17.09.2026 • Anzeige • News

Verschärfte MD-Prüfquoten durch das GKV Beitragssatzstabilisierungsgesetz

Recare bringt gemeinsam mit Krankenhäusern KI-gestützte Kodierung und MD Management an den Start.

CEO Maximilian Greschke
CEO Maximilian Greschke
© Recare

Das Berliner Health-Tech-Unternehmen Recare bringt mit Recare Coding und Recare MD Management zwei neue KI-basierte Tools für die Krankenhausverwaltung an den Start. Entwickelt und validiert werden diese gemeinsam mit mehreren Krankenhauspartnern. Mit den neuen Tools erweitert Recare seine Plattform über die Behandlungsdokumentation hinaus um Kodierung und das Management von Gutachten durch den Medizinischen Dienst (MD).
 
Druck auf Krankenhäuser steigt
Die neuen Tools kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der Druck auf Krankenhäuser bei der Abrechnung deutlich steigt. Ab 2027 gilt: Die Prüfung von Krankenhausabrechnungen wird deutlich verschärft, wobei die Prüfquote in der höchsten regulären Stufe von bislang 15 auf 40 Prozent steigt, bei einer Beanstandungsquote von mehr als 50 Prozent sogar unbegrenzt. Kliniken müssen dadurch künftig mit deutlich mehr Prüfungen ihrer Abrechnungen rechnen.
 
 Für Kliniken bedeutet das nicht nur ein höheres Risiko an Erlösminderungen, sondern auch erhebliche Mehrarbeit für Medizincontrolling, Kodierung und MD Management – Bereiche, in denen vielerorts bereits Fachkräfte fehlen. Gleichzeitig müssen die vorhandenen personellen Ressourcen zunehmend komplexe administrative Prozesse bewältigen.

Recare-Plattform für Kliniken
Recare-Plattform für Kliniken
© Recare

Recare baut KI-Plattform entlang des gesamten Behandlungsfalls aus
Genau hier setzen die neuen Tools an. Ausgangspunkt ist die Behandlungsdokumentation, die bereits heute während des laufenden Falls KI-gestützt auf der Recare-Plattform entsteht. Mit Recare Coding und Recare MD Management erweitert Recare die Plattform nun um die nachgelagerten Prozesse der Kodierung und des MD Managements. Von der Dokumentation über Kodierung und Abrechnung bis hin zum Management möglicher MD-Prüfungen werden damit zentrale administrative Prozesse rund um den Behandlungsfall durchgängig mithilfe von KI unterstützt.
 
Bei der Entwicklung der neuen Tools arbeitet Recare eng mit Krankenhäusern zusammen. Angesichts des wachsenden Drucks auf die Krankenhäuser sind diese proaktiv auf Recare zugegangen, um gemeinsam praxistaugliche Lösungen für diese Herausforderungen zu entwickeln. Zu den Entwicklungspartnern gehören die Artemed Klinikgruppe in Tutzing, die Alexianer-Gruppe sowie das Evangelische Krankenhaus Mettmann. Die Häuser stellen reale, anonymisierte Fälle und ihre Prozessexpertise bereit. Auf dieser Basis entwickelt und validiert Recare die Tools praxisnah entlang der Anforderungen von Kodierfachkräften und Medizincontrolling.

  • Recare Coding unterstützt Kodierfachkräfte nach der Entlassung eines Patienten mit begründeten Kodiervorschlägen auf Basis der Falldokumentation.
  • Recare MD Management hilft Krankenhäusern dabei, Anfragen des Medizinischen Dienstes zu bearbeiten, indem relevante Informationen aus der Patientenakte ausgelesen und darauf aufbauend Widerspruchsschreiben vorbereitet werden.

Mehr zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz

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Beide Lösungen setzen auf Human-in-the-Loop: Die KI macht Vorschläge, die zuständige Fachkraft prüft und gibt sie frei. Bei der Entwicklung von Recare Coding fließt zudem die langjährige Expertise von WMC Healthcare in der Krankenhauskodierung ein. Darüber hinaus kann WMC im Bereich Medizincontrolling unterstützen und bei Bedarf auch Kodierleistungen für Krankenhäuser anbieten, wenn aufgrund von Personalengpässen eigene Kapazitäten fehlen.
 
„Krankenhäuser stehen schon länger vor der Herausforderung, mit knappen personellen Ressourcen zunehmend komplexe administrative Anforderungen zu bewältigen. Gleichzeitig entscheidet sich anhand ihrer Kodier- und Abrechnungsqualität, ob und wie erbrachte Leistungen tatsächlich vergütet werden. Mit unseren neuen Lösungen Recare Coding und Recare MD Management bringen wir tiefes operatives Wissen aus der Krankenhauskodierung und -abrechnung mit der technologischen Reichweite unserer Plattform zusammen und schaffen so die Grundlage für einen durchgängig KI-gestützten Behandlungsfall“, sagt Maximilian Greschke, Gründer und CEO von Recare.
 
Auch Tim Steckel, geschäftsführender Direktor des Entwicklungspartners Artemed Klinikgruppe, bekräftigt: „Für uns ist entscheidend, dass digitale Lösungen nicht nur technisch funktionieren, sondern sich an den tatsächlichen Abläufen im Krankenhaus orientieren. Die gemeinsame Entwicklung mit Recare ermöglicht es uns, unsere Praxiserfahrung direkt einzubringen und Lösungen zu schaffen, die den Arbeitsalltag spürbar erleichtern und Prozesse effizienter machen.“  

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