Walter-Friedrich-Preis 2026 für Dr. Charlie Alexander Hamm
Mit dem Walter-Friedrich-Preis zeichnet die Deutsche Röntgengesellschaft Dr. med. Charlie Alexander Hamm von der Charité – Universitätsmedizin Berlin für seine herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten zur Weiterentwicklung der MRT-basierten Prostatakrebsdiagnostik aus.

Seine Forschung verbindet klinische Radiologie mit innovativen Methoden der Künstlichen Intelligenz und leistet einen wichtigen Beitrag zu einer sichereren, effizienteren und individualisierten Diagnostik. Damit steht seine Arbeit beispielhaft für die interdisziplinäre Verbindung von Medizin, Technik und Datenwissenschaft.
Die Deutsche Röntgengesellschaft verleiht den Walter-Friedrich-Preis 2026 an Dr. med. Charlie Alexander Hamm für seine wegweisenden Arbeiten zur modernen Prostatadiagnostik. In mehreren hochrangig publizierten Studien zeigt er, wie sich durch den gezielten Einsatz der MRT diagnostische Pfade verbessern und unnötige Eingriffe vermeiden lassen. So belegt er unter anderem, dass niedrige PSA-Werte im mittleren Lebensalter mit einem sehr geringen Langzeitrisiko für Prostatakrebs einhergehen und damit die Grundlage für risikoadaptierte Screeningstrategien bilden. In der prospektiven PROKOMB-Studie weist er zudem die onkologische Sicherheit eines MRT-basierten Diagnoseansatzes nach, der bereits Eingang in klinische Leitlinien gefunden hat. Ergänzend entwickelt er ein erklärbares KI-Modell, das diagnostische Entscheidungen transparent macht und damit eine zentrale Voraussetzung für den breiten klinischen Einsatz von KI erfüllt. Mit dieser Verbindung aus methodischer Innovation, klinischer Relevanz und technologischer Weiterentwicklung setzt Dr. Hamm wichtige Impulse für die Zukunft der radiologischen Diagnostik.
Über den Walter-Friedrich-Preis
Der Preis würdigt die wissenschaftlichen Leistungen und das prägende Wirken von Prof. Walter Friedrich für die medizinische Radiologie und Strahlentherapie. Das Stiftungsvermögen des Preises entstammt der Gesellschaft für Medizinische Radiologie der ehemaligen DDR und wurde 1992 der DRG übertragen, die das Vermögen 2003 durch eine Zustiftung erhöhte. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert und wird jährlich während des Deutschen Röntgenkongresses verliehen. Der Walter-Friedrich-Preis berücksichtigt insbesondere die Gemeinsamkeit von Physik, Technik, Biologie und Medizinischer Radiologie. Er wird verliehen für herausragende wissenschaftliche Arbeiten (incl. Habilitationsarbeiten) auf dem Gesamtgebiet der Radiologie, für beispielgebende Publikationen und Initiativen zur Verbesserung der Lehre auf allen (Teil-)Gebieten der Medizinischen Radiologie und für vorbildliche praktische Ergebnisse in der Medizinischen Radiologie inkl. technischer Entwicklungen.










