
Nanofarbstoff nach antikem Vorbild
Der Materialforscher Robert Nissler hat einen ultrahellen Nano-Nahinfrarotfarbstoff entwickelt, der hochaufgelöste Bilder von Gehirnstrukturen liefern soll.

Der Materialforscher Robert Nissler hat einen ultrahellen Nano-Nahinfrarotfarbstoff entwickelt, der hochaufgelöste Bilder von Gehirnstrukturen liefern soll.

Der „Empa Innovation Award“ würdigt herausragende Projekte, die die Brücke zwischen Labor und Wirtschaft schlagen. In diesem Jahr wird ein Team von Forschenden der Empa und der ETH Zürich für den Sensor „SensAL“ ausgezeichnet. „SensAL“ warnt schnell und präzise vor lebensgefährlichen Komplikationen nach Operationen im Bauchraum.

Bei einer Blutvergiftung müssen die Bakterien im Blut so schnell wie möglich identifiziert werden, um eine lebensrettende Therapie starten zu können. Empa-Forschende haben nun „Sepsis-Sensoren“ mit magnetischen Nanopartikeln entwickelt, die Keime innert Kürze erkennen und Kandidaten für eine wirksame Antibiotika-Therapie ermitteln.

Hörgeschädigte Menschen, deren Hörnerv noch intakt ist, kann oft mit einem Cochlea-Implantat geholfen werden.

Mit einem Verband, der Medikamente freisetzt, sobald eine Infektion in einer Wunde beginnt, liessen sich Verletzungen effizienter behandeln.

Die Strahlentherapie ist einer der Eckpfeiler der Krebsbehandlung. Einige Tumorarten sprechen jedoch wenig bis kaum auf eine Bestrahlung an. Gelänge es, Tumorzellen empfindlicher zu machen, wäre die Behandlung wirksamer und sanfter. Empa-Forschenden ist es nun gelungen, Metalloxid-Nanopartikel als „Radiosensitizer“ einzusetzen – und diese auch gleich im industriellen Maßstab herzustellen.

Multiresistente Krankheitserreger sind ein gravierendes und zunehmendes Problem in der modernen Medizin.



