22.06.2026 • News

Ein Leben für die Onkologie: Prof. Klaus Höffken erhält Preis der Deutschen Krebsgesellschaft

Prof. Dr. med. Klaus Höffken, Onkologe und medizinischer Hämatologe, wurde für seine herausragenden Verdienste in der Onkologie mit dem Ernst-von-Leyden-Preis der Deutschen Krebsgesellschaft für ein Lebenswerk ausgezeichnet.

Prof. Dr. med. Klaus Höffken bei der Preisverleihung
Prof. Dr. med. Klaus Höffken bei der Preisverleihung
© Peter-Paul Weiler

In seiner klinischen und wissenschaftlichen Karriere beschäftigte er sich unter anderem mit der Therapie des Mammakarzinoms, mit der Diagnose und Therapie von Leukämien und malignen Lymphknotenerkrankungen, der Immunologie von Tumorerkrankungen und Krebsvorsorge. Er war von 1994 bis 2023 Chief Editor der Zeitschrift „Journal of Cancer Research and Clinical Oncology“ und von 1994 bis 2024 federführender Herausgeber der Zeitschrift „Die Onkologie“.

In Thüringen prägte Höffken ab 1992 als Direktor der Klinik für Hämatologie und Onkologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena die Versorgungslandschaft für Krebsbetroffene nachhaltig. Unter seiner Leitung entstand die erste Station für Knochenmarktransplantation in den neuen Bundesländern und das Universitätsklinikum Jena wurde als erste Universitätsklinik Thüringens durch die Deutsche Krebsgesellschaft als Onkologisches Zentrum zertifiziert. Von 2014 bis 2017 setzte Höffken sich als hauptamtlicher Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Düsseldorf für die Verbesserung onkologischer Strukturen ein.

Um Versorgungstrukturen für Krebspatient*innen nachhaltig zu verbessern, engagierte Höffken sich auch in zahlreichen regionalen, nationalen und internationalen Fachgesellschaften, darunter die Thüringische Krebsgesellschaft, deren Vorsitzender er war, die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie und die Union for International Cancer Control. Zudem wurde er in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina berufen. In der Deutschen Krebsgesellschaft, deren Präsident er von 2002 bis 2004 war, machte er sich besonders um die Initiierung der Qualitätssicherung und Zertifizierung onkologischer Zentren verdient.

Höffkens jahrelanges Engagement für Krebsbetroffene und die Onkologie prägen die Krebsversorgung bis heute. Dafür wurde er nun mit dem Ernst-von-Leyden-Preis der Deutschen Krebsgesellschaft für ein Lebenswerk geehrt.

Über den Ernst-von-Leyden-Preis

Der Ernst-von-Leyden-Preis der Deutschen Krebsgesellschaft für ein Lebenswerk wurde erstmals 2025 vergeben. Der Namensgeber Ernst von Leyden war im Jahr 1900 Mitbegründer und erster Vorsitzender des Comité für Krebssammelforschung, die Vorläuferin der Deutschen Krebsgesellschaft. Der Preis ehrt Menschen, die sich in besonderem Maße für die Ziele der Deutschen Krebsgesellschaft verdient gemacht, das Wissen um onkologische Erkrankungen, ihre Diagnose und Behandlung verbessert und die Rahmenbedingungen und Strukturen der onkologischen Versorgung in Deutschland gestärkt haben.

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