Universitätsklinika kooperieren bei Sterilgutversorgung
Die Universitätsklinika Dresden und Leipzig sowie das Klinikum Chemnitz haben einen Vertrag zur gegenseitigen Unterstützung bei der Sterilgutversorgung in Krisensituationen geschlossen.

Bei kapazitären Engpässen wollen sich die Häuser gegenseitig bei der Bereitstellung von Kapazitäten zur Aufbereitung von Medizinprodukten aushelfen. Der Vertrag gilt ab sofort. Ziel ist die Sicherstellung der medizinischen Versorgung mit sterilen Medizinprodukten auch in Extremsituationen, insbesondere bei Katastrophenfällen oder Notfallsituationen, in denen Störungen voraussichtlich nicht innerhalb von sechs Stunden behoben werden können.
Die drei sächsischen Maximalversorger haben sich auf eine gegenseitige Bereitstellung von Räumlichkeiten und erforderlicher Ausstattung im Sterilisationsbereich zur Aufbereitung von Medizinprodukten für den betroffenen Vertragspartner verständigt. Im Fall einer Havarie oder eines langfristigen Störfalls werden die betreffenden Medizinprodukte nach Absprache zur Reinigung, Desinfektion und Sterilisation an das Haus gebracht, das einspringt.
„Mit der Kooperation stärken wir die Resilienz unserer Gesundheitsversorgung und schaffen verlässliche Strukturen, um Patientinnen und Patienten auch in Notlagen zügig mit sicheren, sterilen Medizinprodukten zu versorgen“, so Prof. Dr. Uwe Platzbecker, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Dresden. „Unser Ziel ist es, auch bei Engpässen und in Krisenfällen enger zusammenzuarbeiten und von den gegenseitigen Kompetenzen zu profitieren.“
„Durch die koordinierte Zusammenarbeit der Maximalversorger ermöglichen wir eine stabile Versorgungssicherheit im Freistaat, zu jeder Zeit und in jedem erdenklichen Ernstfall“, so Prof. Dr. Martin Wolz, Medizinischer Geschäftsführer des Klinikums Chemnitz. „Das deckt sich mit den Zielen der Landesregierung und ist ein wichtiger Schritt für Sachsen.“
„Unser Ziel ist es, die Krankenversorgung in Sachsen in jedem erdenklichen Notfall aufrecht zu erhalten“, so Prof. Dr. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. „Der Vertrag ist dafür ein Baustein. Wir drei sächsischen Maximalversorger planen generell eine intensivere Zusammenarbeit und stärkere Vernetzung bei der Sicherstellung der KRITIS-Strukturen und zur Resilienz-Stärkung, ergänzend zu den schon bestehenden Kooperationen.“











