Schmerzklinik in Dormagen ist zertifizierte EMDR Klinik
Die Stationäre Schmerzmedizin im Rheinland Klinikum am Krankenhaus Dormagen ist gerade frisch als EMDR-Klinik zertifiziert – als erste und bislang einzige Schmerzklinik in Deutschland.

EMDR – Eye Movement Desensitization and Reprocessing – ist ursprünglich eine traumatherapeutische Technik, die nun zunehmend neben der Traumakonfrontation andere Einsatzgebiete innerhalb der Psychotherapie findet, beispielsweise die Behandlung von chronischen Schmerzen. Die Technik wurde eher zufällig Ende der 1980er Jahre entdeckt und dann weiterentwickelt. Seit 2015 ist EMDR in Deutschland als Technik in der Psychotherapie zugelassen.
Grundlage der Anwendung in der Schmerztherapie ist die Idee der dysfunktional abgespeicherten Erinnerungen, hier eben auch schmerzbezogen, die dann mithilfe der Technik bearbeitet werden können. Zentrales Element der EMDR-Behandlung sind die durch die Therapeutin geleiteten Augenbewegungen von einer halben bis etwa einer Minute Dauer. In der Regel werden diese Sequenzen während einer Sitzung mehrfach wiederholt. Auf diese Weise wird das belastende Ereignis allmählich verarbeitet, Symptome werden aufgelöst.
Die Zertifizierung konnte gelingen, da alle in der Klinik tätigen Psychotherapeutinnen entsprechend fortgebildet sind. Somit sind im Rahmen der Behandlung sowohl Einzel- als auch Gruppenanwendungen möglich. Die Leitende Psychologin Annika Meys hat sich um die Zertifizierung durch EMDRIA, den Fachverband qualifizierter EMDR-Therapeutinnen, gekümmert und stellt auch weiterhin die Supervision sicher. „Ich freue mich sehr, dass wir die erste Schmerzklinik sind, die dieses Zertifikat erhalten hat. Diese Technik ist im Rahmen der Schmerztherapie wirklich vielversprechend“, sagt die Psychotherapeutin. Vergeben wird das Zertifikat von EMDRIA Deutschland e.V.









