Notfallsimulation für den Ernstfall
Die Geburt eines Kindes gehört zu den emotionalsten Momenten überhaupt. Kommt es während der Geburt zu unerwarteten Komplikationen bei Mutter oder Kind, müssen die Teams im Kreißsaal innerhalb kürzester Zeit sicher und abgestimmt handeln.

Damit sich werdende Eltern auch in solchen Situationen gut aufgehoben fühlen, absolvierte das Team der Geburtshilfe am Rhön-Klinikum Frankfurt (Oder) jetzt bereits zum zweiten Mal eine gemeinsame Notfallsimulation im Kreißsaal. Das S.A.V.E. Training stärkt die Abläufe während der Geburt und setzt auf hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards in der Geburtshilfe - um für Mutter und Kind einen sicheren Start in das Leben zu ermöglichen.
An dem interdisziplinären S.A.V.E. Training nahmen Mitarbeitende aus Geburtshilfe, Neonatologie, Anästhesie und OP-Pflege teil. Direkt im Kreißsaal simulierten sie unter realistischen Bedingungen verschiedene Notfallszenarien und trainierten schnelle Entscheidungen, klare Kommunikation sowie sichere Abläufe. Dazu gehörten unter anderem Blutungskomplikationen, Notfälle bei der Versorgung des Neugeborenen und akute Situationen während der Geburt. Begleitet wurde das Training von einem multiprofessionellen S.A.V.E. Trainerteam der Asklepios Kliniken.
Zum Einsatz kamen außerdem Schauspielerinnen sowie eine lebensgroße Simulationspuppe. Die Puppe kann unter anderem Puls, Herztöne und medizinische Veränderungen realitätsnah darstellen und wird aus einem separaten Raum gesteuert.
S.A.V.E. steht für "Sicher arbeiten - Vertrauen erhalten". Das von Asklepios entwickelte Konzept bereitet Teams im Kreißsaal gezielt auf seltene und unerwartete Situationen vor. Es orientiert sich am sogenannten Crew Ressource Management aus der Luftfahrt. Ziel ist es, Informationen klar weiterzugeben, Aufgaben eindeutig zu verteilen und Entscheidungen im Team sicher zu treffen.
„Die Notfallsimulation hilft uns, auch in herausfordernden Situationen sicher zu handeln. Besonders wichtig ist dabei, dass alle beteiligten Berufsgruppen gemeinsam üben und ihre Abläufe im Kreißsaal festigen", erklärt leitende Hebamme Jana Pohl.
Chefärztin Prof. Dr. med. Christiane Richter-Ehrenstein betont: „Wir danken dem S.A.V.E. Team für das intensive und lehrreiche Training. Die realitätsnahen Übungen und der gemeinsame Austausch stärken die Sicherheit, die Versorgungsqualität und das Zusammenspiel aller Beteiligten und sind somit ein wichtiger Bestandteil einer modernen und sicheren Geburtshilfe."










