29.05.2026 • News

Klinikum und Marienhospital Osnabrück stärken Labordiagnostik

Das Klinikum Osnabrück (KOS) und das Marienhospital Osnabrück (MHO) intensivieren ihre Zusammenarbeit in der Labordiagnostik.

Unterzeichnung des Labor-Kooperationsvertrags durch die KOS- und...
Unterzeichnung des Labor-Kooperationsvertrags durch die KOS- und MHO-Geschäftsführung mit (von links) Klaus Beekmann, Christina Jaax, Frans Blok, Dr. Bernd Runde und Oliver Pommerenke.
© Ute Laumann/NSK

Beide Häuser werden Laborleistungen künftig wechselseitig erbringen und ihre diagnostischen Schwerpunkte gezielt am jeweils geeigneten Standort weiterentwickeln. Patientinnen und Patienten beider Häuser profitieren so von der gemeinsamen labormedizinischen Expertise der Region – unabhängig davon, an welchem der beiden Standorte sie behandelt werden.

Kern der Kooperation ist die wechselseitige Beauftragung klar definierter laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen. Konkret ist vorgesehen, die Mikrobiologie – also den Nachweis von Krankheitserregern und Infektionen – am MHO zu bündeln. Am KOS werden unter anderem Untersuchungen der Blutgerinnung, der Liquordiagnostik (Nervenwasser) und spezielle zytologische Analysen zusammengeführt. Welche Leistungen an welchem Standort erbracht werden, ist in einem gemeinsamen Leistungskatalog geregelt, der fortlaufend weiterentwickelt wird.

Durch die Spezialisierung entstehen an beiden Standorten höhere Fallzahlen je Untersuchungsverfahren. Das erhöht die Routine, stärkt die Qualitätssicherung und schafft die Voraussetzungen für stabile Befundlaufzeiten. Hinzu kommt eine engere fachliche Abstimmung zwischen den beteiligten Laborfachärztinnen und Laborfachärzten beider Häuser – im Ergebnis ein klarer Gewinn für die diagnostische Sicherheit der Patientenversorgung in der Region.

„Insbesondere kostenintensive Spezialanalysen werden gezielt an dem Standort durchgeführt, der dafür technisch und personell am besten aufgestellt ist”, sagt Christina Jaax, Geschäftsführerin der Niels-Stensen-Kliniken. Höhere Proben- und Fallzahlen ermöglichen einen effizienteren Einsatz von Geräten, IT-Systemen und Personal. Für beide Häuser entsteht damit ein verlässlicheres wirtschaftliches Fundament der Labordiagnostik – ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung der Krankenhausversorgung in einem bundesweit angespannten Umfeld.

„Die Labordiagnostik ist eine der Disziplinen, in denen Spezialisierung und Volumen unmittelbar auf Qualität und Wirtschaftlichkeit durchschlagen. Mit dieser Kooperation nutzen wir die Stärken beider Häuser und schärfen ihre Profile – ohne die organisatorische Eigenständigkeit der Standorte zu verändern“, sagt Frans Blok, Geschäftsführer des Klinikums Osnabrück. „Gleichzeitig schaffen wir damit eine zukunftsfähige Struktur, die eine hochwertige diagnostische Versorgung langfristig sichert.”

In der jetzigen Phase bleiben beide Krankenhauslabore rechtlich und organisatorisch eigenständig. Die Zusammenarbeit wird genutzt, um belastbare Erkenntnisse zu Abläufen, Wirtschaftlichkeit und IT-Anbindung zu gewinnen. Auf dieser Grundlage werden die weiteren Schritte der Kooperation gemeinsam festgelegt.

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