26. Herbstsymposium der Deutschen Gesellschaft für Medizincontrolling
I Will Survive – Überlebensstrategien im (Bürokratie-)Dschungel
Dipl.-Kfm. (FH) Dirk Hohmann, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DGfM
Mit dem 26. Herbstsymposium der Deutschen Gesellschaft für Medizincontrolling (DGfM) rückt Anfang Oktober in Frankfurt ein Thema in den Mittelpunkt, das den Krankenhausalltag aktuell prägt wie kaum ein anderes: den Umgang und den Kampf gegen den stetig wachsenden Bürokratiedruck. Unter dem Motto „I Will Survive – Überlebensstrategien im (Bürokratie-Dschungel“ soll in Vorträgen und gemeinsamen Diskussionen eine Handlungsanleitung im Umgang mit den äußerst herausfordernden gesundheitspolitischen Vorgaben der Politik gefunden werden.
Der DRG-Tag am 5. Oktober eröffnet die Veranstaltung mit einem breiten Spektrum an hochaktuellen Themen. Neue Rechtsprechung, Entwicklungen im QS-Verfahren Sepsis und Fragen der Personalbemessung bilden den Auftakt. Besonders deutlich wird dabei, wie eng medizinische Qualität und ökonomische Verantwortung inzwischen miteinander verwoben sind. Beiträge zur Rolle des Medizincontrollings in der klinischen Steuerung, zur Effizienzsteigerung durch Künstliche Intelligenz und zum hessischen Weg der Leistungsgruppen zeigen, wie sich Krankenhäuser strategisch neu ausrichten müssen. Das DRG-Update 2027 sowie eine prominent besetzte Podiumsdiskussion zur Krankenhausreform setzen die politischen und strukturellen Akzente des Tages.
Am 6. Oktober richtet sich der Blick auf Psychiatrie und Psychosomatik. Der PEPP-Tag bietet kompakte Einblicke in die Neuerungen des Systems 2027 und widmet sich intensiv der PPP-Richtlinie – inklusive Benchmarkdaten, Umsetzungserfahrungen und Prüfberichten. Ergänzt wird das Programm durch Themen wie digitale Therapiebegleitung, Strategien im Umgang mit Langliegern und Perspektiven der Budgetverhandlungen. Die Diskussionen mit den Referentinnen und Referenten machen den Tag zu einem praxisnahen Forum für alle, die psychiatrische Versorgung weiterentwickeln wollen.
Parallel dazu findet der „Tag der Tools“ statt – ein Blick in die Zukunft der digitalen Entlastung. Zahlreiche Anbieter präsentieren Softwarelösungen, die Kodierung, Dokumentation und Kommunikation effizienter gestalten sollen. Von KI-basierter Fallsteuerung über autonome Kodierung bis hin zu digitalen Patientenpfaden reicht das Spektrum der Innovationen, die den Bürokratieaufwand spürbar reduzieren könnten.
Zu erwähnen ist noch die Verleihung des Wissenschaftspreises der DGfM für wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit prägnanten Themen aus dem Medizincontrolling beschäftigen.
Neben dem Fachprogramm steht auch die Gründung eines Nachwuchsforums auf der Agenda, die jungen Medizincontrollerinnen und Medizincontrollern sowie Hochschulabsolventinnen und -absolventen eine Plattform für Vernetzung, berufliche Weiterentwicklung und gezielte Nachwuchsförderung bietet.
Das Herbstsymposium zeigt eindrucksvoll, wie sich das Medizincontrolling weiter professionalisiert und digitalisiert. Es ist ein Ort des Austauschs, der Orientierung und der gemeinsamen Suche nach tragfähigen Lösungen – und damit ein wichtiger Kompass für alle, die den Krankenhausbetrieb zwischen Qualität, Wirtschaftlichkeit und Reformdruck verantworten.











