22.05.2026 • News

Spot-Monitore erleichtern die Arbeit im Care-Bereich

Spot-Monitore unterstützen die Pflegekräfte der Wertachkliniken bei der Messung und Aufzeichnung der Vitalwerte.

(v.re.) Die Pflegefachkraft Martina Maier zeigt Martin Gösele, dem Vorstand...
(v.re.) Die Pflegefachkraft Martina Maier zeigt Martin Gösele, dem Vorstand der Wertachkliniken, wie die Messung der Vital-Werte mit den neuen Spot-Monitoren funktioniert. Federführend bei der Digitalisierung der Vital-Werte-Erfassung waren Daniel Hierl, Pflegedienstleiter und Projektleiter KHZG (Krankenhauszukunftsgesetz) an den Wertachkliniken, sowie Samuel Schiele, Bereichsleiter Pflege Care, der mit dem Scanner einen Barcode auf dem Papierbogen eines Patientenarmbandes scannt, das für den Klinikvorstand als Musterpatienten ausgestellt wurde.
© Doris Wiedemann /Wertachkliniken

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Die Digitalisierung im Krankenhaus soll mehr Effizienz und bessere Bedingungen für die Menschen schaffen, sowohl für die Patienten als auch für die Mitarbeitenden. Deshalb fördert der Staat, also Bund, Länder und Krankenhausträger, mit dem Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) und Fördergeldern in Höhe von insgesamt rund 4,3 Mrd. €, die Digitalisierung der Krankenhäuser in ganz Deutschland.

Einen kleinen Teil dieser Gelder, rund 100.000 €, haben die Wertachkliniken in Spot-Monitore investiert. Sie unterstützen die Pflegekräfte auf den Normalstationen bei der, zum Teil mehrfachen, täglichen Messung und Aufzeichnung der Vitalwerte. Der Volksmund kennt das unter dem alten Begriff der Fieberkurve: Blutdruck, Puls und Sauerstoffgehalt des Blutes, sowie bei Bedarf auch die Atemfrequenz, werden während des Krankenhausaufenthaltes regelmäßig dokumentiert.

Bisher mussten die Pflegenden die Werte erst handschriftlich notieren und dann am Stationsstützpunkt in den Computer eintragen. Die neuen Spot-Monitore erfassen die gemessenen Werte gleich digital und speichern sie nach einer kurzen Kontrolle durch die geschulte Pflegekraft im Krankenaus-Informations-System (KIS) der Wertachkliniken. 

Positives Preis-Leistungs-Verhältnis

„Bei der Digitalisierung gibt es wohl nur wenige Maßnahmen mit einem derart positiven Preis-Leistungs-Verhältnis, die auch die Anwendenden im Alltag so schnell von ihrem Nutzen überzeugen“, freut sich Klinikvorstand Martin Gösele. Und Martina Maier, Pflegefachkraft in den Wertachkliniken, bestätigt: „Anstatt der pumpenden Manschette zuzusehen oder Messwerte in den Computer einzugeben nehme ich mir lieber etwas mehr Zeit für meine Patienten.“ 

Die Anwendung ist simpel: Am Anfang eines Rundgangs identifizieren sich die Pflegenden einmal selbst mit einem Scan des Barcodes auf ihrem eigenen Namensschild. Und mit dem Barcode auf dem Patientenarmband ordnen sie dann die Messungen den jeweiligen Patienten zu. Tipp- und Lesefehler sind damit ausgeschlossen. Auch bei der Übertragung der Daten. Weil zwei manuelle Arbeitsschritte entfallen.

„Der Spot-Monitor überträgt die gemessenen Werte über unser klinikinternes, medizinisches Netzwerk direkt in das KIS“, sagt Daniel Hierl, Pflegedienstleiter und Projektleiter KHZG an den Wertachkliniken. Damit sind die Daten vor fremden Blicken geschützt und den Pflegenden bleibt mehr Zeit für die Patienten. 

Die dokumentierten Vital-Werte helfen den Pflegekräften, den Zustand ihrer Patienten besser einzuschätzen und Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Bei der Visite wird die bereits seit einiger Zeit digitalisierte 'Fieberkurve' auf dem Bildschirm des Pflege-Wagens angezeigt. Und die behandelnden Ärzte können sich die Vitalwerte für eine Diagnose oder für eine Therapieentscheidung auch auf ihrem Tablet anzeigen lassen.

Bisher ging das allerdings erst im weiteren Verlauf einer Schicht, weil die Werte erst am Ende des Rundgangs in den Computer eingegeben worden waren. Mit den neuen Spot-Monitoren sind die gemessenen Werte nun bereits nach wenigen Minuten im System verfügbar, also auch unmittelbar für die ärztliche Visite oder im Arztzimmer. 

Ein weiterer Vorteil des neuen Gerätes: Der Blutdruck wird bereits beim Aufpumpen der Manschette gemessen und sobald der individuelle Wert erreicht ist, wird die Luft wieder abgelassen. Der zeitliche Gewinn beim einzelnen Patienten ist marginal, aber in der Summe einer ganzen Station wird die Zeitersparnis deutlich spürbar. Zudem ist der individuell angepasste Druck auch für die Patienten angenehmer.

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