Integrierte KI - Dedalus und Corti läuten europaweit den Einsatz agentischer EHR-Systeme ein
Dedalus integriert agentische KI auf Basis von Corti in ORBIS. Damit entwickelt sich die elektronische Patientenakte von einem Dokumentationssystem zu einer tief integrierten Lösung, die Aufgaben ausführt. Das verschafft dem medizinischen Personal mehr Zeit für Patienten.

Corti, ein führender europäischer Anbieter für KI im Gesundheitswesen, hat heute die Erweiterung seiner strategischen Partnerschaft mit Dedalus bekannt gegeben. Dedalus ist ein weltweit führender Anbieter von IT-Lösungen für das Gesundheitswesen und die Diagnostik. Gemeinsam wollen die Unternehmen europaweit fortschrittliche agentische KI-Funktionen in Systeme für elektronische Patientenakten (Electronic Health Records, EHR) integrieren. Im Mittelpunkt der erweiterten Partnerschaft steht ORBIS Buddy, eine vollständig agentische Funktionsebene für das EHR-System ORBIS von Dedalus. Sie basiert auf dem Corti Agentic Framework und Sprachtechnologien von Corti. Durch diese Partnerschaft entwickelt sich das ORBIS-EHR-System über die Informationsverwaltung hinaus zu einer tief integrierten KI-gestützten Arbeitsplattform. Medizinisches Personal steuert das System in natürlicher Sprache per Sprach- oder Texteingabe. KI-Agenten führen dabei die Aufgaben innerhalb der Patientenakte aus.
Elektronische Patientenakten bündeln das gesamte klinische Bild, von der Krankengeschichte und Medikation bis zu Untersuchungsergebnissen, Notizen, ärztlichen Anordnungen, Warnmeldungen und Aufgaben. Der Zugriff auf diese Informationen und deren praktische Umsetzung erfordern jedoch häufig das Navigieren durch zahlreiche Module, Ansichten und Formulare. Dadurch verbringt das medizinische Personal viel Zeit mit der Bedienung von Software statt mit der Patientenversorgung.
Dedalus hat Buddy gemeinsam mit Corti entwickelt, um dieser Herausforderung zu begegnen. Dabei wird der KI-Einsatz von der Dokumentation und dem Informationsmanagement auf die agentische Unterstützung von Arbeitsabläufen ausgeweitet. Buddy ergänzt ORBIS als übergeordnete KI-Funktionsebene. Dies ist der Beginn einer umfassenderen Vision für die Zukunft klinischer Arbeitsabläufe. Künftig wird das medizinische Personal einfach aussprechen, was es benötigt, und Buddy übernimmt die Navigation, vom Abruf der Krankengeschichte bis zur Vorbereitung von Anordnungen. Integrierte Prüfmechanismen stellen dabei die menschliche Kontrolle sicher und verschaffen Ärzten mehr Zeit für ihre Patienten und deren Versorgung.
ORBIS behält seinen vollen Funktionsumfang, während die Bedienung für das medizinische Personal einfacher und schneller wird. Dedalus wird ORBIS Buddy zunächst in der DACH-Region einführen, anschließend folgen weitere europäische Länder. Schon in der frühen Anwendungsphase unterstützt Buddy das medizinische Personal dabei, schneller auf Patienteninformationen zuzugreifen. Zudem ermöglicht Buddy die Interaktion mit ORBIS über natürliche Sprache. Dadurch verringert sich der sonst erforderliche Navigationsaufwand über mehrere Bildschirmansichten und Module hinweg. Buddy unterstützt außerdem die Erstellung strukturierter klinischer Dokumentation und schreibt Informationen bei Bedarf in das System zurück. Das trägt dazu bei, den Verwaltungsaufwand zu verringern, während das medizinische Personal die Kontrolle über jeden Eintrag behält. Ein besonderer Vorteil liegt in der Kombination verschiedener KI-Technologien, die je nach Szenario zur administrativen Entlastung beitragen. Beispielsweise kann ein Arzt während eines Patientengesprächs die automatische Gesprächserfassung aktivieren und Buddy zugleich Fragen stellen. So kann er sich im Gespräch etwa bestimmte Leitlinien oder Laborergebnisse in Erinnerung rufen lassen.
Da Buddy direkt in ORBIS integriert ist, wird jede Aktion validiert und ist überprüfbar sowie nachvollziehbar. Dies gewährleistet die im Gesundheitswesen erforderliche Governance und Zuverlässigkeit. Hinter dieser einfachen Bedienung steht ein für den Produktivbetrieb ausgelegtes Multi-Agenten-System auf Basis des Corti Agentic Framework. Es besteht aus gezielt konfigurierten Agenten, die klinische Arbeitsabläufe verstehen und die für die Krankenhausversorgung erforderliche klinische Robustheit aufweisen.
Jede Agentenaktion wird validiert, unterliegt Governance-Vorgaben und wird protokolliert. Cortis für den klinischen Einsatz geeignete Spracherkennungs-Technologie ermöglicht die vorrangige Bedienung per Sprache. Das gilt sowohl für das Diktieren an Buddy als auch für die automatische Erfassung von Patientengesprächen. Ein zentraler Orchestrator koordiniert spezialisierte KI-Agenten und verbindet sie über offene Protokolle. Jeder Agent übernimmt Aufgaben in einem bestimmten Bereich von ORBIS oder greift auf eine externe klinische Wissensquelle zu. Dazu zählen Thieme und Elsevier. Durch die direkte Integration in ORBIS wird jede Aktion unmittelbar im Versorgungskontext wirksam, und das medizinische Personal bestätigt jeden Schritt.
ORBIS Buddy bietet eine standardisierte Funktionsebene für klinische Arbeitsabläufe. Sie ermöglicht die Interaktion in natürlicher Sprache, den kontextbezogenen Informationsabruf, die Ausführung von Arbeitsschritten und das Zurückschreiben in die Patientenakte. Governance, Monitoring und Analysen sind integriert.
„ORBIS wurde schon immer gemeinsam mit dem medizinischen Personal und für dessen Bedürfnisse entwickelt. Mit Buddy können Kliniker den vollen Funktionsumfang von ORBIS über eine einzige, einfach bedienbare Oberfläche nutzen. Die Partnerschaft mit Corti bietet uns ein agentisches Framework für den Produktivbetrieb. Außerdem erhalten wir die erforderlichen Funktionen für Governance, Compliance und die Nachverfolgung der Datenherkunft. Damit können wir in unserem gesamten Krankenhausnetzwerk ein hochwertiges Produkt bereitstellen“, sagt Siobhan McMahon, Direktorin für KI und Transformation bei Dedalus.
Die Zusammenarbeit begann mit dem ORBIS Speech Assistant, dessen Schwerpunkt auf der automatischen Dokumentation von Patientengesprächen lag. Seither hat sie sich zu einer umfassenderen europäischen Partnerschaft für agentische KI entwickelt, unterstützt durch Corti ADVANCE. Dieses Angebot zur Implementierung für strategische Kunden verbindet im Produktivbetrieb validierte Agentenmuster und die API-Plattform von Corti mit der Unterstützung durch Ingenieure, die eng mit den Kundenteams zusammenarbeiten. Dadurch können strategische Partner wie Dedalus dem von ihnen betreuten medizinischen Personal schneller KI auf klinischem Niveau bereitstellen.
Hinter ORBIS Buddy steht Cortis souveräne KI-Infrastruktur, entwickelt für stark regulierte Umgebungen, in denen Zuverlässigkeit unerlässlich ist. Im Rahmen einer engen Zusammenarbeit mit NVIDIA läuft Cortis Inferenz-Stack auf NVIDIA-GPUs und dem Triton Inference Server. Er ermöglicht den Betrieb komplexer Multi-Agenten-Systeme in Echtzeit. Derselbe Stack betreibt auch Cortis neueste Modelle, die auf offenen Modellen basieren und über eine OpenAI-kompatible API angeboten werden. Organisationen erhalten damit KI-Fähigkeiten und Leistung auf dem Niveau führender KI-Modelle. Dabei behalten sie die volle Kontrolle darüber, wie und wo ihre KI ausgeführt wird. Das Whitepaper stellt die Benchmarks und Evaluierungen vor, die führende KI-Modelle mit Cortis Agenten auf Basis offener Modelle vergleichen.
„Jeder EHR-Anbieter weltweit fragt sich, wie er sein System um agentische Funktionen erweitern kann, ohne die Kontrolle zu verlieren. Dedalus beantwortet diese Frage im Kern seiner zentralen Plattform. Wenn Agenten unter klarer Governance auf ein leistungsfähiges EHR-System treffen, entsteht tief integrierte KI. Ihr kann das medizinische Personal unmittelbar bei der Patientenversorgung vertrauen“, sagt Lars Maaløe, Mitgründer und CTO von Corti.
Die Botschaft an den Markt ist klar. Die nächste Generation elektronischer Patientenakten ist agentisch. Dedalus zeigt mit ORBIS, wie das in der Praxis aussieht: ein EHR-System, das das medizinische Personal bei jedem Versorgungsschritt unterstützt. So verbringen Ärzte weniger Zeit vor Bildschirmen und mehr Zeit mit ihren Patienten.










