Neuromuskuläres Zentrum in Halle erhält erneut DGM-Gütesiegel


Das Neuromuskuläre Zentrum Halle ist erneut mit dem Gütesiegel der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) ausgezeichnet worden. "Wir freuen uns, dass die Qualität unserer Arbeit weiterhin anerkannt wird", sagt Prof. Dr. Stephan Zierz, Direktor der Neurologischen Universitätsklinik Halle und Leiter des Neuromuskulären Zentrums, ein bundesweit anerkannter Experte auf dem Gebiet der Muskelerkrankungen (Myopathien).
Das von der DGM zertifizierte Neuromuskuläre Zentrum behandelt nicht nur Patienten aus Sachsen-Anhalt, sondern auf Grund der besonderen Expertise Erkrankte aus dem gesamten Bundesgebiet. Es zählt damit zu den größten Einrichtungen in Deutschland und verfügt in der Neurolgischen Universitätsklinik als eines der wenigen Zentren über ein eigenes Muskellabor, „Dort können die entnommenen Muskelproben umfassend untersucht werden", betont Prof. Dr. Marcus Deschauer, Sprecher des Neuromuskulären Zentrums in Halle. Aufgrund der vielen seltenen Ursachen von Muskelerkrankungen sind dabei sehr spezielle Untersuchungen notwendig. Es werden nicht nur Schnitte der Muskelproben unter dem Mikroskop analysiert, sondern auch biochemische Protein- und Enzymanalysen sowie molekulargenetische Untersuchungen vorgenommen.
Zu den behandelten Erkrankungen zählen beispielsweise Erkrankungen mit Muskelschwund (Muskeldystrophie, spinale Muskelatrophie und Amyotrophe Lateralsklerose), aber auch Erkrankungen durch Muskelentzündung (Myositis) oder Stoffwechselstörungen des Muskels (metabolische Myopathien). Viele neuromuskuläre Erkrankungen sind erblich bedingt. Dabei gibt es mehr als 200 Formen, die teilweise nur sehr selten auftreten und daher einer besonderen Behandlungskompetenz bedürfen.
Die DGM vergibt das Gütesiegel mit dem Ziel, bundesweit einheitliche Standards für die Diagnose, Behandlung und Versorgung von Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen auf einem qualitativ anerkannten Niveau sicher zu stellen. Dabei legt die Gesellschaft besonderen Wert auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit, da Muskelerkrankungen nicht nur Muskeln, sondern auch andere Organe wie Herz, Lunge und Augen betreffen können.
Regelmäßige ambulante Muskelsprechstunden von Neurologen und Neuropädiatern sowie stationäre Betten mit der Möglichkeit der intensivmedizinischen Betreuung einschließlich Beatmung gehören beispielsweise zu den DGM-Anforderungen. Die Fachbereiche der Neurologie, Neuropädiatrie, Kardiologie und Pulmologie müssen vertreten und eine humangenetische Beratung möglich sein. Zusätzlich gewünschte Fachbereiche sind die Orthopädie, Rheumatologie sowie eine Sozial- und Hilfsmittelberatung und eine beratende Physiotherapie.
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