Neue KI-Stabsstelle treibt digitale Transformation voran
Nach TOP-100-Auszeichnung: Die Sportklinik Hellersen leitet nächste Innovationsstufe ein.

Die Sportklinik Hellersen ist weiter auf Innovationskurs: Nach der Aufnahme in die TOP 100 der innovativsten mittelständischen Unternehmen Deutschlands baut die Spezialklinik nun mit einer neu geschaffenen Stabsstelle „KI, Automatisierung & Digitale Transformation“ ihre Rolle als Innovationstreiber im Gesundheitswesen weiter aus.
Ziel ist es, die Innovationskraft aus der strategischen Führung gezielt in den Klinikalltag zu übertragen – um Prozesse zu vereinfachen und damit konkrete Mehrwerte für die Mitarbeitenden und die Patientenversorgung zu schaffen.
Das deutsche Gesundheitswesen steht unter Reformdruck und befindet sich gleichzeitig in einem tiefgreifenden Transformationsprozess durch die Digitalisierung. Innovationsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit gewinnen im Krankenhaussektor dadurch immer stärker an Bedeutung. „Das Gesundheitswesen sieht sich nicht erst seit gestern mit herausfordernden Strukturveränderungen konfrontiert“, bemerkt Dirk Burghaus, seit 2017 Vorsitzender des Vorstands der Sportklinik Hellersen. „Angesichts steigender demografischer und wirtschaftlicher Anforderungen haben wir schon früh damit begonnen, den gesellschaftlichen und technologischen Wandel als festen Bestandteil unserer medizinischen und organisatorischen Weiterentwicklung mitzudenken. Mit der neuen Stabsstelle stellen wir nun die Weichen, um innovative Ideen aus der strategischen Führung noch gezielter in konkrete Projekte zu übersetzen.“
TOP-100-Innovationsbilanz bestätigt Innovationsstärke
Für ihre Innovationsstärke und den hohen Reifegrad bestehender Innovations- und Digitalisierungsstrukturen wurde die Spezialklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie, Sportmedizin und Endoprothetik bereits Anfang 2026 mit dem TOP-100-Siegel ausgezeichnet. Der Innovationswettbewerb würdigt seit 1993 Unternehmen, die Innovation nicht dem Zufall überlassen, sondern systematisch entwickeln, strukturell verankern und nachhaltig in ihre Organisation integrieren.
Zentral war dabei die Frage, ob Innovationen auf innovationsförderlichen Strukturen, einer innovationsorientierten Führung und einer tragfähigen Unternehmenskultur beruhen. Insgesamt hatten für die 33. Auflage des wissenschaftlichen Auswahlverfahrens mit mehr als 100 Prüfkriterien in fünf Analysebereichen 356 Unternehmen ihre Bewerbung eingereicht. 282 Mittelständler setzten sich schließlich in drei Größenklassen durch.
Die Sportklinik Hellersen überzeugte in der Größenklasse C (über 200 Mitarbeitende) besonders im Bereich Innovationserfolg. Als zentrale Treiber der Innovationsstrategie wurden die Einführung roboterassistierter Eingriffe in die endoprothetische Versorgung sowie der Aufbau eines internationalen medizinischen Kooperationsnetzwerks in der Region „Middle East“ hervorgehoben. Seit 2023 gewinnt die Spezialklinik durch den globalen Wissensaustausch wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung ihrer Versorgungsstrukturen, indem sie ihre deutschen Qualitäts- und Ausbildungskonzepte in Gesundheitssysteme überträgt, die bereits konsequent mit KI gestützten Prozessen sowie zentral verfügbaren Patientendaten arbeiten.
Sehr stark bewertet wurde die Sportklinik zudem in den Bereichen „Innovationsförderndes Top-Management“ sowie „Außenorientierung / Open Innovation“. In den Kategorien „Innovationsklima“ sowie „Innovative Prozesse und Organisation“ erzielte die Klinik ebenfalls ein sehr hohes Niveau. Zusätzliche Bedeutung gewinnt die Auszeichnung vor dem Hintergrund des TOP-100 Teilnehmerfeldes: Traditionell ist der TOP-100-Wettbewerb stark von Unternehmen aus der IT, dem Anlagen- und Maschinenbau sowie dem Handwerk und der Elektrotechnik geprägt – das Gesundheitswesen war 2026 nur mit 2,8 Prozent vertreten. Krankenhäuser und Kliniken machten mit lediglich zwei Einrichtungen weniger als ein Prozent aller Preisträger aus.
„Das unterstreicht: Innovation ist im Krankenhaussektor noch eine Ausnahme und kein Standard“, betont Dirk Burghaus. „Dass wir den Sprung in die TOP 100 aus dem Stand geschafft haben, bestätigt unsere Innovationsstärke und zeigt zugleich, wie besonders diese Auszeichnung für eine Klinik ist.“
Innovation als kontinuierlicher Entwicklungsprozess
Neben den ausgewerteten Stärken lieferte die Teilnahme an dem Innovationswettbewerb zugleich wertvolle Ansatzpunkte für die nächste Entwicklungsstufe. „Die Ergebnisse unserer Innovationsbilanz zeigen uns deutlich, wo wir bereits stark sind – und untermauern zudem unseren aktuellen Schritt, die Innovationskraft der Klinik durch die neue Stabsstelle strukturell auszubauen“, erläutert Burghaus.
Im Fokus stehen dabei insbesondere der gezielte Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Automatisierung zur Weiterentwicklung klinischer und administrativer Abläufe sowie die stärkere Einbindung der Mitarbeitenden in Innovations- und Verbesserungsprozesse. „Innovation ist für uns kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der unsere Organisation, Kultur und Strategie nachhaltig prägt“, bestätigt Dirk Burghaus. „Nur wer Veränderung als dauerhafte Wachstumschance versteht, kann die Zukunft der Gesundheitsversorgung aktiv mitgestalten. KI hilft uns dabei, vorhandene Ressourcen angesichts steigender Kosten, zunehmender Bürokratie und des Fachkräftemangels gezielter einzusetzen.“
Neue Stabsstelle fördert Verbesserungen im Klinikalltag
Durch Digitalisierung, Automatisierung und Künstliche Intelligenz ergeben sich neue Möglichkeiten, Prozesse effizienter zu gestalten, Behandlungsabläufe individueller zu steuern und medizinisch noch vorausschauender sowie präziser zu arbeiten. Mit Dr. Gunnar Markert hat Anfang Juni ein erfahrener Anwendungsexperte als Leiter der neu geschaffenen Stabsstelle „KI, Automatisierung & Digitale Transformation“ die Arbeit aufgenommen. Der promovierte Wirtschaftsingenieur hat sich bereits vor rund 20 Jahren mit Modellen und Methoden beschäftigt, die als Vorläufer heutiger KI-Systeme gelten. Zuletzt war er für einen führenden Anbieter von KI-Agenten-Lösungen tätig und begleitete Kunden weltweit auf ihrem Weg der digitalen Transformation.
„Bei aller Digitalisierung steht der Mensch weiterhin im Mittelpunkt“, unterstreicht der neue Stabsstellenleiter Gunnar Markert. „Innovation bedeutet für uns, medizinische Qualität, moderne Technologien und praktische Verbesserungen im Klinikalltag zusammenzudenken – immer mit dem Ziel, Versorgung weiterzuentwickeln und Patientinnen, Patienten sowie Mitarbeitende spürbar zu unterstützen.“ Um konkrete KI-Anwendungsfälle im Klinikalltag zu identifizieren, werden alle Mitarbeiter in den Prozess mit eingebunden. „Auf dieser Grundlage werden wir im nächsten Schritt geeignete Projekte priorisieren sowie Pilotphasen und Anwenderschulungen vorbereiten“, erklärt Gunnar Markert. „Denn digitale Transformation gelingt nur, wenn sie aus der Praxis heraus entwickelt wird.“ ------------------------------------------------------------------------------------------------------------










