29.06.2026 • News

Vivantes Klinika liegen in Digitalisierung an der Spitze

Die Evaluation des Bundesgesundheitsministeriums bescheinigt Vivantes einen weit überdurchschnittlichen Digitalisierungsgrad.

Vivantes Klinika liegen in Digitalisierung an der Spitze
© Wiley Adobe Stock

Vivantes hat die Fördermittel des Krankenhauszukunftsfonds zielstrebig genutzt und einen Digitalisierungsgrad erreicht, der absolute Spitze in der deutschen Krankenhauslandschaft ist. In der dritten Welle des „Digitalradar“ im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit wurden 1.600 Krankenhäuser zu ihrem digitalen Reifegrad befragt. Der durchschnittliche Digitalisierungsgrad (auf einer Skala von 0 bis100) liegt demnach in Deutschland bei 55, in Berlin bei 59. Mit 75 liegt der Durchschnitt der Vivantes Klinika weit darüber. Jedes einzelne der neun Krankenhäuser von Vivantes liegt auch weit über dem durchschnittlichen Digitalisierungs-Score der deutschen Maximalversorger (62,5).

Die Teilnahme an der Umfrage war für alle Kliniken verpflichtend, die eine Förderung ihrer digitalen Infrastruktur über das Krankenhauszukunftsgesetz beantragt hatten. Diese finanzielle Unterstützung aus dem Krankenhauszukunftsfonds ist im Land Berlin Ende 2025 ausgelaufen. Vivantes hat in fünf Jahren Projekte mit einem Fördervolumen von insgesamt 61,5 Millionen Euro umgesetzt. Im Vergleich zu den Messungen in den Jahren 2021 und 2024 stieg der Digitalisierungsgrad der Vivantes Klinika von 51 über 66 auf nun 75 Punkte. Davon profitieren Patient*innen, Pflegekräfte und Ärzt*innen im klinischen Alltag direkt. Einige Beispiele:

Digitalisierung wirkt im klinischen Alltag

  • Digitale Patientenkurve inkl. Medikation und digitale Pflegedokumentation: Alle relevanten Daten aus Untersuchungen, Behandlung und Pflege sind direkt im Krankenhausinformationssystem verfügbar und müssen nicht mehr umständlich aus einer handschriftlich ausgefüllten Kladde übertragen werden. Die Daten sind auf mobilen Monitoren überall verfügbar.
  • Digitale Rettungsstellen: Patient*innen erfahren direkt die Wartezeiten auf Monitoren und im Internet, Vitaldaten werden schon aus dem Rettungswagen auf dem Fahrt ins Krankenhaus dorthin übertragen und die Daten können genutzt werden um den Patientenfluss besser zu managen, also schneller freie Betten für Patient*innen zu finden, die stationär aufgenommen werden.
  • Patient*innen profitieren schon vor der Aufnahme ins Krankenhaus von digitalen Patientenservices wie Patientenportal, Online-Terminbuchung, Videosprechstunde, Symptom- Chatbot oder Telemedizin.
  • Eine KI-Suite stellt von Künstlicher Intelligenz unterstützte klinische Anwendungen zur Verfügung, so zum Beispiel in Radiologie, Kardiologie und Urologie. Dazu kommen KI-gestützte Frühwarnsysteme für Sepsis und Delir. Aktuell baut Vivantes eine Infrastruktur für Tracking auf. Damit können künftig die Standorte von Betten und Medizingeräten besser erfasst und Medikamenten-Kühlschränke fernüberwacht werden.

Hinzu kommen umfassende Maßnahmen zur Stärkung der IT-Sicherheit und digitalen Kompetenz der Beschäftigten.

Dr. Johannes Danckert, Vorsitzender der Geschäftsführung von Vivantes: „Die Zeit ist reif für die Digitalisierung des Klinik-Alltags. Der jetzt ausgelaufene Krankenhauszukunftsfonds war das passende Förderinstrument zum richtigen Zeitpunkt. Vivantes hat diese Chance genutzt und binnen fünf Jahren seinen Digitalisierungsgrad enorm gesteigert. Wir implementieren ausschließlich digitale Anwendungen, die nach interner Evaluierung einen echten, praktischen Nutzen bringen. Davon profitieren dann alle in der Klinik. Digitale Anwendungen schaffen unseren Beschäftigten Freiräume für mehr Zuwendung zum Patienten. Für die Zukunft ist zu hoffen, dass auch mehr und mehr Anwendungen praxisreif werden, welche ärztliches und pflegerisches Personal von der ständig wachsenden Bürokratie entlasten.“  

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