16.04.2026 • Anzeige • News

S-ICD: Effiziente Versorgung in der Kardiologie

Das S-ICD-System vereint Effizienz mit hoher Versorgungsgüte und schützt wirksam vor dem plötzlichen Herztod.

Ein transvenös implantierbarer Defibrillator (ICD) besteht aus einem kleinen...
Ein transvenös implantierbarer Defibrillator (ICD) besteht aus einem kleinen Gerät, das Batterie und einen Minicomputer beherbergt, und einer Elektrode zur Weiterleitung elektrischer Signale. Der transvenöse ICD wird unterhalb des Schlüsselbeins implantiert, die Elektrode wird durch ein Blutgefäß direkt im Herz platziert
© Boston Scientific Medizintechnik GmbH

Um die Erwartungen an Prozessoptimierung und Versorgungsqualität zu erfüllen, sind technologische Vorreiter unabdingbar. Das subkutane Defibrillator-System (S-ICD) ist ein gutes Beispiel. Dieses vollständig extrathorakale System geht neue Wege, in dem es die klassischen Herausforderungen von implantierbaren Defibrillator-Systemen adressiert.

Über Jahrzehnte waren transvenöse ICD-Systeme (TV-ICD) die einzige implantierbare Lösung für die Herausforderung plötzlicher Herztod. Wenn das Herz aus dem Takt gerät, zählt jede Sekunde. TV-ICDs bringen jedoch auch Limitierungen mit sich. Beim Platzieren von Sonden im Gefäßsystem und direkt im Herzen können mögliche Komplikationen wie Infektionen, Pneumothorax oder langfristig Sondenbrüche nicht ganz ausgeschlossen werden.

Schutz außerhalb des Herzens

Das EMBLEM S-ICD System (Subkutaner Implantierbarer Kardioverter-Defibrillator) von Boston Scientific verfolgt einen anderen Ansatz. Es wird unter der Haut und außerhalb des Brustkorbs implantiert; die Elektrode wird subkutan entlang des Sternums platziert, während das Aggregat in der mittleren bis hinteren axillären Linie intermuskulär eingesetzt wird. Damit bleiben Herz und Gefäßsystem unberührt. Die Vorteile sind messbar: Systemische Infektionsrisiken werden reduziert.

Für Kliniken ist dies ein effektiver Beitrag zum Risikomanagement. Da Herz und Blutgefäße unberührt bleiben, können schwerwiegende Komplikationen wie ein Pneumothorax, Perforationen oder eine Endokarditis reduziert werden. Aktuelle Daten zeigen zudem, dass das Risiko für eine Verschlechterung der Trikuspidalklappen-Insuffizienz beim S-ICD um das Siebenfache geringer ist als bei transvenösen Systemen.

Komplikationen als Kosten- und Effizienzfaktor

Auch auf rein ökonomischer Ebene kann dies ein Vorteil sein. Nach einer US-amerikanischen Studie kann die Behandlung einer schweren Infektion nach einer ICD-Implantation Kosten von durchschnittlich 56.000 USD verursachen. Studien wie die PRAETORIAN- und ATLAS-Trials belegen zudem, dass Komplikationen mit Elektroden beim S-ICD signifikant seltener auftreten. Nach acht Jahren liegt die Rate schwerer elektrodenassoziierter Probleme beim S-ICD um 71 % niedriger als bei TV-ICDs.

Workflow und Kostenerstattung

Die Implantation des S-ICD Systems folgt einem standardisierten Prozess. Das Screening der Patienten auf ihre Eignung für die S-ICD Therapie ist nicht-invasiv. Die Dauer des Eingriffs ist vergleichbar mit der einer Implantation eines TV-ICD Systems.

Die S-ICD Neuimplantation ist im DRG-System über die aDRG F01 C abgebildet, OPS Kode 5-377.j0 –Defbrillator mit subkutaner Elektrode. Eine Hybrid DRG für S-CD Neuimplantationen gibt es -im Unterschied zu transvenösen ICDs- bislang nicht.

Investition in die Zukunft: Das modulare CRM-System

Ein strategischer Vorteil für die Zukunft entsteht durch den Faktor Modularität: Der EMBLEM S-ICD von Boston Scientific ist bereits heute gerüstet für das modulare CRM-System (mCRM). Dann können auch Patienten, die zusätzlich zur ICD-Therapie eine Stimulationstherapie benötigen und für die heute nur ein TV-ICD in Frage kommt, ebenfalls von einem S-ICD System profitieren. Bei dem modularen Therapie Ansatz wird das S-ICD-System mit einem elektrodenlosen Leadless-Pacemaker von Boston Scientific kombiniert. Beide Geräte kommunizieren drahtlos miteinander. Diese Flexibilität ermöglicht eine personalisierte Therapie, da der Leadless-Pacemaker bei Indikation für eine Schrittmachertherapie jederzeit nachgerüstet werden kann.

Der S-ICD als Beispiel für innovative Medizin

Das EMBLEM S-ICD System liefert Antworten auf die Fragen einer vorwärtsgewandten Kardiologie. Es bietet Schutz vor dem plötzlichen Herztod, ausgelöst durch Herzkammerflimmern, aber eben mit weniger schwerwiegenden Komplikationen. Das S-ICD System wurde 2012 in den Markt eingeführt und wird stetig weiterentwickelt. Bislang haben weltweit über 168.000 Patienten von dem EMBLEM S-ICD System profitiert, das entwickelt wurde, um vor dem Risiko eines plötzlichen Herztodes zu schützten und gleichzeitig die Risiken transvenöser Elektroden reduziert.

 

Diese Medizinprodukte sind nicht zur Anwendung durch Laien vorgesehen und dürfen nur an Fachkreisangehörige oder auf Grundlage einer ärztlichen Verordnung abgegeben werden. Darstellung nur zu Informationszwecken. mCRM und Leadless Pacemaker von Boston Scientific befinden sich in der Entwicklung und haben noch keine CE-Zulassung. CRM- 2462201-AA. 2026 Boston Scientific Corporation oder deren Tochterunternehmen. 

Anbieter

Boston Scientific GmbH

Daniel-Goldbach-Str. 17-27
40880 Ratingen
Deutschland

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