21.07.2026 • News

Prof. Antje Körner erhält hochrangigen internationalen Preis für Forschung zu kindlicher Adipositas

Prof. Dr. Antje Körner ist als erste Wissenschaftlerin aus Deutschland mit dem renommierten Willendorf Award der Welt-Adipositas-Föderation (World Obesity Federation) ausgezeichnet worden.

Prof. Dr. Antje Körner erhält den Willendorf Award von Dr. Simón Barquera,...
Prof. Dr. Antje Körner erhält den Willendorf Award von Dr. Simón Barquera, Präsident der der Welt-Adipositas-Föderation.
© Clara Wetzel, World Obesity Federation

Der Preis zählt zu den bedeutendsten, internationalen Ehrungen auf dem Gebiet der Adipositasforschung. Er wird seit 1980 im Rahmen des „International Congress on Obesity“ verliehen. Antje Körner ist Professorin für Metabolismusforschung an der Universität Leipzig und Leiterin des Bereichs „Childhood Obesity and Metabolic Research“ am Helmholtz-Institut für Metabolismus-, Adipositas- und Gefäßforschung (HI-MAG) bei Helmholtz Munich.

„Diese Auszeichnung ist eine große Ehre und Anerkennung für die Arbeit meines gesamten Teams. Sie unterstreicht die Bedeutung einer langfristig angelegten und interdisziplinären Forschung, um die Ursachen von Adipositas und deren Folgen besser zu verstehen und die Versorgung betroffener Kinder und Familien nachhaltig zu verbessern“, sagt Prof. Körner. Kinder stehen im Zentrum ihrer wissenschaftlichen Arbeit. „Jedes Kind verdient die Chance auf ein gesundes Leben. Forschung trägt dazu bei, Risiken früh zu erkennen, Folgeerkrankungen zu verhindern und betroffenen Familien neue Perspektiven zu eröffnen.“

Die Arbeit der Leipziger Adipositas-Expertin hat entscheidend dazu beigetragen, die frühe Kindheit als kritisches Zeitfenster für die Manifestation dieser Krankheit zu identifizieren. Prof. Körner untersucht, welche biologischen Veränderungen im Fettgewebe mit den metabolischen Folgeerkrankungen verknüpft sind. Darüber hinaus konnte ihr Team neue Wege aufzeigen, um das Risiko schwerwiegender Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes präziser vorherzusagen.

Zu ihren wegweisenden Entdeckungen zählt die Identifizierung einer bislang unbekannten genetischen Ursache von Adipositas. Prof. Körner veröffentlichte über 250 wissenschaftliche Originalarbeiten und erhielt zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen. Sie hat mehr als 11 Mio. Euro Forschungsgelder eingeworben, darunter Mittel der EU, der DFG und des BMBF.

Ein besonderes Merkmal ihrer Arbeit ist der ganzheitliche Forschungsansatz: Prof. Körner verbindet experimentelle Grundlagenforschung mit klinischen und epidemiologischen Studien und genetischer Forschung. Dadurch gelingt es, Erkenntnisse aus dem Labor mit der Versorgung von Patienten zu verknüpfen. Unterstützt wird dieser Ansatz durch starke Forschungsnetzwerke und einzigartige Infrastrukturen in Leipzig, die Prof. Körner mit aufgebaut hat. Regionale und nationale Verbünde wie das Exzellenzcluster Leipzig Center of Metabolism (LeiCeM), das Deutsche Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ) sowie die LIFE Child-Kohorte und das HI-MAG schaffen ein wissenschaftliches Umfeld, um die Entstehung und Entwicklung von Adipositas über die gesamte Lebensspanne hinweg zu erforschen. 

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