Hygienebegehungen neu gedacht
Eine Case Study zeigt, wie sich Hygienebegehungen vom Kontrollinstrument zum praxisnahen Beratungsformat entwickeln lassen.
Ricarda Pachal, Leitende Hygienefachkraft, Krankenhaus Benrath, Sana Kliniken Düsseldorf GmbH

Wer auf viele Jahre Hygienebegehungen zurückblickt, kennt das klassische Bild: Termine wurden langfristig geplant und rechtzeitig angekündigt. Entsprechend umfangreich waren häufig die Vorbereitungen. Es wurde gereinigt, Materialien wurden kontrolliert und das Personal noch einmal an die geltenden Hygienevorgaben erinnert.
Am Tag der Begehung zog dann ein größeres Team durch den Bereich – mit Vertretern unterschiedlicher Berufsgruppen und entsprechend unterschiedlichen Blickwinkeln. Für die Mitarbeitenden bedeutete dies nicht selten eine zusätzliche Belastung im ohnehin eng getakteten Arbeitsalltag. Gleichzeitig waren reale Arbeitsprozesse nur eingeschränkt zu beobachten. Erfasst wurden vor allem statische Aspekte: Staub auf Oberflächen, technische Defekte, abgelaufene Materialien oder Fragen der allgemeinen Ordnung.
Doch bildet eine solche Momentaufnahme tatsächlich ab, wie Hygiene im Versorgungsalltag gelebt wird?
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