
Neuer Biomarker für Parkinson
Morbus Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung, die hauptsächlich auf Basis von klinischen Symptomen, vor allem motorischer Störungen, im Spätstadium diagnostiziert wird.

Morbus Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung, die hauptsächlich auf Basis von klinischen Symptomen, vor allem motorischer Störungen, im Spätstadium diagnostiziert wird.

Bereits bei frühen Formen der Alzheimer-Krankheit, der leichten kognitiven Störung, ist typischerweise ein verminderter Zuckerstoffwechsel des Gehirns zu beobachten.

Rezidivierende Schädelprellungen, z. B. bei Kontaktsport, können zu einer chronischen traumatischen Enzephalopathie (CTE) führen. Dabei können auch Parkinson-ähnliche Symptome auftreten (Parkinsonismus).

In einer aktuellen Publikation der renommierten Zeitschrift „Lancet Neurology“ schlagen deutsche Parkinson-Forscherinnen und Forscher eine biologisch-basierte, dreiteilige Klassifikation für die Parkinson-Krankheit vor.

NEMO, ein Protein, das vor allem für seine Rolle bei Signalprozessen im Immunsystem bekannt ist, verhindert die Ablagerung von Proteinaggregaten, wie sie bei der Parkinson-Erkrankung auftreten. Es dockt dafür an bestimmte Proteinketten an, die als Kennzeichnung für die zelluläre Müllabfuhr dienen, und fördert so den Abbau der schädlichen Aggregate.

Mit dem Radiopharmakon [123I]Ioflupan bieten das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und das Pharmaunternehmen ROTOP als einziger Hersteller in Deutschland ein Medikament zur frühzeitigen Diagnostik von Parkinson an.
