen das Preisgeld sicher hilfreich sein wird.











