Charité-Gynäkologe und Krebsspezialist Jalid Sehouli erhält Bundesverdienstkreuz
Prof. Jalid Sehouli hat für sein außergewöhnliches Engagement bei der Behandlung und Begleitung von Patientinnen mit gynäkologischen Tumoren das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

Die Auszeichnung würdigt die langjährige Arbeit des Direktors der Klinik für Gynäkologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin als Arzt, Forscher und Wegbereiter einer patientenorientierten Krebsmedizin. Die Verleihung des Verdienstkreuzes hat Dr. Ina Czyborra, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, übernommen.
„Prof. Sehouli verbindet herausragende wissenschaftliche Exzellenz mit einer tiefen menschlichen Haltung. Sein Einsatz für Patientinnen und sein unermüdlicher Beitrag zur Weiterentwicklung der gynäkologischen Onkologie ist beispielhaft. Die Charité verdankt ihm wichtige Impulse und ich gratuliere Jalid Sehouli sehr herzlich zu dieser Ehrung“, sagt Prof. Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité.
Prof. Sehouli ist seit 2007 als Arzt an der Charité tätig und aktuell Direktor der Klinik für Gynäkologie mit Zentrum für onkologische Chirurgie am Campus Virchow-Klinikum sowie Direktor der Klinik für Gynäkologie am Campus Benjamin Franklin. Der gebürtige Berliner gilt international als einer der führenden Experten für Eierstockkrebs und andere gynäkologische Tumoren. Zusätzlich zu seiner klinischen Tätigkeit hat Prof. Sehouli zahlreiche nationale und internationale Studien initiiert und geleitet, die entscheidende Fortschritte in Diagnostik und Therapie ermöglicht haben. Einen besonderen Schwerpunkt legt er auf die Qualität der Kommunikation im medizinischen Alltag – ein Thema, zu dem er auch mehrfach publiziert hat. Darüber hinaus leitet Prof. Sehouli das weltweit erste Europäische Kompetenzzentrum für Eierstockkrebs, koordiniert ein gynäkologisches Tumorzentrum und begleitet nationale und internationale Studien zu Therapien von Eierstock-, Eileiter- und Bauchfellkrebs.
Über die medizinischen Leistungen hinaus setzt sich Prof. Sehouli dafür ein, Behandlungsräume zu Orten der Zuversicht zu machen. Mit Projekten wie der neu gestalteten Krebstherapieambulanz „Rosi“ hat er beispielhaft gezeigt, wie Architektur, Licht und Atmosphäre den Therapiealltag spürbar verbessern können. Das Zusammendenken von Medizin und Kunst in einem ganzheitlichen Sinne sowie ergänzende Angebote, wie beispielsweise Ernährungsberatung, Coaching oder kreative Programme, sind inzwischen zu festen Bestandteilen der Betreuung an seiner Klinik geworden.
Prof. Sehouli freut sich über die Anerkennung: „Das Bundesverdienstkreuz ist noch mal etwas ganz Besonderes und ich verstehe es als Anerkennung – auch für all jene, die mich an der Charité auf meinem Weg unterstützt haben, Medizin, Wissenschaft und Kultur miteinander zu verbinden – im Dienst der Patientinnen und Patienten und natürlich unserer Gesellschaft.“ Er fügt hinzu: „Mein besonderer Dank gilt allen, die mich an der Charité dabei begleitet, ermutigt und inspiriert haben.“
Die Auszeichnung an den Charité-Experten unterstreicht ebenso die Rolle der Charité in der gynäkologischen Onkologie und die Bedeutung eines interdisziplinären Ansatzes, der modernste Forschung mit individueller Fürsorge verbindet.
















