21.01.2026 • News

Marburger Bund verurteilt Gewalttaten und Massaker des iranischen Regimes

Der Marburger Bund verurteilt die Gewalt gegen Protestierende durch iranische Sicherheitskräfte aufs Schärfste. Mit großer Sorge sieht Europas größter Ärzteverband zudem Hinweise auf gezielte Übergriffe in und an medizinischen Einrichtungen. Diese Angriffe treffen verletzte Menschen und diejenigen, die ihnen helfen.

Dr. Susanne Johna, 1. Vorsitzende Marburger Bund
Dr. Susanne Johna, 1. Vorsitzende Marburger Bund
© Marburger Bund]

Berichte deuten darauf hin, dass Sicherheitskräfte Ärztinnen und Ärzte unter Druck setzen, verletzte Demonstrierende nicht zu behandeln. Es wird von Drohungen gegen medizinisches Personal berichtet und vom Eindringen in Krankenhäuser, um Patientinnen und Patienten festzunehmen. Auch der Einsatz von Gewalt in und um medizinische Einrichtungen gefährdet Patienten, Mitarbeitende und die Versorgung insgesamt.
 
„Wenn Sicherheitskräfte Ärztinnen und Ärzte einschüchtern, Patienten aus Krankenhäusern holen und medizinische Hilfe verhindern, dann ist das ein Angriff auf die Menschlichkeit. Krankenhäuser dürfen niemals als Instrumente der Unterdrückung missbraucht werden; sie sind Schutzräume, an denen Menschen Hilfe erhalten, unabhängig davon, wer sie sind oder warum sie verletzt wurden. Ärztinnen und Ärzte und andere Berufsangehörige dürfen nicht kriminalisiert werden, nur weil sie ihre berufliche Pflicht erfüllen“, erklärte Dr. Susanne Johna, 1. Vorsitzende des Marburger Bundes.
 
Die Ärztegewerkschaft erinnert daran, dass Krankenhäuser und Beschäftigte im Gesundheitswesen durch das internationale humanitäre Völkerrecht geschützt sind. Medizinische Einrichtungen dürfen nicht zu Werkzeugen staatlicher Kontrolle gemacht werden. Medizinische Neutralität und die Unabhängigkeit ärztlicher Arbeit sind nicht verhandelbar.
 
Der Marburger Bund fordert die iranischen Behörden auf, jede Einschüchterung von medizinischem Personal sofort zu beenden, den Schutz medizinischer Einrichtungen zu gewährleisten und die sichere Versorgung von Verletzten zu ermöglichen. Die internationale Gemeinschaft ist aufgerufen, diese schweren Verstöße nicht hinzunehmen und den Schutz von Patientinnen und Patienten sowie des medizinischen Personals konsequent einzufordern.

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