15.05.2026 • News

Drei große Hochschulen bündeln Kompetenzen für neues Joint-Masterstudium

Fortschrittliche Technologien und personalisierte medizinische Ansätze in den klinischen Alltag integrieren – so lautet der „Auftrag“, mit dem Absolvent*innen des völlig neu konzipierten Joint-Masterstudiums „Personalisierte Technische Medizin“ (PTM) in ihr Berufsfeld gehen werden.

Das völlig neu konzipierte Joint-Masterstudium „Personalisierte Technische...
Das völlig neu konzipierte Joint-Masterstudium „Personalisierte Technische Medizin“ (PTM) integriert fortschrittliche Technologien und personalisierte medizinische Ansätze in den klinischen Alltag.
© AdobeStock/JKU

Bis es so weit ist, vergehen aber noch etwas mehr als zwei Jahre. Die FH Oberösterreich, die Johannes Kepler Universität Linz und die FH Gesundheitsberufe OÖ planen den Start dieses gemeinsam getragenen, viersemestrigen und berufsbegleitenden Studiums mit Herbst 2026. Die Studierenden werden aus der Medizin und aus Gesundheitsberufen ebenso kommen wie aus Medizintechnik, Medizin- und Bioinformatik oder Biologie. Der Studienstart erfolgt vorbehaltlich der noch anhängigen Akkreditierung durch die AQ Austria und der Genehmigung des Curriculums durch den Senat der JKU.

Warum ein Masterstudium „Personalisierte Technische Medizin“?

„Ziel des Joint-Masterstudiums Personalisierte Technische Medizin ist die Ausbildung von Fachkräften, die medizinisches Wissen mit technologischem und datenwissenschaftlichem Know-how verbinden, um moderne Technologien effektiv in die klinische Praxis zu integrieren“, bringt der designierte PTM-Studiengangsleiter, FH-Prof. PD DI Dr. Jaroslaw Jacak, die Ausrichtung des neuen akademischen Bildungsangebots auf den Punkt. Jacak forscht und lehrt am Department für Medizintechnik der FH Oberösterreich in Linz. Der Studiengang bereite, so Jacak, Absolvent*innen darauf vor, personalisierte, datenbasierte Ansätze in Diagnostik, Monitoring und Therapie zu entwickeln und anzuwenden. Dabei stehe insbesondere die Fähigkeit im Fokus, interdisziplinär zu arbeiten und neue Lösungen in der Gesundheitsversorgung schließlich auch umzusetzen. Für Jacak ist klar: „Personalisierte Medizin ist die Zukunft der Gesundheitsversorgung und wird durch die Anwendung moderner Imaging-Technologien KI und Telemedizin entscheidend vorangetrieben.“

„Wir brauchen Expert*innen und Fachkräfte, die nicht nur die Sprache der Technik, sondern auch die der Medizin sprechen. Die Personalisierte Technische Medizin ist der Schlüssel, um Innovationen rascher und sicherer ans Krankenbett zu bringen“, betonen Univ.-Prof. Dr. Raimund Helbok, Vorstand der Universitätsklinik für Neurologie der JKU und Dr.in Jeanette Tas, die in den Niederlanden Personalisierte Technische Medizin studiert hat. Helbok und Tas sind die Co-Verantwortlichen von PTM an der JKU.  Künftige Absolvent*innen würden, so Helbok und Tas weiter, Innovation mit klinischer Praxis für eine individuelle und zukunftsfähige Patient*innenversorgung verbinden.  „Die Absolvent*innen werden besonders im Gesundheitssystem patient*innennnahe im OP, am Krankenbett, oder auf der Intensivstation sowie im Bereich der Forschung eine wichtige Lücke schließen.“ 

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Der designierte PTM-Studiengangsleiter FH-Prof. PD DI Dr. Jaroslaw Jacak bereitet Absolvent*innen darauf vor, personalisierte, datenbasierte Ansätze in Diagnostik, Monitoring und Therapie zu entwickeln und anzuwenden.
© FH OÖ

In welchen Berufsfeldern arbeiten die Absolvent*innen?

Die im Studium erworbene Expertise qualifiziert die Absolvent*innen für viele unterschiedliche Berufe, wie etwa Klinische*r Technologie- und Daten-Spezialist*in, Clinical Application Specialist/ Medizintechnikberater*in, Data Scientist / Engineer im Gesundheitswesen, Projektmanager*in Digital Health & Interoperabilität oder Forschungs- und Entwicklungs-Spezialist*in MedTech.

Wer studiert „Personalisierte Technische Medizin“?

„Die Zielgruppe des Studiums ist bewusst sehr breit gefächert. Es ist ausgerichtet für technikaffine Personen, die ihre weitere berufliche Zukunft im Gesundheitsbereich sehen. Einerseits richtet es sich an ärztliche und nicht-ärztliche Gesundheitsberufe, andererseits aber auch an Absolvent*innen unterschiedlicher naturwissenschaftlicher Studienrichtungen sowie der Medizintechnik“, fasst Alexandra Worm MSc zusammen. Sie ist für PTM seitens der FH Gesundheitsberufe OÖ zuständig, wo sie auch für den Studiengang Biomedizinische Analytik verantwortlich zeichnet.

Dreiklang für die Zukunft der personalisierten Medizin

„An der FH Oberösterreich verfügen wir über fast ein Vierteljahrhundert Erfahrung in Lehre und angewandter Forschung im Bereich Technik für den Menschen. Dieses Know-how bringen wir gezielt in die Kooperation mit unseren Partnern ein. Gemeinsam entwickeln wir Technologien, die personalisierte Medizin konkret voranbringen – von präziser Diagnostik bis zu individuell abgestimmten Therapien. Damit stärken wir unsere Rolle in einem Zukunftsfeld, das auch im internationalen Wettbewerb zunehmend an Bedeutung gewinnt“, ist FH-Prof. DI Dr. Michael Rabl MBA (TUM), Hochschulpräsident der FH Oberösterreich, von dem neuen Studiengang überzeugt.

Univ.-Prof. Dr. Stefan Koch, Rektor der Johannes Kepler Universität Linz, ergänzt:  „Unsere Technisch-Naturwissenschaftliche sowie Medizinische Fakultät arbeiten und forschen eng an den Schnittstellen von Technik und Medizin. Nach der Gründung der OÖ Forschungsinitiative „Personalisierte Technische Medizin“ ist die Etablierung eines Joint-Masterprogramms der nächste logische Schritt. Wir bilden gemeinsam die nächste Generation Forscher*innen, Lehrende und Praktiker*innen aus, die aus der Fusion von Technik und Medizin maßgeschneiderte Behandlungsmöglichkeiten entwickeln, die den Menschen in seiner Einzigartigkeit in den Mittelpunkt stellen und innovative Ansätze direkt in die klinische Praxis überführen.“

Für MMag.a Bettina Schneebauer, Geschäftsführerin der FH Gesundheitsberufe OÖ, ist der Joint-Masterstudiengang PTM in mehrerlei Hinsicht ein Meilenstein für ihre Hochschule: „Erstmals kooperieren die JKU Linz, die FH Oberösterreich und die FH Gesundheitsberufe OÖ und bieten diesen Masterstudiengang gemeinsam an. Ausgebildet werden neue Fachkräfte, die fortschrittliche Technologien und personalisierte medizinische Ansätze in der klinischen Praxis integrieren - immer mit dem Menschen im Mittelpunkt, wofür die FH Gesundheitsberufe OÖ seit Jahren steht. Und nicht zuletzt wird dem starken Fokus der FH Gesundheitsberufe OÖ auf Interprofessionalität Rechnung getragen“.

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