23.04.2012 • News

DKG weist Zahlen der Krankenkassen zurück

Zu den Behauptungen der Krankenkassen, nach denen die Krankenhausausgaben im laufenden Jahr um rund 2,5 Mrd. € steigen werden und die von der Koalition angekündigten Finanzhilfen nicht notwendig seien, erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum:

"Die Zahlangaben der Krankenkassen sind unseriös. Fakt ist, dass die Preise für Krankenhausleistungen im laufenden Jahr um durchschnittlich gerade einmal 1 Prozent steigen dürfen. Die Entwicklung der Fallzahlen in 2012 ist noch völlig offen, zumal die Kassen bislang noch keine Budgetabschlüsse mit den Krankenhäusern getroffen haben.

Wenn die Kassen die von der Koalition angekündigten Finanzhilfen für die Krankenhäuser jetzt infrage stellen, ist das ein Schlag ins Gesicht der 1,1 Millionen Krankenhausbeschäftigten. Niemand macht den über 130.000 Beschäftigten der Krankenkassen ihren Anspruch auf eine angemessene Teilhabe an der allgemeinen Lohnentwicklung strittig. Das Gleiche muss für die Beschäftigten der Krankenhäuser gelten. Dass ausgerechnet die maßgeblich auch von den Gewerkschaften mitgetragenen Selbstverwaltungseinrichtungen "Krankenkassen" eine Refinanzierung der Tarifsteigerungen unmöglich machen wollen, stößt bei den Krankenhäusern auf großes Unverständnis.

In diesem Zusammenhang ist auch auf die steigenden Verwaltungskosten der Krankenkassen hinzuweisen: Seit dem Jahr 2000 sind die Verwaltungskosten der Krankenkassen von 7,3 Mrd. € auf über 9,3 Mrd. € gestiegen. Das ist ein Anstieg der Bürokratielasten um mehr als 25 Prozent. Gemessen daran bringt der Anstieg der medizinischen Leistungen unserer Krankenhäuser den Menschen wirkliche Vorteile."

 

Anbieter

Logo:

Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG)

Wegelystr. 3
10623 Berlin
Deutschland

Kontakt zum Anbieter







Meist gelesen

Photo

Prof. Dr. iur. Christian Höftberger ist neues KfH-Vorstandsmitglied

Das Präsidium des gemeinnützigen KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. hat Prof. Dr. iur. Christian Höftberger mit Wirkung zum 1. Oktober 2025 in den Vorstand berufen. Zum 1. April 2026 wird er die Position des Vorstandsvorsitzenden von Prof. Dr. med. Dieter Bach übernehmen, der nach 13 Jahren in den Ruhestand tritt und sich neuen Aufgaben widmen wird.