28.05.2026 • Anzeige • News

Schlaganfallbehandlung mit Cone-Beam-CT-Perfusionsbildgebung

Cercare Medical und Siemens Healthineers gaben eine weltweite Zusammenarbeit bekannt, um die Einführung der Cone-Beam-CT-Perfusionsbildgebung (CBCT-P) in der Akutversorgung von Schlaganfällen voranzutreiben.

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Tmax Perfusionskarten: Links die Cone Beam CT Perfusion, rechts im Vergleich dazu die konventionelle CT Perfusion
© Mit freundlicher Genehmigung von Prof. Johannes Kaesmacher, Inselspital, Universitätsklinikum Bern, Schweiz

Dieses Verfahren ist in der Lage, den Blutfluss durch das Hirngewebe darzustellen und sichtbar zu machen, wie gut verschiedene Areale mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Cercare Medical Neurosuite (CMN), ein integriertes Portfolio fortschrittlicher, herstellerunabhängiger Bildgebungssoftwarelösungen für eine automatisierte, übergreifende Perfusionsanalyse, kann Daten aus Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) und Cone-Beam-CT verarbeiten. CBCT-P Daten werden auf Basis des Syngo DynaCT Multiphase Protokolls von Siemens Healthineers erzeugt, einem 3D-Aufnahmeprotokoll zur Erfassung von bis zu zehn CBCT-Angiographiephasen.

Die Kombination dieser beiden Lösungen ermöglicht eine fortschrittliche Perfusions- und Stoffwechselbildgebung direkt im Interventionsraum und unterstützt die Diagnose, Triage und Behandlung von Schlaganfällen, ohne dass Patient*innen vom Behandlungsraum zu einem diagnostischen Bildgebungssystem transferiert werden müssen. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, Arbeitsabläufe zu optimieren und die Zeit bis zum Behandlungsbeginn zu verkürzen, was ein entscheidender Faktor für den Therapieerfolg vor allem bei Schlaganfällen ist.

Schlaganfälle sind nach wie vor eine der häufigsten Ursachen für Todesfälle und Behinderungen weltweit. Etwa jede*r vierte Erwachsene erleidet im Laufe seines Lebens einen Schlaganfall. Da dabei jede Minute Millionen von Nervenzellen verloren gehen, ist eine schnelle und präzise Bildgebung für die Behandlungsentscheidung von entscheidender Bedeutung. Die Lösung ermöglicht eine unmittelbare Beurteilung der Gewebevitalität während und nach der Thrombektomie – einschließlich der Erkennung distaler Verschlüsse, mikrovaskulärer Störungen und des No-Reflow-Phänomens. Die CBCT-P-Bildgebung liefert mit Angiographiesystemen nahezu CT-ähnliche Perfusionskarten und bietet während der Intervention wichtige Erkenntnisse anhand konventioneller Perfusionsparameter und fortschrittlicher metabolischer Biomarker2.

Die wissenschaftlichen Grundlagen der Lösung wurden in enger Zusammenarbeit mit Prof. Dr. med. Johannes Kaesmacher vom Inselspital der Universität Bern erarbeitet. Zusätzliche Projekte laufen derzeit an drei weiteren führenden Krankenhäusern. „Man kann nur behandeln, was man sehen kann. Die CBCT-P-Bildgebung liefert entscheidende Erkenntnisse direkt im Interventionsraum, wo Standard-Bildgebungsverfahren wie CT oder MRT nicht sofort verfügbar sind“, so Prof. Kaesmacher. „Das erleichtert eine bildgestützte Entscheidungsfindung in Echtzeit in der akuten Behandlungsphase. Dazu gehört die Beurteilung von Restverschlüssen, No-Reflow-Phänomenen und Komplikationen sowie die Vorhersage der Lebensfähigkeit des Hirngewebes und des klinischen Ergebnisses.“

Henrik Andersen, Chief Commercial Officer bei Cercare Medical, sagte: „Diese Zusammenarbeit ermöglicht uns, die Nutzung der Perfusionsbildgebung weltweit auszuweiten. Mit unserer eigenständigen Cercare Medical Neurosuite eröffnen wir Möglichkeiten zum Einsatz einer reinen Perfusionsbildgebung und bieten gleichzeitig Schlaganfallzentren die Flexibilität, auf eine hochentwickelte Entscheidungshilfe direkt im Interventionsraum zurückzugreifen.“

Carsten Bertram, Leiter Advanced Therapies bei Siemens Healthineers, fügte hinzu: „Durch die Kombination der fortschrittlichen Perfusionssoftware von Cercare mit unserer Syngo DynaCT-Technologie bieten wir eine umfassende Lösung, die Kliniker bei der Versorgung ihrer Patienten über den gesamten Behandlungspfad hinweg unterstützt. Gemeinsam setzen wir einen neuen Standard in der interventionellen Schlaganfallversorgung.“

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