Mehr Sicherheit bei der Medikamentengabe
Das Helios Klinikum Meiningen hat die Einführung des neuen Unit-Dose-Systems zur Medikamentenversorgung abgeschlossen.

Damit setzt die Klinik auf ein modernes Verfahren, das die Sicherheit bei der Arzneimittelgabe erhöht und gleichzeitig die Abläufe auf den Stationen unterstützt. Mit dem sogenannten Unit-Dose-System werden Medikamente patientenbezogen, einzeln verpackt und digital gesteuert bereitgestellt. Gleichzeitig wurde der künftig gesetzlich vorgeschriebene „Closed Loop“ etabliert, der eine lückenlose Dokumentation aller Schritte im Medikationsprozess ermöglicht.
Bereits 2025 startete die Pilotierung des Systems im Klinikum. Gemeinsam mit den Stationsleitungen, Mitarbeitenden aus verschiedenen Bereichen und der Klinikapotheke wurden die neuen Prozesse vorbereitet und abgestimmt. Als erste Pilotstation wurde die Palliativstation eingebunden. Ab dem 1. Dezember 2025 folgte die urologische Station mit 30 Betten. Der vollständige Rollout erfolgte im ersten Quartal 2026, Ende März wurden die letzten beiden Stationen angeschlossen.
„Mit der Einführung von Unit-Dose haben wir das gesamte Medikamentenmanagement im Klinikum neu aufgestellt. Das war ein großer organisatorischer und fachlicher Schritt für alle Beteiligten“, sagt die Projektleiterin Anja Greibel, stellvertretende Pflegedirektorin. „Besonders wichtig war uns dabei, die Prozesse gemeinsam mit den Mitarbeitenden zu entwickeln und umfassend zu schulen. Dass die Einführung insgesamt so reibungslos verlaufen ist und die Rückmeldungen aus der Pflege überwiegend positiv sind, freut uns sehr.“
Das Unit-Dose-System unterstützt eine sichere und nachvollziehbare Arzneimittelversorgung im Krankenhaus. Damit ist eine völlige Neuausrichtung des Medikamentenmanagements verbunden. Wurden die Medikamente bis dato immer durch die Pflege gestellt, übernimmt dies nun die Apotheke der Klinik, der damit eine zentrale Rolle in dem neuen System zukommt. Ärztinnen und Ärzte verordnen Medikamente digital über die elektronische Patientenakte. Anschließend prüfen klinische Apothekerinnen und Apotheker jede Verordnung sorgfältig, bevor die Medikamente automatisiert patientenbezogen verpackt werden. Jede einzelne Dosis wird hygienisch in sogenannten Blistern bereitgestellt und eindeutig mit Wirkstoff, Stärke, Dosierung und Einnahmezeitpunkt gekennzeichnet.
„Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet das ein deutliches Plus an Sicherheit“, erklärt Klinikgeschäftsführerin Claudia Holland-Jopp. „Alle Beteiligten arbeiten mit denselben aktuellen Informationen, Medikationsfehler können weiter reduziert werden und die Abläufe auf den Stationen werden transparenter und effizienter. Es war uns sehr wichtig, frühzeitig auf eine vollständig digitale und kontrollierte Arzneimittelversorgung zu setzen“.
Das neue System ermöglicht zudem eine zusätzliche technische Kontrolle bei der Medikamentenausgabe. Vor der Verabreichung werden Patientin oder Patient und Medikament digital abgeglichen. Darüber hinaus können Patientinnen und Patienten über einen QR-Code auf dem Blister weitere Informationen zu ihrem Arzneimittel abrufen.
Mit der Einführung des Unit-Dose-Systems setzt das Helios Klinikum Meiningen auf moderne, digitale Prozesse und stärkt die Qualität der Versorgung nachhaltig.











