Mehrfache Auszeichnung für Brustkrebsforschung am UKSH
Forscher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) sind auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS) mehrfach ausgezeichnet worden.

Gewürdigt wurden das langjährige Engagement für Brustkrebsforschung und Patientenversorgung, Forschungsarbeiten zu neuen Behandlungsmöglichkeiten sowie mehrere wissenschaftliche Beiträge aus Kiel und Lübeck.
DGS-Innovationspreis
Prof. Dr. Nicolai Maass, Direktor der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Campus Kiel und seine Stellvertreterin Prof. Dr. Marion van Mackelenbergh wurden mit dem DGS-Innovationspreis „Junior meets Senior“ ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis zählt zu den hochrangigsten Auszeichnungen der DGS und würdigt ihr langjähriges wissenschaftliches und klinisches Engagement für die Brustkrebsmedizin. Beide haben Forschungsergebnisse in die Versorgung übertragen, klinische Studien vorangebracht, die Senologie in Deutschland mitgeprägt und ihr Wissen an nachfolgende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weitergegeben.
Erster Wissenschaftspreis der DGS
Dr. Anna-Christina Rambow, Oberärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Campus Kiel, erhielt den 1. Wissenschaftspreis der DGS. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis wurde ihr für eine Forschungsarbeit zu einem möglichen neuen Therapieansatz beim triple-negativen Brustkrebs verliehen. Diese Form von Brustkrebs gilt als besonders aggressiv und ist bislang nur begrenzt behandelbar. In der ausgezeichneten Arbeit untersuchte Dr. Rambow die Kombination der Wirkstoffe Palbociclib und Birinapant. In vorklinischen Untersuchungen zeigte die Kombination eine stärkere tumorhemmende Wirkung als die einzelnen Wirkstoffe allein. Die Ergebnisse liefern wichtige Hinweise für die Entwicklung neuer Behandlungsansätze.
Auch der Campus Lübeck war auf dem Kongress stark vertreten: Prof. Dr. Maggie Banys-Paluchowski leitete die Tagung als Co-Kongresspräsidentin. Zudem erhielt die Arbeitsgruppe Mamma Lübeck drei Posterpreise. Ausgezeichnet wurden Arbeiten von Dr. Meike Baur zu seltenem Brustdrüsenartigen Tumor der Vulva, von Lisbeth Hilmer zur genetischen Testung bei familiärem Brustkrebs und von Catharina Freier zur Behandlung des frühen HER2-positiven Brustkrebses.











