15.07.2026 • News

Nicht nur Hitze, auch die Luftfeuchtigkeit belastet die Menschen

Schwüle im Sommer: Klimaanlagen noch wirtschaftlicher betreiben sowie Gesundheit und Komfort verbessern

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Prof. Christoph Kaup, Vorsitzender des FGK-Vorstands
© Nikola Krieger

Die Sommer in Deutschland werden heißer und feuchter. Während die hohen Temperaturen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen, ist es insbesondere die hohe Luftfeuchtigkeit, die Menschen körperlich belastet. Sie erschwert die natürliche Kühlung des Körpers und beeinträchtigt die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Zudem führt sie dazu, dass Klimaanlagen deutlich mehr Energie benötigen. Der Fachverband Gebäude-Klima e. V. (FGK) weist deshalb auf eine bislang wenig beachtete Lösung hin: die Entfeuchtungskälterückgewinnung (EKR). Diese innovative Technologie ermöglicht es, die Luft effizient zu entfeuchten und gleichzeitig den Energiebedarf von Klimaanlagen erheblich zu reduzieren. 

„An schwül-heißen Sommertagen entscheidet nicht allein die Raumtemperatur über das Wohlbefinden der Menschen. Erst die Kombination aus Kühlung und kontrollierter Entfeuchtung schafft ein behagliches und gesundes Raumklima“, erklärt Professor Christoph Kaup, Vorsitzender des FGK-Vorstands. Um der feuchten Luft Wasser zu entziehen, muss diese sehr stark abgekühlt werden. Anschließend wird sie wieder etwas erwärmt, damit es nicht zu kühl wird. Der Energieverbrauch für diesen Prozess lässt sich erheblich verringern: Eine Entfeuchtungskälterückgewinnung verwertet die erforderliche Energie mehrfach. Dadurch arbeitet die Klimaanlage effizienter und benötigt deutlich weniger Strom.

In vielen bestehenden Lüftungs- und Klimaanlagen kann die EKR nachgerüstet werden. Sie bietet also auch für Bestandsgebäude erhebliche Einsparpotenziale. Zu ihren Vorteilen zählen 

  • ein deutlich geringerer Energieverbrauch, 
  • niedrigere Betriebs- und Energiekosten, 
  • reduzierte CO₂-Emissionen, 
  • ein behagliches Raumklima auch an schwülen Sommertagen sowie 
  • das Vermeiden von Feuchte- und Hygieneschäden.

Gesunde Innenräume gewinnen an Bedeutung

Mit dem Klimawandel nehmen Hitzeperioden und hohe Luftfeuchtigkeit weiter zu. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an gesunde Innenräume. Die aktuelle europäische Gebäuderichtlinie (EPBD) stellt die Gesundheit, den Komfort und die Energieeffizienz von Gebäuden verstärkt in den Mittelpunkt. Moderne Klima- und Lüftungstechnik übernimmt dabei eine Schlüsselrolle, indem sie für angenehme Temperaturen sorgt und eine kontrollierte Luftfeuchtigkeit gewährleistet – ein entscheidender Faktor für Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit der Menschen.

Hohe Relevanz für Wirtschaft und öffentliche Gebäude

Insbesondere Bürogebäude, Krankenhäuser, Hotels, Einkaufszentren sowie Industrie- und Laborgebäude mit hohen Anforderungen an Temperatur und Luftfeuchtigkeit können von der Technologie profitieren. Durch die höhere Energieeffizienz verringert sie nicht nur die Betriebskosten, sie verbessert zudem die Nachhaltigkeit von Gebäuden und unterstützt Unternehmen dabei, ihre Klimaschutzziele zu erreichen. „Mit der Entfeuchtungskälterückgewinnung lassen sich Komfort, Energieeffizienz und Klimaschutz intelligent miteinander verbinden. Sie ist ein wichtiger Baustein für zukunftsfähige Gebäude in Zeiten des Klimawandels“, so Professor Kaup.

Anbieter

Fachverband Gebäude-Klima e. V.

Danziger Str. 20
74321 Bietigheim-Bissingen
Deutschland

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