VDGH begrüßt Biotech-Roadmap der Bundesregierung
Die Bundesregierung hat im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland (HTAD) ihre Roadmap Biotechnologie vorgelegt. Der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) begrüßt, dass zentrale Zukunftsfelder der Gesundheitswirtschaft adressiert werden.

Die vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) präsentierten Details zeigen, dass mit der Roadmap Biotechnologie ein breiter Ansatz verfolgt wird, der die Medizintechnik, die Diagnostik und die Forschung in den Lebenswissenschaften einschließt. Der VDGH unterstützt diese Perspektive.
„Als Branchenverband der Diagnostika-Hersteller und der Life-Science-Research-Industrie hat sich der VDGH mit vielfältigen Vorschlägen zur Umsetzung der HTAD eingebracht. Industrie und Wissenschaft müssen Hand in Hand gehen, um Deutschland als Spitzenstandort für die Gesundheitsforschung zu etablieren“, sagt Dr. Martin Walger, Geschäftsführer des VDGH.
Der VDGH unterstützt insbesondere das Ziel, Deutschland bei der Erforschung und Entwicklung von Gen- und Zelltherapien international führend zu positionieren. Die dafür erforderlichen Technologien und Skalierungsmöglichkeiten stellt die Life-Science-Research-Industrie bereit. Gleichzeitig spielt moderne Labordiagnostik eine zentrale Rolle für eine patientenzentrierte und präzisionsmedizinische Versorgung.
Die Nutzung patientennaher Sofortdiagnostik („Point-of-Care-Tests“), der Ausbau von Genomsequenzierungskapazitäten, der Einsatz von Plattformtechnologien sowie eine schnellere Diagnosestellung durch Automatisierung, „Multiomics-Technologien“ und KI-unterstützte Auswertungen sind weitere vom BMFTR aufgeführte Elemente der Roadmap Biotechnologie. Explizites Ziel der Bundesregierung ist es zudem, für eine zunehmend prädiktive und präventive Medizin von morgen die innovative Medizintechnik voranzubringen.
Der VDGH begrüßt, dass die Hightech Agenda Deutschland mit dem Pharma- und Medizintechnikdialog der Bundesregierung zusammengedacht wird. „Die Bundesregierung setzt mit der Hightech Agenda den richtigen Akzent. Damit daraus Standortstärke entsteht, braucht es verlässliche Förderung, praktikable Regulierung und bessere Wege in die Versorgung“, erläutert Walger.
Die rasche Umsetzung konkreter Maßnahmen für forschungs- und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen ist aus Sicht des VDGH unerlässlich. Hierzu gehören insbesondere die praxistaugliche Weiterentwicklung des europäischen Rechtsrahmens für In-vitro-Diagnostika (IVDR) und Medizinprodukte (MDR), der beschleunigte Zugang diagnostischer Innovationen in die Regelversorgung sowie die Förderung KI-gestützter diagnostischer Anwendungen.











