19.08.2026 • News

Feierliche Eröffnung der Palliativstation

Im Leipziger Diakonissenkrankenhaus befindet sich ein wichtiges Zukunftsprojekt unmittelbar vor seiner Fertigstellung: eine eigene Palliativstation.

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Beim Festakt überreichten Vorstandsmitglieder der Ilse Schwarz-Stiftung im Andachtsraum des Diakonissenkrankenhauses einen Spendenscheck in Höhe von 5.000 € an die Palliativmedizinerin Dr. Anja Mende.
© Foto: Kay Zimmermann

Das rund 3,3 Mio. Euro umfassende Bauprojekt wurde zu 80 % aus Fördermitteln des Freistaates Sachsen und zu 20 % aus Eigenmitteln realisiert. Die neue Palliativstation verfügt über sechs Einzelzimmer und einen großzügigen Gemeinschaftsraum mit einer Terrasse ins Grüne. Der Erweiterungsbau befindet sich an einer strategisch wichtigen Stelle des Krankenhauses und verfügt über eine direkte Verbindung zur geriatrischen Station. 

Bereits seit 2019 ist hier ein Palliativmedizinischer Konsiliardienst im gesamten Krankenhaus aktiv, das stationären Patientinnen und Patienten bei Bedarf eine palliativmedizinische Mitbehandlung bietet. Dieses Versorgungsangebot wurde von Oberärztin Dr. Anja Mende aus der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Schmerztherapie etabliert und stetig weiterentwickelt. Nach intensiver Mitwirkung an der mehrjährigen Projektentwicklung und Feinplanung wird die Palliativmedizinerin auch die fachliche Leitung der Palliativstation übernehmen.

Zum Festakt anlässlich der Eröffnung der Palliativstation waren am Dienstag, 18. August 2026, rund 140 hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Medizin, Politik und Stadtgesellschaft anwesend. Dazu gehörten u. a. Annett Oertel (Referatsleiterin des Fachbereichs Krankenhauswesen im Sächsischen Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt), Dr. Andrea Schultz (Leipziger Stadtbezirksratsvorsitzende Alt-West), Friedrich R. München (Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Sachsen) sowie Christian Kreusel (u. a. Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Agaplesion Mitteldeutschland gGmbH). 

Im Rahmen der feierlichen Eröffnungsveranstaltung wurde auch ein Spendenscheck in Höhe von 5.000 € an das Behandlungsteam der Palliativstation überreicht. Der Betrag wird von der Ilse Schwarz-Stiftung bereitgestellt und der Ausstattung und Gestaltung der neuen Räumlichkeiten zugutekommen. Die gemeinnützige Stiftung macht sich in besonderer Weise für das Andenken der Leipziger Diakonissen und für das medizinische Wirken des Diakonissenkrankenhauses stark.

Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt: „Mit der Förderung in Höhe von 2,62 Mio. € hat der Freistaat dieses wichtige Projekt einer modernen Palliativversorgung im Evangelischen Diakonissenkrankenhaus Leipzig ermöglicht. Damit fallen zukünftig unnötige Belastungen für Patienten und Personal durch lange Wartezeiten und Verlegungen weg. Wir setzen ein klares Signal: Hier stehen der Mensch und seine Würde im Mittelpunkt. Es entsteht ein Ort des Trostes und der Geborgenheit. Gerade mit Blick auf unsere alternde Gesellschaft im Freistaat Sachsen und dem Recht auf eine hochwertige Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger danke ich allen, die sich für die Umsetzung dieses Projektes engagiert haben.“

Dirk Herrmann, Kaufmännischer Geschäftsführer des Diakonissenkrankenhauses Leipzig: „Dass wir ab Oktober über eine eigene Palliativstation verfügen, ist für die weitere Entwicklung unseres Krankenhauses von großer Bedeutung. Wir können damit unseren Anspruch einer fürsorglichen und zugewandten Medizin noch besser gerecht werden und neue Versorgungsmöglichkeiten für Menschen bieten, die auf eine solche Unterstützung angewiesen sind.“ 

Dr. Anja Mende, Leiterin der neuen Palliativstation: „Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass aus einem lang gehegten Wunsch medizinische Wirklichkeit wird und wir nun einen festen Ort haben, wo eine gezielte palliativmedizinische Versorgung möglich ist. Gemeinsam mit meinem hochspezialisierten und multiprofessionellen Team werden wir unsere ganze Kraft dafür einsetzen, dass hier für alle spürbar wird, wofür gute Palliativmedizin in einem christlich geprägten Krankenhaus steht. Unsere Palliativstation soll ein Ort des Zuhörens, des Linderns und mitfühlenden Begleitens sein.“ 

Gemeinsam für eine bestmögliche palliativmedizinische Versorgung auf einer...
Gemeinsam für eine bestmögliche palliativmedizinische Versorgung auf einer eigenen Station, v. l. n. r.: Dr. Andrea Schultz (Stadtbezirksratsvorsitzende Alt-West), Katharina Gocht-Hamann (pflegerische Leitung Palliativstation), Dr. Anja Mende (ärztliche Leitung Palliativstation), Daniel Ferchland (BJP Architekten Ingenieure GmbH), Annett Oertel (Referatsleiterin Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt), Friedrich R. München (Geschäftsführer Krankenhausgesellschaft Sachsen), Dirk Herrmann (Kaufmännischer Geschäftsführer Diakonissenkrankenhaus Leipzig), Christian Kreusel (u. a. Vorsitzender Gesellschafterversammlung Agaplesion Mitteldeutschland gGmbH) und Maria Beyer (Theologische Geschäftsführerin Diakonissenkrankenhaus Leipzig).
© Kay Zimmermann

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