Minimalinvasive Chirurgie: Unterstützung durch spezielle Raum- und Lichtkonzepte


„Entspanntes Arbeiten", „Wohlfühlen" und „schnelle Ansteuerung", das sind wichtige Begriffe, die den OP-Teams einfallen, wenn sie nach der Arbeitsatmosphäre in unserem integrierten OP gefragt werden. Die Akzeptanz ist dementsprechend hoch. Die Faszination für die blauen Glaswände und das Lichtkonzept ist vielleicht mittlerweile einer gewissen Routine gewichen, für Besucher bleibt der OP aber unverändert spannend. Er ist eine Art Markenzeichen für unser Haus geworden. Für Gäste demonstrieren wir weiterhin gerne die Vielzahl an Lichtszenarien. In der täglichen Arbeit haben wir inzwischen die Auswahl der Farben auf Blau, Grün und Gelbrot limitiert.
Raumkonzepte und Ergonomie im Fokus
Die MIC-Techniken werden von immer mehr Klinken eingesetzt, zahlreiche Eingriffe werden heute minimal-invasiv durchgeführt. Dadurch gewinnen Ergonomie und Arbeitsplatzgestaltung an Bedeutung. Das Raum- und Lichtkonzept wirkt sich nach vielen Stunden in unserem OP positiv auf die Stimmung und Konzentrationsfähigkeit aus. Dank der Ergonomie und der HDTV-Technologie werden die Augen nicht so schnell müde, und man hat ein „gutes Gefühl", wenn man nach vielen Stunden aus dem OP kommt.
Steile Lernkurve für eingespielte Teams
Die OP-Steuerung ist inzwischen zu einem festen Handwerkszeug geworden. Etwa 90 % unseres OP-Personals kann die Grundfunktionen bedienen. Die Bedienung ist intuitiv und erfolgt bei uns arbeitsteilig zwischen Operateuren und Schwestern/Pflegern. Vor allem die Steuerung für Optik, Gas und Raumlicht sowie für den OP-Tisch, die OP-Leuchten und das Dokumentationssystem Endoalpha Documentation wird von ihnen genutzt. Interessanterweise ist die Lernkurve beim System sehr steil, vor allem wenn gleichbleibende Teams längere Zeit miteinander damit arbeiten. Gut eingespielte Teams in Verbindung mit den technischen Möglichkeiten erhöhen die Effizienz unserer Arbeit.
Während der OP führt die schnelle, zentrale Bedienung zu kürzeren Schnitt-/Nahtzeiten. Die Wechselzeiten verkürzen sich deutlich dank der gespeicherten Geräteeinstellungen sowie der Platzierung der Geräte auf Deckenversorgungseinheiten und auch dank der Glaswände, wodurch die Reinigung schneller geht. So könnten grundsätzlich mehr OPs pro Tag eingeplant werden als früher. Außerdem können wir nach dem Anschließen der Instrumente an die Deckenampel während der OP die meiste Zeit auf den Springer verzichten.
Bilder und Videos dokumentieren sowie Live-Bilder verfolgen
Die integrierten Systeme Dokumentation und Videomanagement verbessern ebenfalls die Arbeitsabläufe, etwa wenn wir Bilder zur Tumorkonferenz nutzen oder durch die Möglichkeit, die endoskopischen Bilder auf meinem PC im Büro zu betrachten. So besteht die Option, schnell eine zweite Meinung einzuholen oder eine Hilfestellung zu geben. Auch die Kollegen der Gynäkologie nutzen diese Möglichkeiten. Dazu kommen mehr als 30 Live-Übertragungen, die wir in den letzten drei Jahren gemacht haben - etwa auf Kongressen und Symposien. Das Konzept Endoalpha von Olympus ist sehr überzeugend, und mein Team und ich arbeiten jeden Tag gerne in unserem blauen OP.
Hintergrundinformationen:
Das Integrationskonzept Endoalpha für den OP und die Endoskopie
- Planung und Bau von Operationssälen und endoskopischen Abteilungen
- Prozessanalysen
- Arbeitsplatzgestaltung (Raum- und Lichtkonzepte)
- Steuerung medizinischer Geräte und nicht-medizinischer Peripheriesysteme
- Bild- und Video-Dokumentation
- Video-Management
- Vernetzte Systeme
In der Zwischenzeit wurden über 40 OP-Säle im deutschsprachigen Raum ausgestattet, in den nächsten Monaten werden weitere 50 folgen.
Die Integrationslösungen von Olympus haben sich seit der Etablierung auf dem Markt in vielen deutschen und europäischen Krankenhäusern bereits bewähren können.
Im Amalie Sieveking-Krankenhaus realisierte Olympus zum ersten Mal das Raumkonzept Endoalpha mit blauen Glaswänden und LED-Beleuchtung. Auch das Kantonsspital Baden in der Schweiz, das bis August 2009 sechs Operationssäle zu integrierten OPs umgebaut hat, und die überregional renommierte Sportklinik Stuttgart vertrauen ebenso auf Olympus wie das neue Diakonie Klinikum Hamburg, wo bis 2011 sieben integrierte OPs und fünf Endoalpha Endoskopie-Untersuchungsräume entstehen werden. Diese und viele weitere Beispiele aus der Krankenhauspraxis zeigen, Endoalpha ist nachweisbar erfolgreich. Jedes einzelne Modul steigert die Effizienz durch verbesserte Ergonomie, Kommunikation und Informationssysteme. Gemeinsam mit dem jeweiligen Krankenhaus wird das kundenspezifisch bestmögliche Integrationskonzept definiert. Endoalpha modernisiert und optimiert in jedem Fall das gesamte Arbeitsumfeld.
Anbieter
Ev. Amalie Sieveking-KrankenhausHaselkamp 33
22359 Hamburg
Deutschland
Meist gelesen

Doppeltes Risiko: Kombination zweier Genvarianten begünstigt Entzündung und Krebs
Kieler Forschungsteam hat zwei Genveränderungen identifiziert, die im Zusammenspiel bei Menschen mit chronischen Darmentzündungen das Risiko für Darmkrebs erhöhen könnten.

Neues Sequenzier-Labor am Krankenhaus Merheim eröffnet
Das Krankenhaus Merheim der Kliniken der Stadt Köln hat am 7. Oktober 2025 offiziell sein neues Sequenzier-Labor in Betrieb genommen – ein bedeutender Schritt in Richtung moderner, personalisierter Krebsmedizin.

Pro Care 2026 zeigt innovative Versorgungslösungen aus der Hauswirtschaft
Pflegequalität entsteht nicht nur am Pflegebett, sondern in allen Bereichen des Alltags, die das Leben in einer Einrichtung prägen.

Pro Care 2026 - Die Fachmesse für Kliniken und Pflegeeinrichtungen
Pro Care: vom 10.–11. Februar 2026 auf dem Messegelände Hannover: Erleben Sie Digitalisierung, Lösungsansätze zur Entlastung und für die Zukunft der Pflege.

Zukunftsfähig: Neuausrichtung des TAVI-Programms im Asklepios St. Georg
Mit der Prozessoptimierung des TAVI-Programms gelang es dem Team für strukturelle Herzerkrankungen, wirtschaftliche Effizienz und Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern – ein Gewinn für alle Seiten.









