05.02.2026 • Top-Themen

Strukturierte Schockraumversorgung für kritisch Kranke

Der Schockraum dient als strukturierter Bereich für die Erstversorgung schwerverletzter Patienten nach standardisierten Abläufen.

Prof. Dr. Markus Wörnle, Zentrale Notaufnahme und Aufnahmestation Klinikum Innenstadt, LMU Klinikum München

Strukturierte Schockraumversorgung für kritisch Kranke
© LMU Klinikum München

Historisch war der Schockraum der Notaufnahme primär als strukturierter Behandlungsbereich für schwerverletzte Patienten etabliert. Die standardisierten Abläufe der Polytraumaversorgung bildeten über Jahrzehnte den Goldstandard für die initiale Diagnostik und Behandlung chirurgischer Notfälle. Mit der zunehmenden Zentralisierung der Notfallversorgung und der stetig wachsenden Zahl medizinischer, nichttraumatologischer Notfälle wird heute jedoch deutlich, dass ein vergleichbar strukturiertes Vorgehen auch für kritisch kranke internistische, neurologische oder toxikologische Patienten erforderlich ist. Diese Patientengruppe ist zahlenmäßig deutlich größer als die der Schwerverletzten und weist ein breites Spektrum potenziell vitalbedrohlicher Zustände auf. Die Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) hat daher umfassende Anforderungen an Struktur, Organisation und Diagnostik im nicht-traumatologischen Schockraum formuliert.

Weiterlesen mit kostenfreier Registrierung

Registrieren Sie sich jetzt kostenfrei und Sie erhalten vollen Zugriff auf alle exklusiven Beiträge. Mit unserem Newsletter senden wir Ihnen Top-Meldungen zu allen relevanten Themen des stationären Gesundheitswesens. Außerdem erhalten Sie regelmäßig Zugriff auf unsere aktuellen E-Paper.

Anmelden oder Registrieren

Meist gelesen

Vorlage Interview

Dank moderner Screeningprogramme und innovativer Ansätze wie der KI-3D-Planung und ICG-Markierung bei Lungenkrebs werden zunehmend kleine Tumore entdeckt, die eine exakte Diagnostik und individuelle Therapie verlangen. Prof. Dr. Waldemar Schreiner und Dr. Sammy Onyancha vom St. Elisabethen Krankenhaus Frankfurt setzen innovative Methoden für die Diagnostik und minimalinvasive Chirurgie ein und berichten im Interview über ihren Ansatz und dessen Bedeutung für die Praxis.