Nachhaltigkeitsziele bis 2030: CO₂-Reduktion, Kreislaufwirtschaft und wohngesunde Produkte
Unter dem Leitmotiv „we care / we act“ verfolgt der Anbieter Gerflor seit vielen Jahren eine konsequent nachhaltige Unternehmensstrategie.

Nun hat der Spezialist für elastische Boden- und Wandbeläge erneut konkrete Nachhaltigkeitsziele bis 2030 klar definiert und mit messbaren Zielen hinterlegt. Im Fokus stehen Klimaschutz, Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft, wohngesunde Produkte sowie soziale Verantwortung – im Einklang mit den Zielen der Science Based Targets Initiative (SBTi) und den UN Sustainable Development Goals.
CO₂-Reduktion in der Produktion
Gerflor hat sich das Ziel gesetzt, die CO₂-Emissionen in Scope 1, Scope 2 und Scope 3 bis 2030 um 30 % gegenüber 2019 zu senken. Damit bezieht das Unternehmen neben direkten Emissionen aus eigenen Produktionsprozessen und Emissionen aus eingekaufter Energie nun auch alle indirekten Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungs- und Lieferkette mit ein (Scope 3). Entsprechend setzt Gerflor gezielt auf materialeffiziente Produktkonzepte, Kreislaufwirtschaft und langfristige Lieferanten-Partnerschaften. Bereits heute werden die deutschen Produktionsstandorte zu 100 % mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt. Zusätzlich sind weltweit mehr als 72.000 m² Photovoltaik-Fläche zur Eigenstromerzeugung installiert – ein weiterer Ausbau ist vorgesehen.
Photovoltaik für die Eigenversorgung: An mehreren Standorten – zum Beispiel hier Delmenhorst – setzt Gerflor auf Solarstrom. Insgesamt wurden rund 72.000 m² PV-Fläche installiert.


Mehr biobasierte Materialien in den Bodenbelägen
Ein wesentlicher Hebel zur Reduzierung von Emissionen liegt in der Materialzusammensetzung der Produkte. Gerflor Boden- und Wandbeläge werden bis 2030 durchschnittlich zu 30 % aus recycelten Materialien bestehen. Ergänzend verfolgt das Unternehmen das Ziel, den Anteil biobasierter Rohstoffe auf über 15 % zu erhöhen. Neue Generationen ausgewählter Produktlinien – darunter Premium und Taraflex – bestehen bereits zu über 80 % aus recycelten, biobasierten oder mineralischen Bestandteilen. Klassenprimus DLW Linoleum wird sogar zu 98 % aus natürlichen Rohstoffen hergestellt. Parallel treibt Gerflor den Ausbau lose und ohne Klebstoff verlegbarer Systeme („Looselay“) voran. Lag ihr Anteil 2024 noch bei 38 % des Absatzvolumens, sollen es 2030 dann 45 % werden.
Recyclingmengen auf hohem Niveau
Ein zentraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie ist das Rücknahme- und Recyclingprogramm „Second Life“, das inzwischen in mehr als zehn Ländern etabliert ist. Ziel ist es, Bodenbeläge nach Ende ihrer Nutzungsdauer wieder in den Materialkreislauf zurückzuführen und hochwertige Rezyklate für neue Produkte zu gewinnen. Durch konsequentes Produktrecycling hat Gerflor bereits im Jahr 2025 über 60.000 Tonnen Material selbst recycelt oder Recyclingmaterial aus externen Quellen wieder in den Produktionskreislauf zurückgeführt. Bis 2030 sollen es 65.000 Tonnen sein. Im Rahmen dieser Strategie ist das Unternehmen 2025 in Deutschland vom Mitbetreiber zum alleinigen Eigentümer einer Recyclinganlage in Troisdorf geworden und stärkt damit seine internen Recyclingprozesse nochmals deutlich.
Wohngesunde und umweltgerechte Produkte
Als Hersteller PVC-basierter Bodenbeläge sieht Gerflor die Weiterentwicklung recyclingfähiger und emissionsarmer Materialsysteme als zentrale Aufgabe. Somit konzentriert sich das Unternehmen auf die Entwicklung von Bodenbelägen, die höchsten Anforderungen an Raumluftqualität, Materialgesundheit und Umweltverträglichkeit genügen. Alle Produkte unterschreiten die VOC-Grenzwerte – der gemessene TVOC-Wert beträgt standardmäßig unter 100 µg/m³, häufig aber sogar unter 10 µg/m³ und liegt damit weit unter den strengsten Vorschriften. Zudem sind alle Beläge REACH-konform, phthalatfrei, zu 100 % recycelbar und damit für bestehende Rücknahme- und Recyclingprozesse ausgelegt. Da für Planer und Bauherren die transparente Bewertung von Bauprodukten zunehmend an Bedeutung gewinnt, sind bereits heute für viele der Bodenbeläge aus dem aktuellen Sortiment Umweltproduktdeklarationen (EPD) verfügbar. Bis 2030 sollen 95 % des Umsatzes durch Produkte mit EPD abgedeckt sein.
Umfangreiches soziales Engagement im Unternehmen
Neben ökologischen Zielen übernimmt Gerflor auch soziale Verantwortung. Zum Beispiel werden in der Gerflor Akademie Mitarbeitende regelmäßig zu Themen wie Nachhaltigkeit, Lebenszyklusanalyse und Umweltdeklarationen weitergebildet. Ergänzend engagiert sich das Unternehmen in der Ausbildung von Fachkräften in seinen technischen Schulungszentren. Der Frauenanteil soll bis 2030 auf mindestens 30 % steigen.
Michael Stein, Geschäftsführer von Gerflor Deutschland, erklärt: „Nachhaltigkeit ist für uns kein Einzelprojekt, sondern ein fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Unsere Ziele bis 2030 geben eine klare Richtung vor – ökologisch, ökonomisch und sozial.“
Zur transparenten Dokumentation veröffentlicht Gerflor regelmäßig einen CSR-Report.
Weitere Informationen dazu und zur Nachhaltigkeit bei Gerflor

Meist gelesen

Sankt Katharinen-Krankenhaus, Frankfurt: neue Pflegedirektion
Der 36-jährige Anderson bringt umfassende Erfahrung aus der Pflegepraxis und der pflegerischen Leitung mit.

DMEA 2026 – Zukunft gestalten: Digital Health trifft Krankenhaus-Praxis
Vom 21. – 23. April 2026 kommen in Berlin Expert*innen, Aussteller und Top-Speaker zusammen.

Doppelspitze am Marienkrankenhaus Hamburg
Neue Leitung der Klinik für Kardiologie, Pneumologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin am Kath. Marienkrankenhaus Hamburg

Dr. Raphael Bocklage ist neuer Chefarzt am St. Marienhospital Vechta
Dr. Raphael Bocklage ist neuer Chefarzt am St. Marienhospital Vechta: Mit ihm gewinnt das Krankenhaus einen ausgewiesenen Experten für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Franziskus-Hospital Harderberg ausgezeichnet
Das Onkologische Zentrum Osnabrück am Franziskus-Hospital der Niels-Stensen-Kliniken ist von der Deutschen Krebsgesellschaft ausgezeichnet worden.





