Medizin für die Ukraine: Uniklinikum Bonn ermöglicht Spende
Das UKB hat eine große Sendung Medikamente und medizinische Gütern per LKW auf den Weg in die Ukraine gebracht. Die ersten Spenden des UKB wurden heute in der Apotheke abgeholt. Prof. Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKB ist auch für die sechs Universitätsklinika in NRW in koordinierender Funktion bei der Ukraine-Hilfe mit der Landesregierung tätig.
Der Krieg in der Ukraine hat weltweite Hilfsaktionen ausgelöst und die Landesregierung NRW hat sofort aktiv unterstützende Programme aufgelegt, bei denen das UKB stark engagiert ist. Prof. Alexander Mustea, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Gynäkologische Onkologie am UKB, stammt aus dem benachbarten Land Moldawien und erklärt: „Was die Situation ein wenig erleichtert, ist zu helfen, wo es geht. Zusammen mit dem Bonner Architekten Egor Kuru, dem Logistikunternehmer Viktor Harms und dem UKB haben wir einen Weg gefunden, so dass medizinische Hilfe dort ankommt, wo sie benötigt wird“, so Prof. Mustea. Mit der nötigen Ortskenntnis ist es ihm gelungen, die Transporte über Polen in die Ukraine zu organisieren.
Chefapotheker der UKB-Apotheke Dr. Ingo Schulze ermöglichte die schnelle und unbürokratische Bereitstellung der medizinischen Spende. In der ersten Lieferung, die heute am UKB abgeholt wurde, werden sechs Paletten für die humanitäre Hilfe zu Kinderkliniken und einem Herzzentrum in verschiedenen Städten der Ukraine transportiert. Eine davon enthält Medikamente für den besonderen Bedarf einer Kinderklinik, darunter Arzneimittel, für die dringende Therapie einer fünfjährigen Krebspatientin in der Ukraine. „Wir haben sofort dringend benötigte Arzneimittel – wie Antibiotika, Schmerzmittel und Lokalanästhetika – aus unserem UKB-Vorrat bereitgestellt“, sagt Prof. Wolfgang Holzgreve.
Prof. Mustea wurde bei der Organisation nicht nur von Egor Kuru, sondern auch von PD Dr. Hanno Mathaei, Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax und Gefäßchirurgie am UKB, unterstützt. Ein besonders großer Dank des UKB gilt daneben auch Viktor Harms, der den Transport privat fährt und finanziell trägt. Ankommen werden die Medikamente voraussichtlich in den nächsten zwei Tage. Neben dem Kyiv City Children's Clinical Hospital sollen weitere Kliniken in Kiew und Lwiw versorgt werden.


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