Start-up für Hygienetechnologie wächst weiter: Bayern Kapital investiert erneut in TriOptoTec



Bayern Kapital hat mit seinem Innovationsfonds EFRE im Rahmen einer Serie-C-Finanzierungsrunde in insgesamt siebenstelliger Höhe erneut in das Start-up TriOptoTec investiert.
Die signifikant gestiegene Nachfrage nach Dyphox-Produkten, der innovativen Hygienetechnologie von TriOptoTec, machen bei dem erfolgreichen Regensburger Unternehmen einen raschen Ausbau der Produktionskapazitäten erforderlich. Neben Bayern Kapital haben auch die bestehenden Investoren CD-Venture sowie mehrere Business Angels ihre Engagements bekräftigt. Das Investorenkonsortium hatte sich bereits im Jahr 2017 an der Serie-A-Runde sowie an der Ende vergangenen Jahres abgeschlossenen Serie-B-Runde beteiligt.
Das Biotech-Unternehmen TriOptoTec hat eine innovative Technologie namens Dyphox entwickelt, mit der eine Vielzahl von Oberflächen dauerhaft entkeimt werden können. Dyphox wird als klare, lackartige Universalbeschichtung und als Additiv zur antimikrobiellen Ausstattung von Lacken, Drucklacken und Wandfarben angeboten. Während die Serie-B-Finanzierungsrunde Ende vergangenen Jahres hauptsächlich dem Ausbau von Marketingaktivitäten und Vertriebskanälen diente, sollen die Mittel der nun abgeschlossenen Serie-C-Finanzierungsrunde aufgrund der signifikant gestiegenen Nachfrage nach Dyphox vor allem in den Ausbau der Produktionskapazitäten fließen.
Ergänzend zum Einsatz der klassischen Desinfektionsmittel wirkt Dyphox sowohl gegen Bakterien und Viren als auch gegen Pilze und deren Sporen. Für die Technologie hält das Start-up, eine Ausgründung aus dem Universitätsklinikum Regensburg (UKR), aktuell sieben Patente. Die Wirkweise: Dyphox enthält einen sogenannten Photokatalysator, der die Energie von sichtbarem Licht (natürlich oder künstlich) auf den umgebenden Sauerstoff überträgt. Aktivierter Sauerstoff entsteht. Dieser zerstört Mikroorganismen schnell und effektiv, was deren Zahl auf Oberflächen um bis zu 99,999 Prozent reduzieren kann und somit einen dauerhaften, wirkungsvollen Schutz gegen Infektionen bietet. Das Verfahren ist für Menschen vollkommen unschädlich. Die Wirksamkeit von Dyphox wurde in einer aktuellen Studie am UKR sowie am Caritas-Krankenhaus St. Josef in Regensburg getestet. Die Ergebnisse wurden schließlich in der international renommierten Fachzeitschrift Journal of Hospital Infection publiziert.
Ursprünglich für Krankenhäuser und den Kampf gegen multiresiste Keime entwickelt, erschließt das Start-up mehr und mehr Anwendungsbereiche für seine Technologie. Jüngst wurden viele öffentliche Verkehrsflächen im BioPark Regensburg mit Dyphox ausgestattet. Langfristig sind die Verwendung im öffentlichen Bereich (Treppengeländer, öffentliche Verkehrsmittel wie Flugzeuge, Busse oder U-Bahnen, öffentliche Toiletten) und der Industrie (Produktionsanlagen) sowie in der Hygienekette von Lebensmitteln (Verpackungen) denkbar.
Xaver Auer, Geschäftsführer von TriOptoTec sagt: „Multiresistente Keime und Schmierinfektionen sind ein großes Problem, nicht nur im gesamten Gesundheitsbereich, sondern zunehmend auch im öffentlichen Zusammenleben. Wir sind überzeugt, dass unsere Technologie entscheidend dabei helfen kann, die Lücken in Hygieneketten zu schließen und dadurch viele Infektionen zu vermeiden. Wir haben unser Produkt in den vergangenen Jahren erfolgreich zur Marktreife entwickelt und die Wirksamkeit nachgewiesen. Nun gilt es, durch den Ausbau der Produktionskapazitäten dem massiv gestiegen Marktbedarf Rechnung zu tragen. Unsere Investoren sind uns dabei eine große Hilfe.“
Dr. Georg Ried, Geschäftsführer von Bayern Kapital, sagt: „Von Anfang an war klar, dass die innovative Technologie von TriOptoTec ein alltägliches Problem in Krankenhäusern adressiert und bereits dadurch enormes Marktpotential hat. Aufgrund der aktuell stark gestiegenen Nachfrage ist jetzt ein besonders günstiger und notwendiger Zeitpunkt, in den Ausbau der Produktionskapazitäten von TriOptoTec zu investieren. Denn auch in vielen anderen Bereichen – von Oberflächen in öffentlichen Verkehrsmitteln und Einrichtungen über die Anwendung in der Industrie bis hin zu Lebensmittelverpackungen – kann die Technologie aus Regensburg angewendet werden und dabei unterstützen, die Gesundheit der Menschen schützen.“
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