19.05.2026 • News

Röntgenpreis 2026 für Priv.-Doz. Dr. Katerina Deike

Für ihre wegweisende Habilitationsschrift zur bildgebenden Untersuchung von Clearance-Prozessen im Gehirn wird PD Dr. med. Katerina Deike mit dem Wilhelm-Conrad-Röntgen-Preis 2026 ausgezeichnet.

Röntgenpreis 2026 für Priv.-Doz. Dr. med. Katerina Deike.
Röntgenpreis 2026 für Priv.-Doz. Dr. med. Katerina Deike.
© DRG

In ihrer Arbeit zeigt sie, wie sich mithilfe moderner MRT-Verfahren und gadoliniumhaltiger Kontrastmittel bislang schwer zugängliche neurobiologische Prozesse in vivo sichtbar und quantifizierbar machen lassen. Damit leistet sie einen bedeutenden Beitrag zum Verständnis zentraler Mechanismen der Hirnphysiologie und eröffnet neue Perspektiven für Diagnostik und Therapie.

Die Deutsche Röntgengesellschaft würdigt mit dem Röntgenpreis 2026 die herausragende Habilitationsschrift von Priv.-Doz.Dr. med. Katerina Deike mit dem Titel „Hirn-Clearance Bildgebung nach intravenöser Injektion gadoliniumhaltiger Kontrastmittel“. Darin weist sie nach, dass makrozyklische MRT-Kontrastmittel regelhaft in das zentrale Nervensystem übertreten und sich als in vivo-Tracer physiologischer Clearance-Prozesse eignen. Ihre umfassenden quantitativen Analysen belegen zudem, dass trotz wiederholter Anwendung keine langfristigen Ablagerungen im Gehirn nachweisbar sind, und liefern damit wichtige Erkenntnisse zur Sicherheit dieser Substanzen. Über die Grundlagenforschung hinaus erschließt sie neue Anwendungsfelder, etwa durch die Beschreibung des orbitalen glymphatischen Systems und die Identifikation klinisch relevanter Marker, beispielsweise bei Retinoblastomen. Ergänzt wird ihre Arbeit durch innovative, teils KI-gestützte und kontrastmittelfreie Verfahren zur Analyse früher Veränderungen bei neurodegenerativen Erkrankungen sowie durch die Entwicklung neuer Methoden zur Quantifizierung der Liquordynamik. Mit dieser Verbindung aus methodischer Innovation, translationaler Relevanz und internationaler Sichtbarkeit setzt ihre Forschung maßgebliche Impulse für die Weiterentwicklung der neuroradiologischen Bildgebung.

 Über den Wilhelm-Conrad-Röntgen-Preis

Der Wilhelm-Conrad-Röntgen-Preis wird verliehen für eine hervorragende aktuelle Habilitationsschrift, die dem Fortschritt der Radiologie dient. Eingeschlossen sind Themen aus den Gebieten der diagnostischen, interventionellen und experimentellen Radiologie sowie der Medizinphysik. Die Arbeit, die in der Regel bei Einreichung der Bewerbungsunterlagen nicht älter als drei Jahren sein sollte (entscheidend ist hier das Annahmedatum der Habilitationsschrift), muss in deutscher oder englischer Sprache abgefasst sein und sie sollte noch nicht ausgezeichnet worden sein. Der Autor muss Mitglied der Deutschen Röntgengesellschaft sein.

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