Licht für optimale Patientenversorgung
Durchgängiges Beleuchtungskonzept im Neubau der München Klinik Harlaching

Mit dem Neubau der München Klinik Harlaching ist ein Gesundheitsbau entstanden, der auf rund 58.000 m² konsequent Funktionalität und Effizienz mit hoher Aufenthaltsqualität zusammenführt. Die Architektur der ARGE Vogt|Telluride übersetzt komplexe medizinische Abläufe in klare Strukturen. Die Beleuchtung folgt diesem Prinzip und wird selbst zum integralen Bestandteil der Versorgungssicherheit.
Gemeinsam mit dem Lichtplanungsbüro IBB Burrer & Deuring und der Lichtzentrale München fiel die Entscheidung bewusst auf eine durchgängige technische Beleuchtung von Regiolux. Mehr als 1.000 Leuchten wurden installiert – mit dem Anspruch, unterschiedlichste Funktionsbereiche mit abgestimmten, normgerechten Lösungen aus einer Hand abzubilden. Nachhaltigkeit und Regionalität spielten bei der Wahl ebenso eine Rolle wie optimale Lichtqualität und die Langlebigkeit der Leuchten.

Reinraumqualität, wo sie entscheidend ist
In sensiblen Bereichen wie OP-nahen Zonen, Intensivstationen, Aufwachräumen und Spezialbereichen wie Brandverletzungszonen kommt die Reinraumleuchte protection IPA zum Einsatz. Sie erfüllt die ISO-Klasse 2 nach DIN EN ISO 14644-1 und ist nach GMP-Richtlinien (Good Manufacturing Practice) gefertigt. Die durch das Fraunhofer IPA-geprüfte Leuchte steht damit für sehr gute Luftreinheit und geprüfte Materialbeständigkeit, beispielsweise gegenüber Chemikalien und mikrobielle Verstoffwechselbarkeit, – zentrale Kriterien in medizinischen Hochrisikobereichen.
Ihre Konstruktion ist konsequent auf den Klinikalltag ausgelegt: Eine geschlossene Bauform mit Schutzart IP54, deckenseitiger Abdichtung und reinigungsfreundlichen Oberflächen reduziert Partikelablagerungen und erleichtert die Desinfektion. Die mikroprismatische Acrylglasscheibe sorgt zugleich für eine präzise Entblendung. Gerade in Arbeitsumgebungen mit digitalen Endgeräten entsteht so visuell ruhiges, kontrastreiches Licht. Mit einer Lichtausbeute von 169 lm/W und einer Lebensdauer von 50.000 Stunden (L80 B10) verbindet die Leuchte hohe Lichtqualität mit langfristiger Betriebssicherheit.

Differenzierte Lichtlösungen für unterschiedliche Funktionsbereiche
Außerhalb der Reinraumbereiche zeigt sich die Stärke eines abgestimmten Systems. In Untersuchungsräumen, Büros und Nebenbereichen sorgen panella Leuchten von Regiolux für eine gleichmäßige, flächige Ausleuchtung. Die extrem flache Bauhöhe von nur 13 mm ermöglicht eine unauffällige Integration in unterschiedlichste Deckensysteme. Dank mikroprismatischer oder opaler Diffusoren und einer Effizienz von bis zu 140 lm/W entstehen blendfreie Lichtverhältnisse, die sich insbesondere für Bildschirmarbeitsplätze eignen. Die seitliche Lichteinkopplung gewährleistet eine homogene Lichtverteilung über die gesamte Fläche hinweg.

Für Technikräume und funktionale Infrastrukturbereiche wurde die robuste Regiolux-Leuchte parsa eingesetzt. Ihre widerstandsfähige Bauweise sowie die hohe Lebensdauer und montagefreundliche Konstruktion machen sie zu einer zuverlässigen Lösung in Umgebungen mit erhöhten mechanischen und betrieblichen Anforderungen.
Integration, Steuerung und Betrieb

Die Beleuchtung ist durchgängig in unterschiedliche Deckensysteme integriert – von Metall- und Odenwald-Rasterdecken bis hin zu Gipskarton- und Lamellenkonstruktionen. Gesteuert wird über DALI, wodurch sich Beleuchtungsniveaus bedarfsgerecht anpassen lassen, etwa durch Dimmung in Intensivbereichen. Gleichzeitig sind die Leuchten in das Notstromsystem eingebunden und sichern so auch im Ausnahmefall die Funktionsfähigkeit zentraler Abläufe. Dies unterstreicht die Bedeutung der Beleuchtung als sicherheitsrelevantes System – insbesondere in einem Haus der Maximalversorgung mit 700 Betten.
Neben der Lichttechnik selbst war die Betriebsphase ein wichtiger Aspekt in der Planung. Der Fokus auf wenige Hersteller und ausgewählte Leuchten vereinfacht die Wartung und das Ersatzteilmanagement, während langlebige Komponenten mit hoher Effizienz den Ressourcenbedarf im laufenden Betrieb deutlich senken. Vor diesem Hintergrund haben sich die Leuchten von Regiolux bereits in vorangegangenen Neubauten der München Klinik gGmbH bewährt: in Schwabing und in Bogenhausen.
Partnerschaftliche Umsetzung als Erfolgsfaktor
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die enge Abstimmung zwischen Planern, Großhandel und dem Hersteller Regiolux. Markus Felder von der Lichtzentrale München betont: „Die Zusammenarbeit mit Regiolux war über alle Projektphasen hinweg äußerst zuverlässig. Das partnerschaftliche Zusammenspiel im dreistufigen Vertrieb und die punktgenaue Belieferung haben maßgeblich zum reibungslosen Bauablauf beigetragen.“ So entstand eine Beleuchtungslösung, die weit über die reine Normerfüllung hinausgeht, die technische Präzision mit hoher Alltagstauglichkeit verbindet und damit einen wichtigen Beitrag für optimale Arbeitsbedingungen sowie das Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten leistet.









