Meilenstein für die Inklusion
Die Klinik Krumbach erhält 2,3 Mio. € Förderung für den Umbau ihrer neuen ISI-Station (Interdisziplinäre somatische Inklusionsmedizin).

Ein bedeutender Schritt für die medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderungen: Die Kreisklinik Krumbach erhält aus dem Regierungskontingent 2026 Fördermittel in Höhe von 2,3 Mio. Euro für den Umbau der neuen ISI-Station. Die Abkürzung steht für „Interdisziplinäre somatische Inklusionsmedizin“ – ein zukunftsweisendes Konzept in der Klinik Krumbach, das die stationäre somatische Krankenhausbehandlung von Menschen mit komplexen oder mehrfachen Behinderungen gezielt an deren besonderen Bedürfnissen ausrichten soll.
Seit dem vergangenen Jahr treiben die Verantwortlichen der Klinik Krumbach das Projekt in enger Abstimmung mit dem Dominikus-Ringeisen-Werk (DRW) voran. Die erfreuliche Förderzusage markiert nun einen entscheidenden Meilenstein auf dem Weg zur Umsetzung. Anlässlich dieser Nachricht informierten sich der CSU-Fraktionsvorsitzende des Bayerischen Landtags, Klaus Holetschek, die Günzburger Landtagsabgeordnete Jenny Schack und der Krumbacher Bürgermeister Florian Kaida (CSU) während eines Besuches in der Klinik über den aktuellen Stand der Planungen.
Von der Idee zur konkreten Umsetzung
„Einfach mal machen“ – diesen Rat hatte Klaus Holetschek dem Projektteam bereits bei seinem ersten Besuch im vergangenen September mit auf den Weg gegeben. Diesem Motto sind die Beteiligten treu geblieben. „Wir haben es angepackt, auch wenn der Weg nicht immer einfach war. Doch mit motivierten Wegbegleitern und starken Rückenwind konnten wir schnell große Fortschritte erzielen“, betont Angela Mändle, Projektleiterin und Direktorin Klinikmanagement. „Ich bin voller Zuversicht, dass wir dieses Vorhaben erfolgreich voranbringen werden. Schon heute erhalten wir viel positives Feedback. Zudem haben wir ein Projektteam, bei dem ich mit Stolz sagen kann: Für jeden Einzelnen ist dieses Projekt eine Herzensangelegenheit“, sagt Mändle. Landtagsabgeordnete Schack freut sich, dass sich die großen Anstrengungen der vergangenen Monate gelohnt haben und die Förderung für den Umbau der ISI-Station nun gesichert ist. „Damit steht der Freistaat Bayern sichtbar und verlässlich an der Seite der Kreisklinik Krumbach und unterstützt dieses wegweisende Projekt. Die neue Station ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal für den gesamten süddeutschen Raum: Menschen mit Behinderungen erhalten hier medizinische Versorgung auf höchstem Niveau – spezialisiert, inklusiv und ganz auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten,“ so Jenny Schack.
Trotz der Förderzusage bleibt noch eine entscheidende Herausforderung. Als nächsten unverzichtbaren Meilenstein nennt Klinikvorstand Robert Wieland die anstehenden Verhandlungen mit den Kostenträgern. „Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass es auch den Krankenkassen ein großes Bedürfnis ist, die spezielle Versorgungsform zu ermöglichen. Wenn uns das im Schulterschluss gelingt, dann wäre das ein großer Erfolg, um diese spezielle Gesundheitsversorgung nachhaltig sicherzustellen – ein Paradebeispiel für „Gesundheit gemeinsam gestalten“. Wir sind optimistisch, dass wir diese Gespräche mit den Kostenträgern in den kommenden Wochen erfolgreich abschließen können“, erklärt er.
Mehrwert für Patientinnen und Patienten bereits heute spürbar
Schon jetzt werden in der Klinik Krumbach Menschen mit Behinderung stationär behandelt. Mit der neuen ISI-Station sollen die Rahmenbedingungen jedoch deutlich verbessert werden. „Die Perspektive, innerhalb des nächsten halben Jahres eine auf die speziellen Bedürfnisse und Bedarfe ausgestattete Station aufzubauen und dort ein interdisziplinäres Expertenteam zusammenzuführen, bedeutet für die Patienten einen enormen Mehrwert. Ich freue mich sehr über diese Chance“, ergänzt Chefarzt Dr. Joachim Durner.
Krumbachs Bürgermeister Kaida ist überzeugt: „Die ISI-Station ist eine wertvolle Bereicherung für den Klinikstandort und auch für die Gesundheitsversorgung der vielen Wohngruppen des Dominikus-Ringeisen-Werks in unserer Stadt und darüber hinaus.“ Auch Martin Riß, Vorstandsvorsitzender und Geistlicher Direktor des Dominikus-Ringeisen-Werks, begrüßt den Fortschritt und die Förderung ausdrücklich: „Ich bin allen Menschen sehr dankbar, die dazu beitragen, die medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderung sicherzustellen.“
Aus Sicht der Initiatoren könnte die ISI-Station kaum an einem besseren Ort entstehen. Die enge Kooperation mit dem Dominikus-Ringeisen-Werk, die familiäre Größe der Klinik Krumbach, die hohe fachliche Kompetenz der Mitarbeitenden sowie die Vernetzung mit dem Lehrstuhl für die medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderung und Teilhabebeschränkungen der Universität Augsburg, dem Universitätsklinikum Augsburg und weiteren Partnern schaffen beste Bedingungen für den Erfolg. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, dass die ISI-Station als Leuchtturmprojekt weit über die Region hinaus Wirkung entfaltet.











