Dr. Thorsten Hagemann ist jetzt Chefarzt
Die Zentrale Notaufnahme (ZNA) des Dammer Krankenhauses hat sich zuletzt deutlich weiterentwickelt. Deshalb wird sie nun als eigenständige Abteilung mit einem eigenen ärztlichen Team geführt. Dr. Thorsten Hagemann leitet die ZNA jetzt in chefärztlicher Funktion.

Der erfahrene Mediziner ist Facharzt für Innere Medizin mit der Zusatzweiterbildung Klinische Akut- und Notfallmedizin. Dr. Hagemann ist langjährig als Leitender Notarzt im Landkreis Vechta tätig. Zudem ist er Facharzt für Hämatologie und Onkologie sowie Palliativmedizin.
Dr. Hagemann ist bereits seit 2018 am Dammer Krankenhaus. Er hat die Zentrale Notaufnahme in den vergangenen Jahren maßgeblich aufgebaut und gestaltet.
Zudem gehören zum Team der ZNA Oberärztin Juliana Proca (Fachärztin für Innere Medizin, stellvertretende Ärztliche Leitung der Zentralen Notaufnahme), Nadja Langlitz (Fachärztin für Chirurgie), Oberarzt Patrick Stark (Facharzt für Neurologie) und Dr. Kathrin Schnieder (Fachärztin für Anästhesie, Notfallmedizin), Ärztliche Leiterin des Rettungshubschraubers Christoph Europa 2 der ADAC-Luftrettung in Rheine. Sie ist Oberärztin in der ZNA des Krankenhauses in Damme und befindet sich zurzeit in der Weiterbildung zur Klinischen Akut- und Notfallmedizinerin in der Abteilung von Dr. Hagemann.
Die interdisziplinäre ZNA unter der pflegerischen Leitung von Katrin Kockmann sieht eine stetige Zunahme der Patientenzahl (rund 25.000 Kontakte für 2026 prognostiziert) - auch aufgrund der politisch bedingten Wandlung der gesundheitlichen Versorgung in der Region. Angesichts der wachsenden Herausforderungen in der regionalen Versorgung der Patienten sei der ZNA-Neubau (Abschluss 2029) in Damme ein wesentlicher Schritt, so Chefarzt Dr. Hagemann.
„Wir heißen Dr. Hagemann in seiner neuen Funktion als Chefarzt herzlich willkommen und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit", sagt Geschäftsführer Michael gr. Hackmann.
Die Zentrale Notaufnahme im Krankenhaus St. Elisabeth ist die erste Anlaufstelle, wenn Patienten schnelle und effiziente medizinische Hilfe benötigen. An 365 Tagen im Jahr steht hier rund um die Uhr ein qualifiziertes, interdisziplinäres 50-köpfiges Fachkräfte-Team bereit, um bei allen akuten Notfällen die bestmögliche Erstversorgung zu leisten. Die ZNA hat zuletzt 23.130 Patientenkontakte pro Jahr, das entspricht durchschnittlich 65 Patienten pro Tag oder etwa 450 pro Woche.
Patienten profitieren von einem strukturierten, modernen Ersteinschätzungssystem, das eine vorrangige Versorgung von Patienten mit lebensbedrohlichen Verletzungen oder Erkrankungen gewährleistet.
Denn gerade in medizinischen Notlagen ist es wichtig, schnell und kompetent fachmedizinische Hilfe zu bekommen. Die ZNA übernimmt die Erstversorgung und arbeitet eng mit den verschiedenen medizinischen Fachabteilungen zusammen. Eingebunden sind die Innere Medizin und Gastroenterologie, Kardiologie, Neurologie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Unfallchirurgie, Orthopädie, Wirbelsäulenchirurgie sowie die Gynäkologie und Geburtshilfe. Für eine zuverlässige Diagnostik kommen moderne Untersuchungsmethoden wie Sonografie, Röntgen oder Computertomografie zum Einsatz, die rund um die Uhr zur Verfügung stehen.
Pluspunkte sind das Herzkatheterlabor und die Thrombektomie die auf dem neusten technischen Standard sind und eine präzise Diagnostik erlauben.
Herzinfarkt und Schlaganfall zählen zu den Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die weltweit die häufigsten Krankheiten und Todesursache sind. In Deutschland treten jährlich 280.000 Herzinfarkte und 270.000 Schlaganfälle auf. Zur Akutbehandlung des Herzinfarktes steht das leistungsfähige Herzkatheterlabor zur Verfügung.
Die akute Versorgung bei einem Schlaganfall umfasst eine sofortige Diagnostik und Behandlung: Die Thrombektomie ist dabei ein zentrales Element der akuten Schlaganfallbehandlung und wird ebenfalls im Krankenhaus Damme durch interventionelle Neuroradiologen vorgenommen.
Ein weiterer Vorteil ist die enge Vernetzung und Kooperation mit den anderen Kliniken der Schwester-Euthymia-Stiftung sowie mit weiteren Fachkliniken in der Region.
Nach der Aufnahme des Notfallpatienten in der ZNA findet umgehend eine Ersteinschätzung statt. Anschließend werden die Personalien aufgenommen. Es folgt die Erstuntersuchung und medizinische Versorgung durch den diensthabenden Arzt. Sobald alle Laborwerte und Befunde von eventuell durchgeführten Untersuchungen wie zum Beispiel Röntgen, Sonografie vorliegen, wird die Diagnose erstellt und die individuelle Therapie eingeleitet. Je nach Art und Schwere des Notfalls erfolgt die Weiterversorgung auf der Intensivstation oder auf der Beobachtungsstation, die der Zentralen Notaufnahme angeschlossen ist. Für die Weiterbehandlung ist außerdem eine stationäre Aufnahme in der zuständigen Fachabteilung möglich. Dann wird die Patientenversorgung in den medizinischen Kliniken der Innere Medizin, Neurologie, Chirurgie, Unfallchirurgie, Orthopädie oder Gynäkologie übernommen. In vielen Fällen reicht auch eine ambulante Diagnostik und Behandlung aus.
Für die Zentrale Notaufnahme wird entsprechend ihres Zuwachses zurzeit ein Neubau errichtet. Dadurch soll die Notfallversorgung im südlichen Landkreis Vechta und darüber hinaus weiter optimiert werden. Die neue ZNA wird optimale Abläufe für die Liegendzufahrt sowie für ambulante Notfälle ermöglichen.
Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi betonte anlässlich der Förderzusage durch das Land Niedersachsen: „Jeder und jede möchte in einer Akutsituation schnelle und gute Hilfe bekommen. Der geplante Neubau der Zentralen Notaufnahme am Krankenhaus St. Elisabeth in Damme sichert für die Menschen im südlichen Landkreis Vechta und darüber hinaus weiterhin eine verlässliche Versorgung in akuten Notlagen. Die Förderung des Landes ist gut investiertes Geld. Die Voraussetzungen, die geschaffen werden für eine effiziente und qualitätsvolle Behandlung im Notfall, die Leben retten kann, sind uns ein wichtiges Anliegen.“
Somit wird in Damme nun eine der modernsten Notaufnahmen Niedersachsens mit fast komplett digitalisierten Abläufen entstehen. „Das ist ein deutliches Zeichen für unser Haus und unterstreicht den Stellenwert unseres Leistungsangebots für die Region“, sagte Geschäftsführer Michael gr. Hackmann.










