Unfallchirurgie der Caritasklinik St. Theresia als Regionales Trauma-Zentrum zertifiziert



Die Unfallchirurgie der Caritasklinik St. Theresia ist als Regionales Trauma-Zentrum zertifiziert worden. Bei der Versorgung Schwerverletzer ist jede Minute kostbar. „Wir Unfallchirurgen sprechen von der ‚golden hour' (englisch: ‚goldene Stunde'). Denn die erste Stunde nach einem Unfall ist für die Überlebenschancen und Heilungsaussichten Schwerverletzter entscheidend", erklärt Prof. Dr. med. Werner J. Kasper, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie der Caritasklinik St. Theresia.
Wird ein Patient, etwa nach einem Verkehrs- oder Arbeitsunfall, mit schweren Verletzungen wie Milzriss, Mehrfachbrüchen, Schädel-Hirn-Trauma oder einer Wirbelsäulenverletzung in ein Krankenhaus eingeliefert, müsse dort eine umgehende Diagnosestellung und (operative) Behandlung sichergestellt sein. „Unsere Klinik hält die hierfür erforderliche Logistik sowie die räumliche und personelle Infrastruktur bereit", so Kasper. „Dies wurde uns im Dezember 2010 bei einer Zertifizierung durch eine unabhängige Prüfungsgesellschaft bescheinigt."
Mit dieser Zertifizierung hat sich die Unfallchirurgie der Caritasklinik für die Einbindung in das „Regionale Trauma-Netzwerk Saar-Lor-Lux-Westpfalz" qualifiziert, das im Frühjahr dieses Jahres gegründet wird. „Das Regionale Trauma-Netzwerk ist eine in dieser Form weltweit einzigartige Initiative der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie", erklärt Oberarzt Dr. Ramin Moili.
„19 Klinken aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz und Luxemburg wollen sich an dem grenzüberschreitenden Zusammenschluss beteiligen, die Federführung übernimmt die Universitätsklinik Homburg", so Moili. Wenn alle Kliniken erfolgreich zertifiziert sind, werde das Regionale Trauma-Netzwerk offiziell gegründet. Dies sei voraussichtlich im Mai der Fall. Der Begriff „Trauma" meint in diesem Zusammenhang nicht psychische Schäden, wie sie etwa durch sexuellen Missbrauch entstehen, sondern nimmt auf den Fachterminus „Traumatologie" (=Unfallchirurgie) Bezug.
Mit einem hochmodern ausgestatteten Schockraum - so heißt das Behandlungszimmer, in dem Schwerverletzte untersucht und versorgt werden - ist die Unfallchirurgie der Caritasklinik für akute Notfälle bestens gerüstet: „In unserem Schockraum sind alle erforderlichen Geräte wie beispielsweise Ultraschall-, Sonographie-, Beatmungs- und Narkosegerät vorhanden. Außerdem gibt es exakte Ablaufbeschreibungen, nach denen Chirurgen, Anästhesisten und Radiologen zu verfahren haben", erklärt Dr. Moili. Mediziner aus allen relevanten Fachbereichen seien rund um die Uhr in der Caritasklinik präsent. „Dadurch ist gewährleistet, dass ein Schwerverletzter unmittelbar nach Einlieferung in die Klinik stabilisiert, untersucht, geröntgt und operiert werden kann", so Chefarzt Werner J. Kasper. Zur Qualitätssicherung setze die Caritasklinik St. Theresia darüber hinaus auf regelmäßige Fallbesprechungen, fachübergreifende Fortbildungen und eine enge Zusammenarbeit der hausinternen Fachkliniken.
„Von der Logistik und Infrastruktur, die wir als zukünftiges Mitglied des Regionalen Trauma-Netzwerkes vorhalten, profitieren nicht nur Schwerverletzte, sondern alle Verletzten, betont Kasper. Besonders am Herzen liegen Kasper die alten Patienten (75 Jahre und älter), für die beispielsweise die häufigen Schenkelhalsbrüche, Oberarmbrüche oder Handgelenksbrüche eine hohe Belastung des gesamten Organismus bedeuten.
Anbieter
Caritasklinik St. TheresiaRheinstr. 2
66113 Saarbrücken
Deutschland
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