Strahlungsfreie 3D-Navigation im Gefäßsystem
Die Uniklinik Köln führt als erste Einrichtung in Deutschland ein neuartiges 3D-Navigationssystem für die Gefäßchirurgie ein. Mit der FORS-Technologie kann die Lage von Kathetern erstmals ohne Röntgenstrahlung dreidimensional und in Echtzeit dargestellt werden.
Priv.-Doz. Dr. Wael Ahmad, Dr. Moritz Wegner und Prof. Dr. Bernhard Dorweiler, Klinik und Poliklinik für Gefäßchirurgie, Vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie, Universitätsklinikum Köln
Die endovaskuläre Behandlung vaskulärer und insbesondere aortaler Erkrankungen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem zentralen Pfeiler der modernen Gefäßchirurgie entwickelt. Minimalinvasive Verfahren ermöglichen heute die Therapie auch hochkomplexer Pathologien bei gleichzeitig reduzierter perioperativer Morbidität. Mit dieser Entwicklung gehen jedoch steigende Anforderungen an Präzision, intraoperative Orientierung und Prozesssicherheit einher.
Gerade bei komplexen aortalen Interventionen, etwa bei fenestrierten oder gebranchten Endoprothesen, stellt die sichere Navigation von Führungsdrähten und Kathetern einen entscheidenden Erfolgsfaktor dar. Gegenwärtig werden diese Prozeduren mittels Fluoroskopie bzw. Röntgendurchleuchtung durchgeführt, was zu einer teilweise nicht unerheblichen Strahlenbelastung für die Operateure führt. Zudem ist die Bildgebung teilweise von Einschränkungen hinsichtlich Positionierung der Angiografie-Einheit und Bildgebungswinkel betroffen. Vor diesem Hintergrund rücken innovative Navigationssysteme zunehmend in den Fokus klinischer und strategischer Überlegungen.
Mit dem LumiGuide-System steht nun eine Technologie zur Verfügung, die das Potenzial besitzt, die endovaskuläre Navigation grundlegend zu verändern. Diese High-End-Systeme werden gekoppelt und in hochmoderne Hybrid-OP-Säle integriert.
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