02.06.2026 • News

Realitätsnahe Trainingsumgebungen - wie im richtigen OP

Im neuen Simulationszentrum der Schwester-Euthymia-Stiftung am Bildungszentrum in Lohne können nicht nur OP-Situationen realitätsnah geübt werden, auch das richtige Agieren auf der Intensivstation, in der Geburtshilfe, der Notaufnahme, der Anästhesie und im Patientenzimmer sind praxisnah trainierbar – so auch der Umgang mit Notfällen, ohne Risiko für echte Patienten.

Schulung im neuen Simulationszentrum in Lohne mit Otmar Kolbeck (Lehrkraft...
Schulung im neuen Simulationszentrum in Lohne mit Otmar Kolbeck (Lehrkraft Bildungszentrum Lohne)
© SES/Lutz

„Dank neuester Technik und moderner Simulatoren können medizinische und pflegerische Berufsgruppen komplexe Situationen realitätsnah üben, Kompetenzen stärken und gemeinsam wachsen", so Dr. Jochen Berentzen, Leiter der Bildungszentren: Die Lernenden könnten hier so praktizieren, als wären sie am echten Patienten. „Die Situationen sind wiederholbar. Das Debriefing als Instrument des Feedbacks durch professionelle Instruktoren und die Selbstreflexion der Übenden stärken langfristig mentale Handlungsgrundlagen und Handlungskompetenz. So wird aus Erfahrung nachhaltiges Lernen."

Das Simulationszentrum dient der Verbesserung der Behandlungsqualität, der Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit, der Erhöhung der Patientensicherheit, der Stärkung von Vertrauen und Zufriedenheit der Mitarbeitenden und es ermöglicht ein sicheres Lernen und Reflektieren in geschützter Umgebung.

Das Simulationszentrum schafft dazu einen geschützten Raum für Lernen, Reflexion und Weiterentwicklung und damit eine wichtige Grundlage für eine moderne Gesundheitsversorgung. Es unterstützt eine innovative Aus-, Fort- und Weiterbildung.

„Wir werden simulationsbasiertes Lernen curricular in die verschiedenen Berufsausbildungen und Weiterbildungen einbinden“, erläutert Dr. Berentzen: „Zudem schaffen wir ein umfangreiches Angebot für die Mitarbeiter unserer Kliniken und externe Kooperationspartner.“

Dazu sind auf einer Fläche von rund 250 Quadratmetern Räumlichkeiten entstanden, die modular für die verschiedenen Settings einsetzbar sind. Ebenso ist es möglich, direkt vor Ort an den Arbeitsplätzen in den Kliniken oder zum Beispiel Hausarztpraxen Simulationen mit dem vorhandenen Equipment durchzuführen.

So kann zum Beispiel das Messen der Vitalfunktionen eines Patienten genauso durchgespielt werden wie ein komplexer Notfalleingriff mit vielen Beteiligten. Dazu gibt es unter anderem Übungspuppen, die verschiedene Krankheiten sowie vielfältige Verhaltenssituationen von Patienten simulieren. Eingebunden wird auch eine Video- und Audioaufzeichnung. So können Pflegsituationen analysiert und Lerneffekte erzielt werden. Ein Meilenstein für Lohne und den gesamten Nordwesten.

Ulrich Pelster, Vorstand der Schwester-Euthymia-Stiftung, sprach den Beteiligten seinen Dank aus: Domkapitular Rudolf Büscher als Vorsitzendem der Stiftung St. Franziskus-Hospital Lohne und für die Einsegnung der neuen Räumlichkeiten, den Gremien der Krankenhäuser für ihre wegweisende Beschlussfassung auch in dieser Sache und der Stadt Lohne für ihre großzügige finanzielle Unterstützung des Umbaus. „Dieses Simulationszentrum hebt die Aus- und Weiterbildung von Medizin und Pflege, vor allem ganzer Teams, auf eine neue und höhere Stufe“, so Pelster: „Und das nicht als Selbstzweck, sondern ganz im Sinne unserer Patienten, ganz im Sinne der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und es ist offen für viele weitere Partner, so dass am Ende die Versorgung in der Region weiter verbessert, weiter gesichert wird.“

Anbieter

Schwester Euthymia Stiftung

Bürgermeister-Möller-Platz 1
49377 Vechta
Deutschland

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