Paracelsus Hygienereport: Mehr Transparenz für das gesamte Unternehmen
Der Hygienereport der Paracelsus Kliniken fasst als umfassende Bestandsanalyse hygienerelevante Daten aller Akut- und Reha-Standorte für den Berichtszeitraum 2021 zusammen.


Im April 2022 veröffentlichte das Klinikunternehmen Paracelsus Kliniken seinen alljährlichen Hygienereport. Hervorzuheben sind die sehr niedrigen Infektionsraten bei den Multiresistenten Erregern. Übertragungen und nosokomiale (im Krankenhaus erworbene) Infektionen konnten an den Standorten nahezu vollständig vermieden werden.
Das betrifft auch Standorte, an denen viele Patienten mit mitgebrachten Kolonisationen und Infektionen behandelt wurden und zeigt, dass das Hygienemanagement an den Standorten gut umgesetzt wird.
Verbessert hat sich die personelle Ausstattung des Zentralinstituts für Krankenhaushygiene. Auch im Antibiotika-Management, bei den Hygieneschulungen und bei den baulichen Maßnahmen konnte das Niveau der Hygiene weiter gesteigert werden.
Zentrales Steuerungsinstrument
Der Report ist Teil einer Kommunikationsstrategie des Zentralinstituts für Krankenhaushygiene innerhalb des Unternehmens. „Wir möchten für alle Beschäftigten transparent machen, wie die einzelnen Standorte in den hygienerelevanten Bereichen abschneiden und welche Projekte und Maßnahmen umgesetzt wurden. Der Report stellt ein zentrales Steuerungsinstrument für uns dar. Wir erreichen damit eine hohe Transparenz von Hygienedaten, die wir den Häusern und dem Management zur Verfügung stellen können. Und wir können daraus geeignete Maßnahmen ableiten, um unerwünschte Ereignisse zu vermeiden, Kosten zu sparen und ein unternehmensweites Benchmarksystem zu etablieren“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Karolin Graf, Leiterin des Zentralinstituts für Krankenhaushygiene bei Paracelsus. Wie bereits im letzten Jahr sind auch die wesentlichen Zahlen zu Corona-Infektionen und zu relevanten Impfungen im Gesundheitswesen in die Analyse mit eingegangen.
Infektionsrate liegt unter nationalem Referenzwert
Bei der Erfassung und Vermeidung nosokomialer Infektionen und multiresistenter Erreger leisteten die Teams vor Ort wiederholt eine hervorragende Arbeit. Der Anteil nosokomialer, also durch einen medizinischen Eingriff verursachte Infektionen mit Multiresistenten Erregern, lag an den Standorten deutlich unterhalb der nationalen Referenzwerte. In nahezu allen Paracelsus Krankenhäusern konnte eine Infektion mit Krankenhauskeimen vollständig vermieden werden.
Trotz pandemiebedingter Mehrbelastung der Krankenhäuser konnten auch in 2021 zahlreiche Bauprojekte umgesetzt werden. Bei Bau- und Renovierungsmaßnahmen im Krankenhaussektor ist auch immer die Hygiene an den Planungen mit beteiligt. So wurden Stationen und Funktionsbereiche renoviert, Brandschutz verbessert und an einigen Standorten die Wasserversorgung saniert.
Der diesjährige Report verdeutlicht, dass auch im zweiten Jahr der Pandemie die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben in nahezu allen Bereichen erfüllt werden konnte. So wurden fast 90% der Paracelsus Mitarbeiter mindestens einmal zu hygienerelevanten Themen geschult. Fast alle Standorte halten eigene Leitlinien zur Antibiotikatherapie vor. Darüber hinaus beteiligen sich mehrere Akutkliniken am so genannten ADKA-if-DGI-Projekt, das krankenhausweite Daten zum Antiinfektivaverbrauch in Krankenhäusern und Praxen sammelt. Auch die Anzahl der ABS-Berater entwickelte sich weiter positiv.
Ziel des Zentralinstituts für Krankenhaushygiene ist es jetzt, das hohe Niveau und damit die Sicherheit für Patienten und Mitarbeiter durch weitere Neueinstellungen und interne Weiterbildung geeigneter Mitarbeiter weiter zu steigern.
Meist gelesen

ATOS Wiesbaden setzt bei Anästhesie auf besonders schonende und sichere Narkose-Dreifachkombi
Wenn es um das Thema Anästhesie für operative Eingriffe geht, stehen Ärzten unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Ein besonders innovatives Verfahren setzt die ATOS Klinik Wiesbaden als eine von wenigen Kliniken seit Jahren standardmäßig ein.

Richtiges Händewaschen: Die Temperatur ist nicht entscheidend
Welchen Einfluss hat die Wassertemperatur, die Waschdauer und die Wassermenge auf das Händewaschen? Zwei Studien der Medizinischen Universität Wien zeigen überraschende Ergebnisse.

Neues Sequenzier-Labor am Krankenhaus Merheim eröffnet
Das Krankenhaus Merheim der Kliniken der Stadt Köln hat am 7. Oktober 2025 offiziell sein neues Sequenzier-Labor in Betrieb genommen – ein bedeutender Schritt in Richtung moderner, personalisierter Krebsmedizin.

Zukunftsfähig: Neuausrichtung des TAVI-Programms im Asklepios St. Georg
Mit der Prozessoptimierung des TAVI-Programms gelang es dem Team für strukturelle Herzerkrankungen, wirtschaftliche Effizienz und Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern – ein Gewinn für alle Seiten.

Krebsmedikamente: Wie sich Nebenwirkungen am Auge behandeln lassen
Moderne Krebsmedikamente wie Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) und Immuntherapien können schwerwiegende Nebenwirkungen am Auge bis hin zur Erblindung verursachen.










