Digitale Vollautomatisierung des Textilmanagements als Schlüssel zum Green Hospital
Digitale, vollautomatisierte Lösungen im Textilkreislauf eröffnen dem Green Hospital ein bislang unterschätztes Optimierungspotenzial.
Die Transformation hin zum Green Hospital erfordert von Gesundheitseinrichtungen eine systematische Reduktion von Ressourcenverbräuchen, Emissionen und Flächenbedarf. Neben Energieversorgung und Gebäudetechnik rückt dabei auch die Intralogistik der Textilversorgung in den Fokus. Analoge oder teilautomatisierte Prozesse mit manueller Regalentnahme führen häufig zu überhöhten Umlaufbeständen, unnötigen Waschzyklen, langen innerbetrieblichen Wegen und nicht steuerbaren Schwundquoten. Je nach Einrichtungsgröße können daraus erhebliche wirtschaftliche und ökologische Belastungen entstehen.
Eine nachhaltige Textillogistik setzt daher Transparenz und Prozesssicherheit voraus. Digitale, vollautomatisierte Systeme ermöglichen eine lückenlose Nachverfolgbarkeit von Textilbewegungen auf Artikel- und Nutzerebene. RFID-basierte, robotikgestützte Aus- und Rückgabeautomaten erfassen Entnahmen und Rückgaben automatisiert und stellen damit eine valide Datenbasis für ein präzises Bestandsmanagement bereit. Best-Practice-Projekte zeigen, dass sich Umlaufmengen bedarfsgerecht steuern lassen und nur tatsächlich genutzte Wäsche erneut in die Aufbereitung gelangt. Dies reduziert den Verbrauch von Wasser, Energie und Waschchemikalien und stabilisiert gleichzeitig die Versorgungsprozesse.
Neben der Ressourceneffizienz spielt auch die Prozessoptimierung im Klinikalltag eine zentrale Rolle. Viele Einrichtungen arbeiten weiterhin mit zentralen Ausgabestellen, was lange Wegezeiten und zusätzliche personelle Aufwände verursacht. Durch die dezentrale Platzierung automatisierter Aus- und Rückgabesysteme lassen sich Wege- und Wartezeiten deutlich reduzieren, was sich positiv auf Mitarbeiterzufriedenheit und Betriebseffizienz auswirkt.
Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die Flächeneffizienz. Fläche zählt zu den ressourcenintensivsten Faktoren im Krankenhausbau. Jeder Quadratmeter, der im Neu- oder Bestandsbau eingespart werden kann, reduziert Energieverbrauch, Materialeinsatz und Betriebskosten. Moderne vollautomatisierte Systeme ermöglichen die Versorgung von bis zu rund 300 Mitarbeitenden auf weniger als 5 m² und schaffen damit erhebliche Potenziale zur Verdichtung bestehender Funktionsflächen. Bereits die Reduktion von 10 m² kann Investitionskosten im fünfstelligen Bereich vermeiden.
Auch hygienische Anforderungen gemäß KRINKO- und DGKH-Empfehlungen lassen sich durch geschlossene, berührungsfreie Systeme standardisiert umsetzen. Die klare Trennung von rein und unrein sowie die manipulationsfreie Dokumentation aller Prozesse erhöhen die Prozesssicherheit – insbesondere in KRITIS-Strukturen.
Die cloud-basierte Polytex Manager Software vernetzt sämtliche Prozesspunkte der Textillogistik und stellt Kennzahlen zu Beständen, Umlaufmengen, Schwund und Prozessdurchlaufzeiten in Echtzeit zur Verfügung. Diese Daten bilden die Grundlage für ein belastbares Nachhaltigkeits-Reporting und unterstützen Krankenhäuser verbundübergreifend beim ökologischen und wirtschaftlichen Benchmarking.
Technologien wie die vollautomatisierten Aus- und Rückgabesysteme der Polytex Technologies GmbH zeigen, wie sich Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit im Textilmanagement praktisch umsetzen lassen – und machen den Textilkreislauf zu einem relevanten Baustein auf dem Weg zum Green Hospital.


Anbieter
Polytex Technologies GmbHEpiphanienweg 1 C
33739 Bielefeld
Deutschland
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