25.03.2026 • News

Herzkranz-Gefäßverengungen ohne Kathetereinsatz erkennen

Eine neue Ära in der Diagnostik der Herzkranzgefäße hat begonnen: Das St. Marienhospital Vechta ist das erste Krankenhaus in Deutschland, das hierbei auf ein neues System (FFRAngio) setzt.

Die Teams Herzkatheterlabor und Cathworks im St. Marienhospital Vechta freuen...
Die Teams Herzkatheterlabor und Cathworks im St. Marienhospital Vechta freuen sich über die Innovation.
© St. Marienhospital

Das System kommt ohne das Einführen eines Katheters sowie ohne Kontrastmittelgabe aus und mindert damit zum einen das Risiko von Komplikationen, zum anderen erhöht das neue System die Präzision der Diagnostik.

Das ist möglich durch die Unterstützung von Künstlicher Intelligenz. Diese kann aus routinemäßig durchgeführten Koronarangiogrammen (Bilddaten der Herzkranzgefäße) den Blutfluss in den Koronararterien präzise bestimmen.

Dabei erstellt die Software ein detailliertes dreidimensionales Modell des gesamten Herzkranzgefäßsystems und berechnet den Blutflusswiderstand entlang jedes einzelnen Gefäßsegments.

Durch den Vergleich der Widerstände in gesunden und erkrankten Gefäßabschnitten liefert das System Werte für jeden Punkt des Herzkranzgefäßsystems. Diese ermöglichen eine umfassende funktionelle Beurteilung von Verengungen der Herzkranzgefäße – und das auf Basis bereits vorhandener Angiographie-Bilddaten, ohne zusätzliche invasive Katheter-Druckdrahtmessungen.

„Für die Patienten bedeutet dieses eine noch präzisere Diagnostik und es optimiert die Abläufe im Herzkatheterlabor“, so Chefarzt Dr. Achim Gutersohn: „Ärzte erhalten eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die weitere Therapieplanung, insbesondere bei der Frage, ob eine Gefäßverengung interventionell behandelt werden sollte oder nicht.“

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